Notizblog

Wir halten Sie auf dem Laufenden – mit Meldungen aus Instituten und unseren Servicestellen sowie Notizen rund um die TU Braunschweig.

Der Student Léon Lüer während der Ehrungsveranstaltung. 1. Februar 2023

TU-Student Léon Lüer erhält „BNP Paribas-DFH-Stipendium“

Ende Januar zeichnete die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) herausragende Studierende und Absolvent*innen ihrer binationalen und trinationalen Studiengänge aus. Für seine außergewöhnlichen Studienleistungen erhielt TU-Student Léon Lüer ein "BNP Paribas-DFH-Stipendium". Sein Studiengang „Doppelabschluss für Systemtechnik“ ist ein Dual Degree-Programm zwischen der Technischen Universität Braunschweig und der Université de Technologie de Compiègne in Frankreich. Das Stipendium ist mit 3000 Euro dotiert und wird von der französischen Großbank BNP Paribas finanziert.

„Diese jungen Talente stehen für die Zukunft der deutsch-französischen Freundschaft und im Mittelpunkt der europäischen Zusammenarbeit. Sie durch solche Kooperationsprogramme frühzeitig in Kontakt mit grenzüberschreitend tätigen Institutionen und Wirtschaftsakteuren zu bringen, ist uns deshalb ein besonderes Anliegen, weil jeder davon profitiert und somit auch Europa stärker wird“, sagte DFH-Präsident Prof. Dr. Philippe Gréciano bei der Auszeichnung.

Studierende des Dual Degree-Programms an der TU Braunschweig und der Université de Technologie de Compiègne in Frankreich erwerben zwei Abschlüsse, ohne dass sich ihre Studiendauer verlängert. Sie schließen ihr Studium mit dem Französischen Diplôme d'Ingénieur und dem deutschen Master of Science ab.
30. Januar 2023

Roadmap der Deutschen Katalyseforschung veröffentlicht

Die UN-Nachhaltigkeitsziele „Bezahlbare und saubere Energie“ und „Nachhaltiger Konsum und Produktion“ stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit katalytischen Technologien wie der elektrokatalytischen Wasserspaltung zur Herstellung von Wasserstoff mit Sonnen- und Windenergie oder der nachhaltigen Synthese von Kraftstoffen aus Kohlendioxid oder von Funktionschemikalien aus nachwachsenden Rohstoffen. Auch die Ziele geschlossener stofflicher Kreisläufe oder einer kohlenstoffneutralen chemischen Industrie lassen sich ohne Katalyse nicht erreichen. Aber auch die Welternährung, Gesundheit, sauberes Wasser sowie klimaneutrales Handeln sind Themenfelder, in denen Katalyse essenziell ist und in der Zukunft zunehmende Bedeutung erhalten wird.

Welche Rolle die Katalyse dabei spielen wird und welchen Forschungsbedarf es gibt, zeigt die jetzt von der German Catalysis Society (GeCatS) veröffentlichte "Roadmap der Deutschen Katalyseforschung" (Download als PDF). Auch die TU BRaunschweig ist mit einem Beitrag zur "Elektrokatalytischen Reaktionstechnik" vertreten (Institut für Technische Chemie, Technische Elektrokatalyse (ITEC), Prof. Dr. Mehtap Özaslan).
10. Januar 2023

Innovation Plus: Zehn Lehr-Lernprojekte bewilligt – MWK fördert die Lehre mit 450.000 Euro

Die Technische Universität Braunschweig war bei dem Förderprogramm „Innovation Plus erfolgreich. Zehn Projekte für innovativen Studien- und Lehrformate werden vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert. Das Programm „Innovation plus“ legte in dieser Förderperiode den Fokus auf die Entwicklung und Umsetzung innovativer Lehr- und Lernkonzepte. Die geförderten Projekte dienen insbesondere der Weiterentwicklung von Lehrmodulen, aber auch Elementen von Modulen, die Studierende im Lernprozess unterstützen.

