Bild des Monats

Organ-on-a-Chip-System

Sie sind eine Alternative zu Tierversuchen, um Wirkstoffe zu testen: sogenannte „Organ-on-a-Chip“-Systeme. Im Zentrum für Pharmaverfahrenstechnik (PVZ) der Technischen Universität Braunschweig entwickeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in interdisziplinären Teams diese Modelle zur Arzneimittelforschung. Auf unserem Foto von Eugen Koch, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Mikrotechnik, ist ein solches „Organ-on-a-Chip“-System zu sehen. Es entstand in einer Kooperation zwischen dem Institut für Pharmazeutische Technologie, dem Institut für Mikrotechnik und der InSCREENeX GmbH. Der Blick durch das Mikroskop zeigt zwei ineinander laufende Mikrokanäle mit transparenten Elektroden, die durch eine poröse PET-Membran voneinander getrennt sind. In diesen 1 Millimeter breiten und 50 Mikrometer tiefen, also haardünnen, Kanälen werden Zellen kultiviert, die als Tierversuchsersatzmodell die Durchlässigkeit neuer Wirkstoffkandidaten testen können. Das Modell bietet die Möglichkeit, neue Medikamente für die Behandlung neurologischer Krankheiten, wie zum Beispiel Alzheimer, auf ihre Wirksamkeit zu untersuchen. 

Vorschläge einreichen

Sie fotografieren selbst und möchten ein Bild einreichen? Wir freuen uns über Vorschläge! Folgende Bedingungen sollte Ihr Bild erfüllen:

  • Bildgröße: mind. 2030px breit und 480px hoch
  • Urheberrechte: Sie besitzen die Urheberrechte an dem Bild und sind bereit, uns kostenlos die uneingeschränkten Nutzungsrechte zu übertragen.
  • Recht am eigenen Bild: Sind Personen auf Ihrem Foto zu sehen, müssen diese mit der Veröffentlichung des Bildes einverstanden sein.
  • Corporate Design: Collagen, extreme Perspektiven oder Verfremdungen sind in der zentralen Bildsprache der Technischen Universität Braunschweig nicht erlaubt. Mehr dazu lesen Sie auf unseren Webseiten zum Corporate Design.
  • Beschreibung: Sagen Sie uns in drei Sätzen, was auf Ihrem Bild zu sehen ist und wo es aufgenommen wurde.

Passt alles? Dann schicken Sie uns Ihr Foto mit dem Betreff „Bild des Monats“ an presse@tu-braunschweig.de. Die Entscheidung, welche Fotos wir veröffentlichen, behalten wir uns vor.

Bilder vergangener Monate

Bild des Monats Oktober 2018

Entmistungsroboter MultiRob in der Versuchsanlage. Bildnachweis: Ilja Stasewitsch/TU Braunschweig

Am Standort Grub der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LFL) wird ein Roboter getestet, der Bauern bei der Entmistung der Ställe helfen soll. Derzeit gibt es Roboter im Milchviehstall zur Reinigung der Laufflächen sowie stationäre Systeme zur Einstreu und manuelle Lösungen zur Reinigung der Liegeflächen. Der abgebildete Roboter „MultiRob“ soll alle Arbeiten vereinen und damit zum einen zu einer Entlastung des Landwirts führen und zum anderen durch häufigere Reinigungs- und auch Einstreuvorgänge zu einer Verbesserung des Tierwohls führen. Entwickelt wurde der Roboter vom Institut für mobile Maschinen und Nutzfahrzeuge (IMN) der TU Braunschweig zusammen mit der Firma Prinzing Maschinenbaun und der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LFL). Das Gemeinschaftsforsschungsprojekt wurde gefördert von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen des DIP Programms der Landwirtschaftlichen Rentenbank. Während die LFL das Tierverhalten und die Auswirkungen der Technik auf die Tiergesundheit untersuchte, erforschte das IMN Navigation und Lokalisierung des Roboters und entwickelte die Ablaufsteuerung – mit Fokus auf die besonderen Herausforderungen: die schwierigen bzw. schmutzigen Umgebungsbedingungen. Das Foto hat Ilja Stasewitsch während der Versuche aufgenommen.

