Notizblog

Wir halten Sie auf dem Laufenden – mit Meldungen aus Instituten und unseren Servicestellen sowie Notizen rund um die TU Braunschweig.

6. Dezember 2022

Bet Tfila mit Forschungsprojekt in der „Nationalen Strategie gegen Antisemitismus“ vertreten

Der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, Felix Klein, stellte die "Nationale Strategie gegen Antisemitismus" vor. Darin ist auch ein Projekt der an der Fakultät Architektur, Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften angesiedelten Forschungsstelle Bet Tfila eingebunden.

Darin heißt es: "Das Verbundprojekt Net Olam soll eine Übersicht über Angriffe auf jüdische Friedhöfe von der Weimarer Republik bis heute schaffen, mit einem Schwerpunkt auf Niedersachsen. Ziel ist auch der Aufbau eines bundesweiten Netzwerks. Die Braunschweiger Forschungsstelle Bet Tfila wird sich in einem Teilprojekt mit der Einbindung jüdischer Friedhöfe in die Gedenklandschaft beschäftigen."

Das Verbundprojekt "Net Olam – Jüdische Friedhöfe im Fokus von Antisemitismus und Prävention" führt die Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur, TU Braunschweig, seit September 2021 gemeinsam mit dem Salomon Ludwig Steinheim-Institut in Essen und dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege durch. Es wird vom BMBF in der Förderlinie „Aktuelle Dynamiken und Herausforderungen des Antisemitismus“ vier Jahre lang gefördert. Ziel ist es, eine Strategie zu entwickeln, mit der jüdische Friedhöfe besser vor Schändungen geschützt werden. Dazu erarbeitet das Forscherteam erstmals einen systematischen Übersicht von Schändungsereignissen für ganz Deutschland, um daraus Hinweise zur Prävention abzuleiten. Im Teilprojekt "Gedenken, Erinnern, Mahnen" untersucht die Bet Tfila - Forschungsstelle jüdische Friedhöfe als Orte der Gedenklandschaft und des ehrenamtlichen Engagements. Im Rahmen des Projektes wird außerdem das Net Olam-Netzwerk (abgeleitet von Bet Olam, der hebräischen Bezeichnung jüdischer Friedhöfe) aufgebaut, in dem sich all jene austauschen, die sich - oft schon seit vielen Jahren - um jüdische Friedhöfe bemühen. Über das Projekt berichtet das Team regelmäßig auf seinem Blog, in dem sich auch ein Link zur Mailingliste des Net Olam-Netzwerks findet.
29. November 2022

Wasserstoffforschung: DWV Innovationspreis für Jakob Trägner

Jakob Trägner hat 2021 seine Masterarbeit zum Thema „Degradationsmechanismen der Katalyseschichten einer PEM-Brennstoffzelle und Möglichkeiten zur Erhöhung der Fahrzeuglebensdauer“ beim DWV-Wettbewerb zur besten akademischen Abschlussarbeit eingereicht. Am 2. Dezember wird ihm der Preis in Berlin überreicht.

Der DWV - Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband e.V. ist die Dachorganisation all jener in Deutschland, die sich für den allgemeinen Einsatz von Wasserstoff als Energieträger in der Wirtschaft einsetzen und dafür, dass Wasserstoff aus regenerativen Energien – für eine nachhaltige Energiewirtschaft – erzeugt wird.

Die Arbeit ist in der Arbeitsgruppe thermische Energiesysteme des Instituts für Thermodynamik entstanden, wo sich die Forschenden u.a. mit wasserstoffbasierten Energiesystemen beschäftigen: Brennstoffzellensysteme für die Luftfahrt, PKW und LKW sowie H2-Tankstellen und H2-Verflüssigung. Diese Forschungen werden durch Innovationslabore (NDS), BMWK, BMBF, SE2A, DBU (Deutsche Bundesstiftung Umwelt) sowie der Industrie finanziert. Herr Trägner setzt seine Arbeit an der TU Braunschweig im Rahmen einer Promotion in enger Kooperation mit Prof. Mehtap Özaslan fort.
24. November 2022

Prof. Holger Hopp erhält ACTFL Paul Pimsleur Award

Gemeinsam mit Dr. Dieter Thoma von der Universität Mannheim wurde Professor Holger Hopp vom Institut für Anglistik und Amerikanistik der TU Braunschweig mit dem ACTFL Paul Pimsleur Award ausgezeichnet. Damit wird jährlich die beste veröffentlichte Studie zum Fremdsprachenlernen in internationalen Fachzeitschriften gewürdigt. Verliehen wird der Preis von der American Convention of Teachers of Foreign Languages (ACTFL), einer Organisation mit mehr als 13.000 Mitgliedern.

Den Preis erhalten die beiden Wissenschaftler für einen Beitrag im "Modern Language Journal" aus dem BMBF-geförderten Projekt „MEG-SKoRE“. In dem Beitrag zeigen sie, dass gezielt eingesetzte grammatische Sprachvergleiche im Fremdsprachenunterricht zu signifikanten Lernfortschritten führen. Der Preis ist mit 500 US-Dollar dotiert und wurde am 20. November in Boston überreicht.
15. November 2022

Prof. Sabine C. Langer zur Präsidentin der DEGA ernannt

Im September 2022 konstituierte sich der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Akustik (e.V., DEGA) der die Geschäfte der DEGA in den kommenden zwei Jahren führen wird. Dabei wurde Professorin Sabine C. Langer vom Institut für Akustik der TU Braunschweig zur Präsidentin der wissenschaftlichen Gesellschaft ernannt. Nach ihrer Zeit als Vize-Präsidentin der DEGA tritt Prof. Sabine C. Langer die zweijährige Präsidentschaft an und übernimmt diese von Ihrem Vorgänger Prof. Jesko Verhey (O.-v.-G. Universität Magdeburg).