„Innovation Plus“ versteht sich als Impulsgeber und gibt Anschubfinanzierung für Lehrkonzepte, die bei Erfolg in das Lehrangebot der Hochschulen aufgenommen werden sollen. Landesweit wurden 122 Projektanträge eingereicht, davon 21 von der TU Braunschweig, von denen jetzt zehn bewilligt worden sind. Die meisten Projekte sind in der Fakultät für Geistes- und Erziehungswissenschaften angesiedelt, die an vier der zehn bewilligten Projekten beteiligt ist. Die Laufzeit der einzelnen Projekte beträgt ein bis zwei Semester.

Die von der TU Braunschweig geförderten Projekte unterstützen eine Vielzahl von Aktivitäten in der Lehre, von der Einführung neuer Lernapps, dem Ausbau bestehender Simulationstool über die Erarbeitung neuer Lernmaterialien bis hin zum Aufbau komplett neuer Angebote.

Die Module der geförderten Lehr- und Lernformate und ihre Antragsteller*innen:
- Prof. Bernhard Weber, „Musiktheorie und Gehörbildung“
- Jun.-Prof. Michael Heere, „Brennstoffzellensysteme“
- Prof. Martin Korte, „Lernen durch Lehren“
- Prof. Thomas Siefer, „Grundlagen spurgeführter Verkehr und ÖPNV“
- Dr. Nicolas Schlüter, Prof. Daniel Schröder, „Elektrochemie – Praktikum der Elektrochemie; Interdisziplinäres Forschungsmodul Batterie“
- Dagmar Hinrichs, Dorothea Kirsch-Tietz, „Biologische Bildungsarbeit“
- Prof. Volker Bach, Prof. Mathias Hattermann, „Mathematik lehren und lernen am Gymnasium“
- Dr. Gesa Heinrich, Cornelia Borchert, Prof. Kerstin Höner, „Grundlagen der Organischen Chemie; Naturwissenschaften vermitteln“
- Prof. Kai Schröter, „Pool überfachliche Qualifikationen“
- Dr. Hannes Müller-Thomy, „Pool überfachliche Qualifikationen“
16. Dezember 2022

Ein Rückblick auf die „Ricarda Huch Poetikdozentur für Gender in der literarischen Welt“

Die Online-Veranstaltung „Ozeanisch Schreiben. Ein Dialog in vierter Dimension“ ist der (vorerst) letzte Akt einer intensiven Auseinandersetzung des Braunschweiger Zentrums für Gender Studies mit Literatur. Das Zentrum für Gender Studies wirft einen abschließenden Blick auf die Bedeutung der Poetikdozentur, auf die Vielfalt der Preisträger*innen und deren literarische Geschlechterdimensionen. Der Stream der abschließenden Diskussionist abrufbar.
Die Online-Veranstaltung „Ozeanisch Schreiben. Ein Dialog in vierter Dimension“ ist der (vorerst) letzte Akt einer intensiven Auseinandersetzung des Braunschweiger Zentrums für Gender Studies mit Literatur. Das Zentrum für Gender Studies wirft einen abschließenden Blick auf die Bedeutung der Poetikdozentur, auf die Vielfalt der Preisträger*innen und deren literarische Geschlechterdimensionen. Der Stream der abschließenden Diskussion ist abrufbar.
Sieben Jahre sind seit Gründung der „Ricarda Huch Poetikdozentur für Gender in der literarischen Welt“ vergangen. Auf Anregung von Jan Röhnert, Professor am Institut für Germanistik und in enger Zusammenarbeit mit dem Braunschweiger Zentrum für Gender Studies, der Stadt Braunschweig, der Fakultät für Geistes- und Erziehungswissenschaften der TU Braunschweig und dem Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte entstand das Konzept einer Poetikdozentur neuartigen Zuschnitts. Die sechs Preisträger*innen der Braunschweiger Poetikdozentur repräsentieren ein breites Spektrum von Genres.
Die zweite Besonderheit der Poetikdozentur bestand darin, dass sie die übliche Kombination von Preisverleihung und öffentlichen Vorlesungen mit einem Lehrauftrag für kreatives Schreiben verband. Auf diese Weise wurde nicht nur die allgemeine, literarisch interessierte Öffentlichkeit der Stadt und der Hochschulen angesprochen. Die Dozentur bot zusätzlich Studierenden die Chance, den Preisträger*innen ‚in den Kochtopf‘ zu schauen und an einem Kurs für kreatives Schreiben teilzunehmen.
6. Dezember 2022

Bet Tfila mit Forschungsprojekt in der „Nationalen Strategie gegen Antisemitismus“ vertreten

Der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, Felix Klein, stellte die "Nationale Strategie gegen Antisemitismus" vor. Darin ist auch ein Projekt der an der Fakultät Architektur, Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften angesiedelten Forschungsstelle Bet Tfila eingebunden.