Bild des Monats September 2018

Drei Stadien der Bearbeitung beim 3D-Betondruck am Institut für Tragwerksentwurf. Bildnachweis: Hendrik Lindemann/TU Braunschweig

In der Digital Building Fabrication Laboratory (DBFL) des Instituts für Tragwerksentwurf (ITE) wird mit Robotertechnik an einer 3D-Betondrucktechnik geforscht. Dazu gehören auch die Bewehrung und die Oberflächenbearbeitung. Drei Stadien der Bearbeitung zeigt unser Bild des Monats September, das nach einem Versuch entstanden ist. Eingereicht hat das Bild Hendrik Lindemann. Ziel war des Versuchs war es, eine Wand mittels des SC3DP (Shotcrete 3D Printing) aufzubauen und diese sowohl zu bewehren als auch nachzuarbeiten, um eine bessere Oberflächenqualität zu erreichen. Dazu wird erst die Wand in Schichten aufgetragen. Diese wird seitlich mit weiterem Spritzbeton angesprüht. In dem frischen Beton wird anschließend manuell eine Karbonmatte eingelegt. Diese wird ein weiteres Mal eingesprüht. Die letzte Schicht Spritzbeton wird dann final, hier noch händisch, geglättet. „Im Moment arbeiten wir zum einen daran, das Prinzip auf doppeltgekrümmte Flächen zu übertragen, und zum anderen an einer automatisierter robotischer Nachbearbeitung“, sagt Hendrik Lindemann, Urheber des Bildes.

Bild des Monats August 2018

Detailaufnahme der künstlichen Seegraswiese im Wellenkanal des Leichtweiß-Instituts für Wasserbau (LWI). Bildnachweis: Markus Hörster/TU Braunschweig

Sie sind bei Flut eine lichtdurchflutete Unterwasserwelt: Seegraswiesen. Auch in der Versuchshalle des Leichtweiß-Instituts für Wasserbau (LWI) ist im Wellenkanal eine solche Meereskinderstube zu finden. Doch wer genau hinsieht, wird keine echten Wasserpflanzen entdecken. Das Seegras, das in der Versuchshalle „wächst“, besteht aus Geschenkband. Das Bild des Monats Augusts zeigt eine Detailaufnahme dieser künstlichen Seegraswiese im Wellenkanal des LWI, die in Zusammenarbeit mit dem SeaArt-Projekt entstanden ist. Hydraulische Laborexperimente mit natürlichem Seegras in einem Wellenkanal sind nur unter hohem Aufwand möglich. Daher wird häufig künstliche Vegetation, zum Beispiel aus Polypropylen – also Geschenkband – verwendet. So werden dauerhaft gute, idealisierte Versuchsbedingungen ohne intensive Pflege ermöglicht. Im LWI werden verschiedene Materialien getestet, um den Pflanzen unter Wasser möglichst nahzukommen: zum Beispiel auch Schaschlikspieße oder starre Rundstäbe. Bei der Bemessung von Küstenbauwerken werden ökohydraulische Aspekte – also die Wechselwirkung von Pflanzen mit Wellen und Strömung – bislang nicht ausreichend berücksichtigt. Aus diesem Grund untersucht das LWI unter anderem, welchen Einfluss die Vorlandvegetation auf die Dämpfung der Wellenenergie an der Küste hat (EcoDike-Projekt).

Bild des Monats Juli 2018

Blick durchs Mikroskop auf das Zytoskelett von Melanomzellen. Bildnachweis: Anika Steffen/TU Braunschweig

Es könnten Ginkgo-Blätter sein, Quallen, die sich durchs Meer bewegen oder vielleicht auch bunte Pilze. Diese Assoziationen weckt das von Anika Steffen aus der Abteilung Zellbiologie des Zoologischen Instituts fotografierte Mikroskopbild. Tatsächlich zeigt unser Bild des Monats Juli das Zytoskelett in sieben verschiedenen Melanomzellen, das mit einem Pilztoxin aus Amanita phalloides (Grüner Knollenblätterpilz) angefärbt wurde.  Verschiedene Melanomzellen sind erkennbar, die in unterschiedlichen Farben entlang des Regenbogenspektrums dargestellt sind. Mit der Untersuchung der Zellen versucht Anika Steffen zu verstehen, wie Infektionsprozesse funktionieren. Denn: Infektionskrankheiten – verursacht durch Viren oder Bakterien – stellen eine weltweite Bedrohung dar. Neuartige Forschungsansätze sind für die Erkennung und Behandlung insbesondere in Zeiten der sich global entwickelnden Antibiotikaresistenzen wichtiger geworden. Dabei könnte die Forschung am Zellskelett eine wichtige Rolle spielen, da einige Erreger in der Lage sind, in menschliche Zellen einzudringen und beispielsweise das Zellskelett zu verändern.

Bild des Monats Juni 2018

Das älteste Buch in der Universitätsbibliothek Braunschweig: der „Gart der Gesundheit“. Bildnachweis: Kristina Rottig/TU Braunschweig

So ein Werk traut man sich kaum anzufassen: handgeschöpftes Büttenpapier aus dem 15. Jahrhundert, per Hand kolorierte Zeichnungen, am Rand Anmerkungen eines Nutzers aus einer längst vergangenen Zeit. Es ist das älteste Buch in der Universitätsbibliothek Braunschweig: der „Gart der Gesundheit“ von 1485, aus dem wir einen Ausschnitt in unserem Bild des Monats Juni zeigen. Der „Gart der Gesundheit“ ist so etwas wie die „Mutter aller Kräuterbücher“. Es zählt zu den wichtigsten spätmittelalterlichen Werken zur Naturkunde. 382 Pflanzen, 25 Drogen aus dem Tierreich und 28 Mineralien werden dort aufgeführt und vor allem ihre medizinische Verwendung beschrieben. Ergänzt werden die Texte in deutscher Sprache durch mehr oder weniger naturgetreue Illustrationen, wie die Abbildung der Gemeinen Wegwarte (Cichorium intybus) zeigt. Das Werk, verlegt von Peter Schöffer in Mainz, wurde zum Bestseller und war Grundlage vieler weiterer Kräuterbücher. Im so genannten Braunschweig-Zimmer wird der „Gart der Gesundheit“ unter besonderen klimatischen Bedingungen aufbewahrt.

Bild des Monats Mai 2018

Reagenzglas-Contest des Instituts für Werkstoffe während der TU-Night 2017. Bildnachweis: Sebastian Olschewski/TU Braunschweig

Chemisches Experiment oder einfach nur gefärbtes Wasser? Das fragte sich so mancher während der vergangenen TU-Night am Stand des Instituts für Werkstoffe. Mit den bunten Reagenzgläsern warben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für einen ganz besonderen Contest. Bei dem Wettbewerb sollten die filigranen Behälter so mit Papier, Alufolie, Strohhalmen, Schnüren und anderen Bastelutensilien geschützt werden, dass sie bei einem Sturz aus 2,50 Meter Höhe nicht zu Bruch gingen. Es wurden zum Beispiel Segel an den Reagenzgläsern befestigt, die die Fallgeschwindigkeit bremsten oder mehrere Schichten um die Gläser gewickelt, um den Aufprall abzufedern. Die leichteste Konstruktion – ermittelt mit einer Waage – gewann. Auch 2018 wird es bei der TU-Night wieder einen Wettbewerb geben, den Cockpit-Crash-Contest. Hier müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Piloten, verkörpert durch eine Nudel, vor einem Vogelschlag schützen.

Bild des Monats April 2018

Ein Pedellstab mit dem Siebzehneck des Mathematikers Carl Friedrich Gauß in einem Kreis aus Messing. Bildnachweis: Kristina Rottig/TU Braunschweig

Sie gehörten einst zum Zeremoniell einer Universität: Zepter, Talare, Pedellstäbe. Auch an der TU Braunschweig werden im Universitätsarchiv noch zwei solcher Stäbe aufbewahrt, die wir in unserem Bild des Monats April in den Fokus rücken. Die beiden Zeremonie-Objekte wurden 1952/53 angeschafft und ähnlich wie an mittelalterlichen Universitäten bei feierlichen Anlässen vorweggetragen. Bei Reden saßen die Pedelle mit den Stäben im Hintergrund und schufen so ein würdevolles Ambiente.  Die Pedellstäbe präsentieren den technischen und den wissenschaftlichen Zweig der Carolo-Wilhelmina – mit Zirkel und Winkeleisen in einem Zahnrad sowie dem Siebzehneck des Braunschweiger Mathematikers Carl Friedrich Gauß in einem Kreis aus Messing. Zum letzten Mal zum Einsatz kamen die Stäbe vermutlich 1966 bei der Rektoratsübergabe von Professor Kurt Löhner an Professor Karl Gerke. Beim Festzug vom Audimax zum Rektorat im Forumsgebäude schritten die Pedelle mit den Stäben in der Hand voran.