Darin heißt es: "Das Verbundprojekt Net Olam soll eine Übersicht über Angriffe auf jüdische Friedhöfe von der Weimarer Republik bis heute schaffen, mit einem Schwerpunkt auf Niedersachsen. Ziel ist auch der Aufbau eines bundesweiten Netzwerks. Die Braunschweiger Forschungsstelle Bet Tfila wird sich in einem Teilprojekt mit der Einbindung jüdischer Friedhöfe in die Gedenklandschaft beschäftigen."

Das Verbundprojekt "Net Olam – Jüdische Friedhöfe im Fokus von Antisemitismus und Prävention" führt die Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur, TU Braunschweig, seit September 2021 gemeinsam mit dem Salomon Ludwig Steinheim-Institut in Essen und dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege durch. Es wird vom BMBF in der Förderlinie „Aktuelle Dynamiken und Herausforderungen des Antisemitismus“ vier Jahre lang gefördert. Ziel ist es, eine Strategie zu entwickeln, mit der jüdische Friedhöfe besser vor Schändungen geschützt werden. Dazu erarbeitet das Forscherteam erstmals einen systematischen Übersicht von Schändungsereignissen für ganz Deutschland, um daraus Hinweise zur Prävention abzuleiten. Im Teilprojekt "Gedenken, Erinnern, Mahnen" untersucht die Bet Tfila - Forschungsstelle jüdische Friedhöfe als Orte der Gedenklandschaft und des ehrenamtlichen Engagements. Im Rahmen des Projektes wird außerdem das Net Olam-Netzwerk (abgeleitet von Bet Olam, der hebräischen Bezeichnung jüdischer Friedhöfe) aufgebaut, in dem sich all jene austauschen, die sich - oft schon seit vielen Jahren - um jüdische Friedhöfe bemühen. Über das Projekt berichtet das Team regelmäßig auf seinem Blog, in dem sich auch ein Link zur Mailingliste des Net Olam-Netzwerks findet.
29. November 2022

Wasserstoffforschung: DWV Innovationspreis für Jakob Trägner

Jakob Trägner hat 2021 seine Masterarbeit zum Thema „Degradationsmechanismen der Katalyseschichten einer PEM-Brennstoffzelle und Möglichkeiten zur Erhöhung der Fahrzeuglebensdauer“ beim DWV-Wettbewerb zur besten akademischen Abschlussarbeit eingereicht. Am 2. Dezember wird ihm der Preis in Berlin überreicht.

Der DWV - Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband e.V. ist die Dachorganisation all jener in Deutschland, die sich für den allgemeinen Einsatz von Wasserstoff als Energieträger in der Wirtschaft einsetzen und dafür, dass Wasserstoff aus regenerativen Energien – für eine nachhaltige Energiewirtschaft – erzeugt wird.

Die Arbeit ist in der Arbeitsgruppe thermische Energiesysteme des Instituts für Thermodynamik entstanden, wo sich die Forschenden u.a. mit wasserstoffbasierten Energiesystemen beschäftigen: Brennstoffzellensysteme für die Luftfahrt, PKW und LKW sowie H2-Tankstellen und H2-Verflüssigung. Diese Forschungen werden durch Innovationslabore (NDS), BMWK, BMBF, SE2A, DBU (Deutsche Bundesstiftung Umwelt) sowie der Industrie finanziert. Herr Trägner setzt seine Arbeit an der TU Braunschweig im Rahmen einer Promotion in enger Kooperation mit Prof. Mehtap Özaslan fort.
24. November 2022

Prof. Holger Hopp erhält ACTFL Paul Pimsleur Award

Gemeinsam mit Dr. Dieter Thoma von der Universität Mannheim wurde Professor Holger Hopp vom Institut für Anglistik und Amerikanistik der TU Braunschweig mit dem ACTFL Paul Pimsleur Award ausgezeichnet. Damit wird jährlich die beste veröffentlichte Studie zum Fremdsprachenlernen in internationalen Fachzeitschriften gewürdigt. Verliehen wird der Preis von der American Convention of Teachers of Foreign Languages (ACTFL), einer Organisation mit mehr als 13.000 Mitgliedern.

Den Preis erhalten die beiden Wissenschaftler für einen Beitrag im "Modern Language Journal" aus dem BMBF-geförderten Projekt „MEG-SKoRE“. In dem Beitrag zeigen sie, dass gezielt eingesetzte grammatische Sprachvergleiche im Fremdsprachenunterricht zu signifikanten Lernfortschritten führen. Der Preis ist mit 500 US-Dollar dotiert und wurde am 20. November in Boston überreicht.
15. November 2022

Prof. Sabine C. Langer zur Präsidentin der DEGA ernannt

Im September 2022 konstituierte sich der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Akustik (e.V., DEGA) der die Geschäfte der DEGA in den kommenden zwei Jahren führen wird. Dabei wurde Professorin Sabine C. Langer vom Institut für Akustik der TU Braunschweig zur Präsidentin der wissenschaftlichen Gesellschaft ernannt. Nach ihrer Zeit als Vize-Präsidentin der DEGA tritt Prof. Sabine C. Langer die zweijährige Präsidentschaft an und übernimmt diese von Ihrem Vorgänger Prof. Jesko Verhey (O.-v.-G. Universität Magdeburg).

Die DEGA wurde im Jahr 1988 als Nachfolgeinstitution der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Akustik gegründet und ist ein gemeinnütziger wissenschaftlicher Verein. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, der Akustik zu dienen, ihre Mitglieder und alle an der Akustik Interessierten einander näher zu bringen, deren Gesamtheit und gemeinsame Belange im In- und Ausland zu vertreten sowie den Erfahrungsaustausch insbesondere mit ausländischen Kolleginnen und Kollegen zu fördern. Die DEGA hat zur Zeit ca. 1.960 persönliche Mitglieder, die vornehmlich aus dem deutschsprachigen Raum stammen. Die DEGA ist assoziiert mit der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e.V. (DPG)und ist Mitglied in den internationalen Dachverbänden European Acoustics Association (EAA), International Commission on Acoustics (ICA) sowie dem International Institute of Noise Control Engineering (I-INCE).
14. November 2022

Architektursymposium zum Umgang mit jungen Denkmalen 1972/2022

Beim Symposium 1972/2022 MONUMENTS FOR FUTURE IN PRACTICE – des DFG-Netzwerk Bauforschung Jüngere Baubestände 1945+ beschäftigen sich über 20 Fachexpert*innen der Bauforschung, Architektur und Denkmalpflege aus ganz Deutschland und der DACH Region mit Fragen zur Erhaltung und Fortschreibung der Nachkriegsmoderne unter Berücksichtigung von aktuellen Nachhaltigkeitsaspekten. Das Symposium findet vom 17. bis zum 19. November im Rahmen des 50. Jubiläums von Kongress am Park Augsburg statt. Das DFG-Netzwerk wurde unter Mitwirkung von Dr. Sebastian Hoyer und PD Dr. Olaf Gisbertz von der TU Braunschweig 2018 als interdisziplinärer Verbund von Wissenschaftler*innen aus Architektur, Bauingenieurwesen und Denkmalpflege gegründet.
9. November 2022

IBPC 2022: Posterpreis für Nachwuchswissenschaftler des Instituts für Partikeltechnik

Der wissenschaftliche Mitarbeiter Marcel Weber (M. Sc.) wurde im Rahmen der International Battery Production Conference (IBPC) mit dem zweiten Platz des Posterawards ausgezeichnet. Herr Weber erhält den Preis für seine Ergebnisse zum Einsatz von Extrudern in der Elektrodenherstellung. Aufbauend auf seiner Entwicklung eines Qualitätsparameters kann die Elektroden- und Batterieperformance beschrieben und vorhergesagt werden.