Bild des Monats März 2018

Nahaufnahme einer flexbilen Stromschiene aus dem Institut für Hochspannungstechnik und Elektrische Energieanlagen (elenia). Bildnachweis: Jonas Vogel/TU Braunschweig

Eigentlich sieht es aus wie ein altes Buch, dessen Seiten sich verfärbt haben. Doch tatsächlich handelt sich bei unserem Bild des Monats März um die Nahaufnahme einer Stromschiene aus dem Institut für Hochspannungstechnik und Elektrische Energieanlagen (elenia) . Diese flexible Schiene aus Kupferbändern ist an einer großen Spule befestigt und wird im Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungslabor eingesetzt. Sie kann als Energiespeicher oder Wechselstromwiderstand verwendet werden. Im elenia wird unter anderem an der Einbindung erneuerbarer Energien aus Offshore-Windenergie-Anlagen in den Meeren Nordeuropas geforscht. Mit der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) kann Energie verlustarm über große Entfernungen übertragen werden. Der von den Windturbinen erzeugte Wechselstrom wird zunächst in Gleichstrom umgewandelt, um diesen effizient ans Festland zu „transportieren“. An Land wird die elektrische Energie wieder in den erforderlichen Wechselstrom umgewandelt, damit dieser ins Übertragungsnetz eingespeist werden kann.

Bild des Monats Februar 2018

Blick in den Propulsor-Prüstand am Institut für Flugantriebe und Strömungsmaschinen. Bildnachweis: Sebastian Olschewski/TU Braunschweig

Ganz viel Wind und spannende Forschungsergebnisse erzielen die Ingenieurinnen und Ingenieure vom Institut für Flugantriebe und Strömungsmaschinen mit dem Propulsor-Prüfstand am Braunschweiger Forschungsflughafen. Hier erforschen und entwickeln sie die Gundlagen für die Flugzeugantriebe der nächsten Generation. In dem speziellen Windkanal werden diejenigen Flugantriebskomponenten untersucht, die den Schub zum Fliegen erzeugen. Dafür stehen ihnen eine Gesamtleistung von rund 3,5 Megawatt zur Verfügung. Die Ergebnisse der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Prof. Jens Friedrichs tragen zur Gestaltung zukünftiger verbrauchs- und emissionsärmerer Triebwerke und Propeller und ihrer Intergration in Flugzeuge bei.

Bild des Monats Januar 2018

Smarte Materialien, die das Eis brechen können. Bildnachweis: Christian Mendig/TU Braunschweig

Wer kennt das nicht in dieser Jahreszeit: Rutschpartien morgens auf dem Geh- und Radwegen, Eiskratzen an den Autoscheiben, zugefrorene Schlösser. Vereiste Flächen stellen im Winter zahlreiche Menschen vor Herausforderungen. In der Luftfahrt  kann die Eisbildung jedoch besonders gefährlich werden. Doch wie wäre es, wenn man Eis an Tragflügeln durch die gezielte Verformung der Oberfläche oder durch Strukturschwingungen abschütteln könnte? Forscherinnen und Forscher am Institut für Adaptronik und Funktionsintegration entwickeln neuartige Enteisungssysteme für Flugzeugtragflügel oder Hubschrauberbauteile. So untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wie smarte Materialien das Eis brechen können. Dabei berücksichtigen sie sogar die jeweilige Haftfähigkeit unterschiedlicher Eisarten.

Bild des Monats Dezember 2017

Zu sehen ist goldschimmernde Sinterbronze, die sich für den Einsatz an der Hinterkante eines Tragflügels eignet. Foto: Sebastian Olschewski/TU Braunschweig

Goldschimmernde Sinterbronze, die Fluglärm reduzieren kann. Bildnachweis: Sebastian Olschewski/TU Braunschweig

Ähnlich den weichen Flugfedern einer Eule können poröse Metalle den Fluglärm reduzieren, der an Tragflächen entsteht. Die goldschimmernde Sinterbronze ist ein poröses Metall, das sich für den Einsatz an der Hinterkante eines Tragflügels eignet, wie es am Sonderforschungsbereich 880 „Grundlagen des Hochauftriebs künftiger Verkehrsflugzeuge“ am Institut für Werkstoffe der Technischen Universität Braunschweig erforscht wird.

Bild des Monats November 2017

Zu sehen ist eine modellierte Zellstruktur, die mit einem 3D-Drucker des Rechenzentrums erstellt wurde.

Eine Phantasie-Zellstruktur aus dem 3D-Drucker des Gauß-IT-Zentrums. Bildnachweis: Jörg Kaminski/TU Braunschweig

Unser Bild des Monats November stammt aus dem Gauß-IT-Zentrum. Es zeigt eine modellierte Zellstruktur, die mit einem 3D-Drucker des Rechenzentrums erstellt wurde. Die bläuliche Färbung stammt von dem UV-Licht, das die ausgedruckte Kunststoffmasse Schicht für Schicht aushärten lässt. Dieser Testdruck zeigt, dass auch komplexere Geometrien mit dem 3D-Drucker erzeugt werden können. Das Gauß-IT-Zentrum bietet ein entsprechendes Dienstleistungsangebot allen Angehörigen der Technischen Universität Braunschweig an.

Bild des Monats Oktober 2017

Ausschnitt der Tartanbahn auf der Außenanlage des Sportzentrums in der Franz-Liszt-Straße. Bildnachweis: Sportzentrum/TU Braunschweig

400 Meter lang ist die Tartanbahn auf der Außenanlage des Sportzentrums in der Franz-Liszt-Straße. Bildnachweis: Sportzentrum/TU Braunschweig

Fit durchs Studium: Mit dem Beginn des Wintersemesters startete das neue Sport-Programm an der Technischen Universität Braunschweig. Mehr als 100 Sportarten werden auf dem Campus angeboten – neben Handball, Fußball, Jazz Dance, Tischtennis und Judo gibt es weitere spannende Kurse, wie Jokeiba, Dodgeball, Tabata, Flag-Football und Quidditch. Und natürlich wird auch auf der 400 Meter langen Tartanbahn auf der Außenanlage des Sportzentrums in der Franz-Liszt-Straße trainiert. Es handelt sich dabei um einen elastischen Insitu-Belag, der den Leichtathleten optimale Bedingungen bietet. Die Bahn reiht sich ein in das Angebot eines Outdoor-Fitnessparks, einer Finnbahn, eines Streetballplatzes, einer Tenniswand, Kunstrasen- und Beachplätzen sowie einer Slalom- /Crossstrecke auf diesem Gelände.

Bild des Monats September 2017

Zu sehen ist die Sauerstoffdüse einer A4-Rakete, die 1943 in Pilsen hergestellt wurde.

Sauerstoffdüse einer A4-Rakete, die 1943 in Pilsen hergestellt wurde. Bildnachweis: Constanze Seifert/Institut für Geschichtswissenschaft

Das Bild des Monats September stammt aus dem Forschungsprojekt „Meta-Peenemünde“ am Institut für Geschichtswissenschaft der TU Braunschweig. Die Historiker Daniel Brandau und die Historikerin Constanze Seifert untersuchen anhand von überlieferten Relikten die Erinnerung an die ehemaligen Versuchsanstalten Peenemünde im Nationalsozialismus. Die Sauerstoffdüse einer A4-Rakete wurde 1943 in Pilsen hergestellt und diente der optimalen Einspritzung und schließlich der Verbrennung des Treibstoffgemisches im Triebwerk. Die A4-Raketen wurden in den Versuchsanstalten Peenemünde für den Einsatz im Zweiten Weltkrieg entwickelt und getestet. Nicht nur beim Einsatz der „Vergeltungswaffen“ wurden viele Menschen getötet, sondern auch in der Serienproduktion im Nordharz starben tausende Häftlinge des KZ Mittelbau-Dora. Heute sind diese und andere Raketenteile in größerer Stückzahl im Depot des „Historisch-Technischen Museums Peenemünde“ zu finden. Sie wurden Anfang der 1990er Jahre auf Plexiglasscheiben montiert, mit kurzen Beschreibungen versehen sowie an Besucher des Ortes verschenkt.

Bild des Monats August 2017

Zu sehen ist ein Bodenprofil, dessen Farben von Schwarz bis hell gelb reichen.