Weber studierte Verfahrenstechnik und Bio- und Chemieingenieurwesen an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach sowie der TU Braunschweig. Seit 2019 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Partikeltechnik der TU Braunschweig im Bereich Batterieverfahrenstechnik.

Die International Battery Production Conference 2022 fand vom 7. bis 9. November in Braunschweig statt und wurde ausgerichtet von der Battery LabFactory Braunschweig (BLB). An der Konferenz mit sechs Keynotes, 48 Fachvorträgen und 107 Posterbeiträgen haben 290 Interessierte teilgenommen. Die Konferenz behandelt alle Themen rund um die Batterieproduktion der Zukunft und richtet sich in erster Linie an Akteure aus der Batteriezellproduktion und -forschung.
8. November 2022

Effizienzsteigerung in der Batteriezellfertigung

Während Elektroden in kontinuierlichen, bahngebundenen Prozesse mit hoher Produktivität hergestellt werden, ist die Batteriezellfertigung in ihrem Durchsatz durch den hohen Anteil an Anfahr- und Bremsvorgängen begrenzt. Die Entwicklung von Technologien zur kontinuierlichen Prozessführung für die Herstellung und Inspektion der Batteriezellen verspricht daher erhebliche Potenziale in der Produktivitätssteigerung. Dieses Ziel wird auch in dem Forschungsvorhaben "Durchsatzsteigerung in der Lithium-Ionen-Batterieproduktion durch kontinuierliche Teilprozesse" (DuLiPro) verfolgt. Das Projekt ist am 1.10.2022 gestartet und auf eine Laufzeit von drei Jahren ausgelegt. Das Vorhaben am Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik (IWF) wird im Rahmen der Förderinitiative „Batterie 2020 Transfer“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Die Ergebnisse können in vielfältiger Weise in die Industrie übertragen werden und tragen in hohem Maße zur Effizienzsteigerung in der Batteriezellfertigung bei. Die im Projekt adressierten Technologien zur kontinuierlichen Prozessführung bilden die Grundlage neuer Produkte und Lösungen für Hochdurchsatzanwendungen. Die durchsatzgesteigerten Qualitätsüberprüfungen ermöglichen eine Senkung der Ausschussrate bei gleichzeitig hoher Taktzeit.
8. November 2022

Potenziale urbaner Produktion

Urbane Produktion bietet zahlreiche Vorteile, sowohl für Unternehmen als auch Einwohner*innen. Das Verbundprojekt Urban Factory II entwickelt Ansätze, mit denen Städte als Fabrikstandorte ressourceneffizienter werden können – von geteilten Werkskantinen und E-Ladesäulen bis zur öffentlichen Nutzung der Abwärme. „Wir wollen untersuchen, was die Potenziale und Erfolgsfaktoren urbaner Produktion sind“, erklärt Michael Bucherer, Architekt und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Konstruktives Entwerfen, Industrie- und Gesundheitsbau (IKE), im aktuellen Beitrag des Innovationsportals "Besser Smart". Insgesamt 14 Partner aus Hochschulen, Institutionen und Industrie sind in dem interdisziplinären Team unter Leitung der TU Braunschweig versammelt. In Braunschweiger und Wolfsburger Quartieren wollen sie gemeinsam mit Produktionsunternehmen und Anwohner*innen zunächst „Konfliktfelder und Kooperationsmöglichkeiten“ analysieren und schließlich „Innovations- und Effizienzpotenziale“ erschließen. Zukunftsvision der Projektpartner ist, dass eine ressourceneffiziente Produktion zum selbstverständlichen Bestandteil moderner Stadtbilder wird.
7. November 2022

Professorin Beate Muschalla erhält Boxberger-Rehabilitationsforschungspreis Bad Kissingen

Für eine Repräsentativstudie zum Thema Arbeitsängste wurde Professorin Beate Muschalla vom Institut für Psychologie mit dem Boxberger-Preis Bad Kissingen 2022 ausgezeichnet. Der im zweijährigen Turnus verliehene Preis wird im Bereich der Rehabilitationsmedizin vergeben. Die Forschungsarbeiten aus dem Bereich der Gesundheitswissenschaft sollen einen Beitrag leisten zur Weiterentwicklung des modernen Gesundheitswesens und für Anwendungen speziell in Kurorten.