Ein vertikales Bodenprofil. Bildnachweis: Marek Kruszewski/Institut für Geoökologie

Das Bild vom Institut für Geoökologie und zeigt den Ausschnitt eines vertikalen Bodenprofils. Der Boden hat sich aus sandigen Sedimenten in der norddeutschen Tiefebene unter humiden Bedingungen gebildet. Humus färbte den ursprünglich gelb-braunen Boden zunächst schwarz und wurde schließlich aus dem obersten Bereich („Horizont“) teilweise ausgewaschen. Der hierdurch entstandene gebleichte Horizont ist namensgebend für den Bodentyp „Podsol“. Der Name Podsol stammt aus dem Russischen und bedeutet „Ascheboden“. Unter dem Bleichhorizont findet man in Form eines dunklen Bandes einen Einwaschungshorizont, in dem Eisen- und Alumimiumoxide sowie Huminstoffe ausgefällt wurden und darunter schließlich das Ausgangsmaterial, einen eiszeitlichen Dünensand. Die nach unten reichende, dunkle Tasche im linken Teil des Bildes ist ein verfüllter Wurzelgang. Am Institut für Geoökologie werden Profile wichtiger Bodentypen für die Grundlagenausbildung im Studiengang Umweltnaturwissenschaften in Form von Lackprofilen ausgestellt.

Bild des Monats Juli 2017

Blaue Punkte sind von violettem Gewebefasern umgeben.

Durch die Antikörperfärbung werden wichtige Bestandteile der Zellskeletts sichtbar. Bildnachweis: Florian Hetsch/TU Braunschweig

Die Nervenzelle in Magenta stammt aus dem Zoologischen Institut, Abteilung Zellphysiologie von Dr. Florian Hetsch eingereicht. Im Zentrum des Bildes befindet sich eine Nervenzelle aus dem Hippocampus. Dies ist eine Region im Gehirn, die für die Gedächtnisbildung benötigt wird. Mittels Antikörperfärbung gegen das Protein alpha‐Tubulin werden wichtige Bestandteile der Zellskeletts sichtbar. Deutlich sind die feinen Fortsätze der Nervenzelle in Magenta zu erkennen. Mit einem weiteren Farbstoff wurde die DNA der Zellen angefärbt. Die Zellkerne leuchten dadurch in Cyan.

Bild des Monats Juni 2017

Der OPA dient in der Arbeitsgruppe von Professor Dr. Peter Jomo Walla u. a. dazu, infrarotes Laserlicht für Experimente mit Zweiphotonen-Anregung zu erzeugen. Mit Hilfe dieser Technik werden z. B. Energietransferwege zwischen verschiedenen Pigmenten in den Photosynthese-Apparaten von Pflanzen untersucht.

Optisch-Parametrischer Verstärker (OPA) erzeugt ultraschnelle Laserpulse mit verschiedenen Wellenlängen. In der Arbeitsgruppe Biophysikalische Chemie von Professor Dr. Peter Jomo Walla am Institut für Physikalische und Theoretische Chemie dient er unter anderem dazu, die extrem schnellen und effizienten Energietransferwege zwischen verschiedenen Pigmenten in photosynthetischen Lichtsammelapparaten zu untersuchen und mit diesem Wissen künstliche Lichtsammelsysteme für hocheffiziente Photovoltaik zu entwickeln.

 

Bild des Monats Mai 2017

Blühende Magnolie im Botanischen Garten der TU Braunschweig. Bildnachweis: Kristina Rottig/TU Braunschweig

Blühende Magnolie im Botanischen Garten der TU Braunschweig. Bildnachweis: Kristina Rottig/TU Braunschweig

Im Botanischen Garten der TU Braunschweig hat die Hochsaison begonnen: Nach den Frühblühern erwachen weitere Bäume, Sträucher und Pflanzen aus ihrem „Winterschlaf“ – oder dürfen aus dem warmen Gewächshaus wieder ins Freie ziehen. Die Magnolie ist nur eine von rund 4.000 Pflanzenarten, die der Botanische Garten zurzeit beherbergt. Ein Besuch lohnt sich daher immer, ob als Stippvisite in der Mittagspause oder zu einer der zahlreichen Veranstaltungen. Im Mai findet neben einer Themenführung zur Pflanzenwelt Nordamerikas beispielsweise ein Flohmarkt statt: Am Sonntag, 28. Mai, gibt es neben den üblichen Flohmarktschätzen seltene Pflanzen zu entdecken, die zugunsten eines geplanten Duft- und Tastgartens verkauft werden.

Bild des Monats April 2017

„Sputtern“ in der Vakuumkammer beim LENA - Laboratory for Emerging Nanometrology. Bildnachweis: Frederik Steib/TU Braunschweig

„Sputtern“ in der Vakuumkammer beim LENA – Laboratory for Emerging Nanometrology. Bildnachweis: Frederik Steib/TU Braunschweig

Plasma Deposition-Technik in Aktion: Das Bild zeigt eine Ultrahochvakuumkammer zur Beschichtung von Nitrid basierten Verbindungshalbleitern. Zu sehen ist ein so genannter Dual-Magnetron Prozess mit einem Argon-Stickstoff Gemisch zur Herstellung von hochqualitativem Aluminiumnitrid. Durch hohe elektrische Spannung bildet sich ein Plasma aus. Mit den entstehenden Ionen wird Material auf einem Target zerstäubt und kann als nitridische Verbindung auf einem Substrat aufwachsen. Die dabei entstehenden Schichten werden als Grundlage für ein Wachstum von nanoskaligen Halbleiterbauelementen verwendet. Die Erforschung von Nanomaterialien für den Einsatz in neuen kleinen Sensoren ist einer der Kernforschungsbereiche des neuen LENA-Forschungszentrums und der Forschungslinie Quanten- und Nanometrologie (QUANOMET) innerhalb der Wissenschaftsallianz der Technischen Universität Braunschweig mit der Leibniz Universität Hannover. Für die präzise und umfassende Charakterisierung dieser Strukturen bietet die LENA- Infrastruktur mit hochmodernen analytischen Großgeräten optimale Voraussetzungen.

Bild des Monats März 2017

Shadowgraphie (Schattenbild) eines Tropfens, der auf eine reflektierende Glasplatte fällt.

Explodierender Tropfen. Bildnachweis: David Burzynski/Institut für Strömungsmechanik

Regentropfen auf der Fensterscheibe kennt jeder zur Genüge. Spannend wird es erst, wenn man den richtigen Moment abpasst: David Burzynski vom Institut für Strömungsmechanik hat festgehalten, wie ein Wassertropfen auf einer trockenen Glasplatte aufprallt. Dabei ist ein dünner Flüssigkeitsfilm zu sehen, der sich im Laufe der Zeit ausbreitet und die Form einer Krone bildet. Durch Kapillarwirkung bricht die Krone auf und es entsteht eine Wolke von Sekundärtropfen. Dieser Prozess wird auch als Splashing bezeichnet. Nachträglich eingefärbt ergibt sich so eine ganz besondere Momentaufnahme. Technisch möglich wird eine solche Aufnahme durch einen innovativen Versuchsaufbau und das Verfahren der Shadowgraphie. Dabei wird der Aufprall des Tropfens mithilfe eines starken Laserpulses sichtbar gemacht und mit besonderen Kameras als „Schattenbild“ festgehalten. Am Institut für Strömungsmechanik wird dieses Abbildungsverfahren genutzt, um den zeitlichen Ablauf des Splashings detailliert zu verstehen. Hilfreich ist dies beispielsweise bei der Modellierung von Flugzeugvereisung oder Fahrzeugverschmutzung.

Bild des Monats Februar 2017

Wellenförmige Struktur auf blauem Grund mit roten Bildpartien.

Gewebefasern in polarisiertem Licht. Bildnachweis: Institut für Füge- und Schweißtechnik

Unser Bild des Monats Februar stammt aus dem Institut für Füge- und Schweißtechnik. Es zeigt Gewebefasern mit Membranen, die lagenweise miteinander verklebt werden. Sie werden unter anderem in Funktionskleidung eingesetzt. Die hohe Anforderung an Luft- und Feuchtigkeitsaustausch erfordern komplizierte Schichtaufbauten der Gewebe. Das Bild zeigt einen Ausschnitt eines eingebetteten und polierten Schnitts durch einen Aufbau Faser/Membran/Faser mit einer Klebstoffschicht. Mit polarisiertem Licht werden die einzelnen Lagen sichtbar gemacht. Die Oberfläche der Probe wird in diesem Bild mit einer 50-fachen Vergrößerung betrachtet. Klebtechnik mit ihren vielfältigen Einsatzbereichen ist ein Forschungsschwerpunkt am Institut für Füge- und Schweißtechnik.