In ihrer bundesweiten Untersuchung stellte Professorin Muschalla fest, dass sieben Prozent der Personen im berufsfähigen Alter spezifische auf den Arbeitsplatz bezogene Ängste aufweisen. In schweren Formen führen diese bis zur phobischen Arbeitsplatzvermeidung. Langzeitarbeitsunfähigkeiten können auch ein volkswirtschaftliches Problem werden, so Muschalla. Leistungsversagen, soziale Konflikte, Mobbing oder auch erhöhte Aggressivität können mit Arbeitsplatzproblemen einhergehen. „Die Arbeitsfähigkeit kann mit der richtigen Diagnose und einer gezielten arbeitsbezogenen Behandlung wiederhergestellt werden“, erklärt die Wissenschaftlerin. Präventiv nutzen klare Kommunikation, Regeln und Strukturen an Arbeitsplätzen, feste Zuständigkeiten, sowie fähigkeits- und kompetenzgerechte Aufgabenverteilung.
27. Oktober 2022

Spitzenleistung: TU-Auszubildende geehrt

Mit einer Eins vor dem Komma wurden jetzt fünf Auszubildende der TU Braunschweig für ihre hervorragenden Leistungen in ihren Abschlussprüfungen von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Braunschweig geehrt. Die Bestenehrungen unterstreichen die herausragenden Leistungen der jungen Nachwuchskräfte sowie ihrer Ausbildungsbetriebe und Ausbilder*innen. Insgesamt wurden 132 erfolgreiche Absolvent*innen, die im Sommer ihre Ausbildung beendet haben, ausgezeichnet.
Besonders engagiert als ausbildende Einrichtung an der TU Braunschweig ist das Institut für Mikrotechnik, das gleich drei der fünf Ausgezeichneten ausgebildet hat. Die beiden Mikrotechnolog*innen Emily Goscheva und Hamdi Sharaf wurde beide von der Ausbilderin Bettina Thürmann betreut und die Kauffrau für Büromanagement Katharina Klein von Sabine Kral-Aulich. Die beiden anderen Kauffrauen für Büromanagement Charlyn Rudolf von der Ausbilderin Elke Knackstedt im Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik und Justine Anders in der Zentralstelle für Weiterbildung von dem Ausbilder Antun Borkovic.

Das Ausbilderin Sabine Kral-Aulich, freut sich über die wiederholt guten Ergebnisse der Absolvent*innen des Instituts für Mikrotechnik und wirbt für eine Ausbildung: „Eine Ausbildung an der TU ist sicherlich besonders: Zum einen haben wir es hier mit so vielen anderen jungen Menschen zu tun, die in ihrem Studium in einer ähnlichen Lernsituation sind, zum anderen ist die Uni durch die Vielzahl an Forschungsprojekten, an denen man als Azubi mitarbeitet, eine außergewöhnliche Arbeitgeberin. Für mich persönlich ist das Ausbilden eine Win-Win-Situation, ich lerne durch die Fragen meiner Auszubildenden Arbeitsabläufe zu hinterfragen und durch private Gespräche beispielsweise neue Musik kennen.“
27. Oktober 2022