Bild des Monats Januar 2017

Feuerschein hinter einer Reihe von Glasbausteinen

Wärmende Kaminatmosphäre für kalte Januartage: Unser Bild des Monats Januar stammt aus der Materialprüfanstalt für das Bauwesen. BIldnachweis: IBMB/MPA

Wärmende Kaminatmosphäre für kalte Januartage: Unser Bild des Monats Januar stammt aus der Materialprüfanstalt für das Bauwesen. In einer speziellen Anlage wird in der Beethovenstraße 52 der Feuerwiderstand von Bauteilen wie Glasfassaden in Originalgröße bestimmt. Das Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz der TU Braunschweig (iBMB) nutzt die Einrichtung, um neuartige Baumaterialien wortwörtlich einer Feuerprobe zu unterziehen. Die Materialprüfanstalt für das Bauwesen (MPA) ist ein Landesbetrieb im Geschäftsbereich des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. Die jahrzehntelange Kooperation zwischen MPA und iBMB ermöglicht eine enge Verknüpfung von Forschung und Materialprüfung. Durch die gemeinsame Nutzung von Personal sowie Forschungs- und Prüfungseinrichtungen entstehen Synergieeffekte.

Bild des Monats Dezember 2016

schwarze hohle Rollen mit unterschiedlichem Durchmesser liegen nebeneinander undwerden bunt beleuchtet.

Es sieht aus wie Geschenkpapier -Die ultraleichten und sehr robusten „Gossamer Strukturen“ werden in der Raumfahrt eingesetzt. Bildnachweis: IAF/TU Braunschweig

Auf dem Bild des Monats Dezember sind sogenannte Gossamer Strukturen zu sehen. Was auf dem Foto ein wenig an Geschenkpapier erinnert, ist in Wirklichkeit zehn Mal dünner als ein Haar. Im Weltraum kann sich diese ultra-leichte und robuste Konstruktion unter anderem zu sehr großen Flächen entfalten. Grundtechnologie für diese Strukturen ist ein aufrollbarer Faserverbundleichtbaumast, der je nach Belastung für die jeweilige Anwendung dimensioniert und gefertigt wird. Ein Meter dieser aufrollbaren Konstruktion wiegt in etwa soviel wie ein Standardbrief der Post. Als Solarkollektoren zur Energieerzeugung oder als Bremssegel zur Weltraumschrottvermeidung sowie für Sonnensegel als alternative Antriebstechnologie konnten bereits Demonstratoren in Raumfahrtmissionen angewendet werden. Martin Zander erforscht am Institut für Adaptronik und Funktionsintegration der Technischen Universität Braunschweig zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt diese entfaltbaren Raumfahrtstrukturen.

Bild des Monats November 2016

Aufnahme von gelb, blau, rot und grün fluoreszierenden Zellen.

Hirntumorzellen im Mikroskop. Bildnachweis:  Jochen Meier/Zoologisches Institut

Die bunten Farben könnten an Korallen oder Tropenfische erinnern, doch der Eindruck täuscht: Unser Bild des Monats November, eingereicht von Professor Jochen Meier aus dem Zoologischen Institut, zeigt den aggressivsten Zelltyp eines Hirntumors. Die Farbigkeit entsteht durch die Aufnahme mit einem Fluoreszenzmikroskop. Mit dessen Hilfe können unterschiedliche Zelltypen im Gehirn dargestellt werden. Leuchtend gelb erscheinen die tief im Gehirn liegenden Hirntumorzellen, blau ihre Zellkerne und rot und grün zwei Oberflächenantigene. Eine einzige Tumorstammzelle reicht aus, um einen Tumor neu wachsen zu lassen. Umso wichtiger ist ihre Erforschung in der Zellkulturschale, aber auch im Gesamtorganismus, um das Verhalten der Krebszellen besser zu verstehen. Professor Jochen Meier betreibt Grundlagenforschung im Bereich der Zellphysiologie am Zoologischen Institut der TU Braunschweig.

Bild des Monats Oktober 2016

Das Forschungstriebwerk ist drei Meter lang, zwei Tonnen schwer und erzeugt 110.000 Newton Schubkraft.

Das Forschungstriebwerk ist drei Meter lang, zwei Tonnen schwer und erzeugt 110.000 Newton Schubkraft. Bildnachweis: TU Braunschweig

Unser Bild des Monats Oktober zeigt das Forschungstriebwerk des Instituts für Flugantriebe und Strömungsmaschinen im Niedersächsischen Forschungszentrums für Luftfahrt (NFL). Weitere Informationen finden Sie in der Presseinformation „Neues Versuchstriebwerk: Schubkraft für die Luftfahrtforschung“ der TU Braunschweig vom 9. Oktober 2014.