KARMIN – Evaluation des infektionspräventiven Patientenzimmers

Das Ausmaß der Krankenhausinfektionen mit multiresistenten Erregern ist beträchtlich. Gleichzeitig stehen in deutschen Krankenhäusern kaum Einzelbettzimmer zur Verfügung. Aus Sicht der Architektur stellen sich somit unter anderem folgende Fragen: Wie kann eine kluge Raumplanung im Patientenzimmer sämtliche Arbeits- und Hygieneprozesse unterstützen? Welche Materialien und Oberflächen lassen sich besonders gut reinigen und sollten deshalb verbaut werden? Im Rahmen des Forschungsprojekts „Krankenhaus, Architektur, Mikrobiom und Infektion“ (KARMIN) ist ein interdisziplinäres Forschungsteam diesen Fragestellungen nachgegangen. Unter Federführung des Instituts für konstruktives Entwerfen, Industrie- und Gesundheitsbau (IKE) wurde ein Demonstrator konzipiert und gebaut. Das begehbare Patientenzimmer wurde vom 27. Oktober bis zum 22. November 2020 auf dem Gelände des Campus Mitte der Charité – Universitätsmedizin Berlin für die Besichtigung und eine quantitative und qualitative Befragung zugänglich gemacht. 183 Teilnehmende aus den Bereichen Hygiene & Infektionsprävention, Reinigung, Gestaltung & Planung, medizinisches Personal sowie weiterer relevanter Berufsgruppen wurden vor Ort mittels eines Fragebogens befragt und zudem wurden vier Experteninterviews durchgeführt.

Dazu ist jetzt die Publikation "KARMIN - Evaluation des infektionspräventiven Patientenzimmers" entstanden. Die Veröffentlichung stellt die Ergebnisse, Interpretation und wichtigsten Schlussfolgerungen der quantitativen und qualitativen Evaluierung des KARMIN-Patientenzimmers durch das Forschungsteam des IKE dar.

Die Publikation ist im Fraunhofer IRB Verlag erschienen und steht als PDF zum Download zur Verfügung.
27. Oktober 2022

Perspektiven: Energieeffiziente Batterieelektroden-Produktion

Die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien ist mit einem hohen Energieaufwand verbunden. Die Elektrodentrocknung ist der energieintensivste Prozess in der Prozesskette. Bei der Trocknung wird das Lösungsmittel der Elektrodensuspension verdampft. Dadurch verfestigt sich die Elektrodenschicht auf der Stromabnehmerfolie und bestimmt im Wesentlichen deren poröse Struktur, die einen direkten Einfluss auf die Zellleistung hat. Die Trocknung erfolgt in einem konventionellen Rolle-zu-Rolle-Verfahren in Konvektionsöfen mit Längen von bis zu 80 Metern. Die eingeblasene Heißluft dient sowohl der Erwärmung der Suspension als auch dem Abtransport des verdampfenden Lösungsmittels. Die Trocknung über das Medium Heißluft erfordert große Energiemengen, da die Wärmeübertragung sehr ineffizient ist.

Innovative Technologien wie Infrarot-, Laser-, Mikrowellen- oder Induktionserwärmung beruhen auf einem direkten Wärmeeintrag in die Suspension oder, im Falle der Induktionserwärmung, in den Stromabnehmerfilm. Sie haben das Potenzial, den Energiebedarf des Trocknungsprozesses erheblich zu senken.

In einem neuen Perspektivpapier zeigen Wissenschaftler der Technischen Universität Braunschweig die Potenziale und Herausforderungen bei der Umsetzung dieser innovativen Beheizungstechnologien für die großtechnische Elektrodenproduktion auf.

In mehreren staatlich geförderten Forschungsprojekten (ePIC, NEWBIE) forschen die Wissenschaftler der Technischen Universität Braunschweig und ihre Partner daran, diese innovativen Heiztechnologien besser zu verstehen, um einen Roll-out in die Industrie zu realisieren.
27. Oktober 2022

Zuschauer*innen des Uniorchesters spenden 3.000 € für Projekt mit traumatisierten ukrainischen Kindern

Das Orchester der TU Braunschweig hatte in den Konzerten des Sommersemesters angekündigt, einen Großteil der gesammelten Spenden dem Verein FreiE Ukraine Braunschweig e.V. für ein Projekt mit traumatisierten ukrainischen Kindern zu stiften. Der Aufruf wurde durch die 1.430 Zuschauerinnen und Zuschauer der drei Konzerte gut angenommen: Einen Scheck über 3.000 € konnte das Orchester dem Verein nun überreichen. Die Übergabe erfolgte am 26.10.2022 im Rahmen der ersten Orchesterprobe im Wintersemester. Projektkoordinatorin Tanja Makarchuk und Vereinsvertreter Robert Glogowski bedankten sich stellvertretend beim Uniorchester für den Einsatz des Publikums und zeigten sich sichtlich beeindruckt von der Höhe der Zuwendung. Das Geld käme einem wichtigen Projekt zugute, das sich zwar noch im Aufbau befände, aber dringend mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung benötige.
Das Orchester möchte an dieser Stelle ausdrücklich allen Spenderinnen und Spendern für ihren Beitrag zu dieser tollen und wichtigen Unterstützung danken.
24. Oktober 2022

Symposium Nachhaltige Luftfahrt: Der Weg bis 2050

Ob Treibhausgase, Schadstoffe oder Lärm – die Gesellschaft erwartet, dass die Luftfahrt nachhaltiger wird. Zur Bewältigung dieser Aufgabe wird eine Vielzahl an Technologien diskutiert. Die Ansätze reichen von synthetischen Kraftstoffen über das Fliegen in Schwärmen bis hin zu Brennstoffzellenantrieben. Doch welche Technologien haben das größte Potenzial und wann werden diese einsatzbereit sein? Die Antwort auf diese Frage ist entscheidend für die weitere Entwicklung der Luftfahrt. Das Thema des Symposiums Nachhaltige Luftfahrt lautet in diesem Jahr daher „Der Weg bis 2050“.

Expert*innen aus Forschung und Industrie erörtern am 3. November 2022 im Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung in Hamburg, welche Technologien uns in das Jahr 2050 führen können. Sämtliche Vorträge des Symposiums können kostenfrei gestreamt und auch langfristig abgerufen werden – ein Angebot, zu dem insbesondere auch Studierende der Luftfahrtbranche eingeladen sind.
24. Oktober 2022

Erstmals PVZ Get Together für neue Mitarbeiter*innen

Das PVZ, das zusammen mit dem BRICS und fünf Forschungsverbünden Mitglied im Forschungsschwerpunkt „Engineering for Health: From Molecules to Processes“ ist, begrüßte am 20. Oktober seine Neuzugänge. Die Vorstandsmitglieder Prof. Dr. Ludger Beerhues und Prof. Dr. Andreas Dietzel spannten bei der Eröffnung den Bogen von der Entstehung des PVZ bis zur Zusammenarbeit im Forschungsschwerpunkt. Zum Einzug erhielten die Neuen die PVZ-Tasse, gefüllt mit Süßigkeiten für einen guten Start. Seit Jahresbeginn haben 16 Kolleg*innen ihre Arbeit am PVZ aufgenommen. Herzlich willkommen!

Im Mittelpunkt der Forschung am PVZ stehen neue Methoden und Technologien zur kosteneffizienten Herstellung von Arzneimitteln – einer Fragestellung mit hoher gesellschaftlicher Relevanz in Zeiten des demographischen Wandels. Insgesamt arbeiten am PVZ über 100 Mitarbeitende aus 11 Instituten arbeitsgruppenübergreifend in gemeinsamen Laboren zusammen. Vor allem für den wissenschaftlichen Nachwuchs ist das PVZ der Standort für die interdisziplinäre, pharmaverfahrenstechnische Zusammenarbeit geworden.
24. Oktober 2022

Jan Hölzer erhält Weizenbaum-Studienpreis

Für seine Bachelor-Arbeit im Fach Philosophie wurde Jan Hölzer mit dem Weizenbaum-Studienpreis ausgezeichnet. Die von Professorin Nicole Karafyllis und Professor Claus-Artur Scheier am Institut für Philosophie betreute Arbeit mit dem Titel „Am Vorabend der Digitalisierung: Die Selbstzuschreibung von Verantwortung bei den Technikwissenschaftlern Weizenbaum, Wiener und Kurzweil aus philosophischer Sicht“ wurde von der Auswahlkommission des „Forums InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V." (FIfF) für den dritten Platz ausgewählt.

Das FIfF stiftet den Weizenbaum-Studienpreis in Erinnerung an den Wissenschaftler und Informatik-Pionier Professor Joseph Weizenbaum in Würdigung seiner Verdienste um einen kritischen Blick auf die Informatik. Die Preisverleihung fand am 22. Oktober 2022 im Rahmen der FIfF-Konferenz in der Archenholdsternwarte in Berlin statt.