Die DEGA wurde im Jahr 1988 als Nachfolgeinstitution der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Akustik gegründet und ist ein gemeinnütziger wissenschaftlicher Verein. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, der Akustik zu dienen, ihre Mitglieder und alle an der Akustik Interessierten einander näher zu bringen, deren Gesamtheit und gemeinsame Belange im In- und Ausland zu vertreten sowie den Erfahrungsaustausch insbesondere mit ausländischen Kolleginnen und Kollegen zu fördern. Die DEGA hat zur Zeit ca. 1.960 persönliche Mitglieder, die vornehmlich aus dem deutschsprachigen Raum stammen. Die DEGA ist assoziiert mit der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e.V. (DPG)und ist Mitglied in den internationalen Dachverbänden European Acoustics Association (EAA), International Commission on Acoustics (ICA) sowie dem International Institute of Noise Control Engineering (I-INCE).
14. November 2022

Architektursymposium zum Umgang mit jungen Denkmalen 1972/2022

Beim Symposium 1972/2022 MONUMENTS FOR FUTURE IN PRACTICE – des DFG-Netzwerk Bauforschung Jüngere Baubestände 1945+ beschäftigen sich über 20 Fachexpert*innen der Bauforschung, Architektur und Denkmalpflege aus ganz Deutschland und der DACH Region mit Fragen zur Erhaltung und Fortschreibung der Nachkriegsmoderne unter Berücksichtigung von aktuellen Nachhaltigkeitsaspekten. Das Symposium findet vom 17. bis zum 19. November im Rahmen des 50. Jubiläums von Kongress am Park Augsburg statt. Das DFG-Netzwerk wurde unter Mitwirkung von Dr. Sebastian Hoyer und PD Dr. Olaf Gisbertz von der TU Braunschweig 2018 als interdisziplinärer Verbund von Wissenschaftler*innen aus Architektur, Bauingenieurwesen und Denkmalpflege gegründet.
9. November 2022

IBPC 2022: Posterpreis für Nachwuchswissenschaftler des Instituts für Partikeltechnik

Der wissenschaftliche Mitarbeiter Marcel Weber (M. Sc.) wurde im Rahmen der International Battery Production Conference (IBPC) mit dem zweiten Platz des Posterawards ausgezeichnet. Herr Weber erhält den Preis für seine Ergebnisse zum Einsatz von Extrudern in der Elektrodenherstellung. Aufbauend auf seiner Entwicklung eines Qualitätsparameters kann die Elektroden- und Batterieperformance beschrieben und vorhergesagt werden.

Weber studierte Verfahrenstechnik und Bio- und Chemieingenieurwesen an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach sowie der TU Braunschweig. Seit 2019 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Partikeltechnik der TU Braunschweig im Bereich Batterieverfahrenstechnik.

Die International Battery Production Conference 2022 fand vom 7. bis 9. November in Braunschweig statt und wurde ausgerichtet von der Battery LabFactory Braunschweig (BLB). An der Konferenz mit sechs Keynotes, 48 Fachvorträgen und 107 Posterbeiträgen haben 290 Interessierte teilgenommen. Die Konferenz behandelt alle Themen rund um die Batterieproduktion der Zukunft und richtet sich in erster Linie an Akteure aus der Batteriezellproduktion und -forschung.
8. November 2022

Effizienzsteigerung in der Batteriezellfertigung

Während Elektroden in kontinuierlichen, bahngebundenen Prozesse mit hoher Produktivität hergestellt werden, ist die Batteriezellfertigung in ihrem Durchsatz durch den hohen Anteil an Anfahr- und Bremsvorgängen begrenzt. Die Entwicklung von Technologien zur kontinuierlichen Prozessführung für die Herstellung und Inspektion der Batteriezellen verspricht daher erhebliche Potenziale in der Produktivitätssteigerung. Dieses Ziel wird auch in dem Forschungsvorhaben "Durchsatzsteigerung in der Lithium-Ionen-Batterieproduktion durch kontinuierliche Teilprozesse" (DuLiPro) verfolgt. Das Projekt ist am 1.10.2022 gestartet und auf eine Laufzeit von drei Jahren ausgelegt. Das Vorhaben am Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik (IWF) wird im Rahmen der Förderinitiative „Batterie 2020 Transfer“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Die Ergebnisse können in vielfältiger Weise in die Industrie übertragen werden und tragen in hohem Maße zur Effizienzsteigerung in der Batteriezellfertigung bei. Die im Projekt adressierten Technologien zur kontinuierlichen Prozessführung bilden die Grundlage neuer Produkte und Lösungen für Hochdurchsatzanwendungen. Die durchsatzgesteigerten Qualitätsüberprüfungen ermöglichen eine Senkung der Ausschussrate bei gleichzeitig hoher Taktzeit.
8. November 2022

Potenziale urbaner Produktion

Urbane Produktion bietet zahlreiche Vorteile, sowohl für Unternehmen als auch Einwohner*innen. Das Verbundprojekt Urban Factory II entwickelt Ansätze, mit denen Städte als Fabrikstandorte ressourceneffizienter werden können – von geteilten Werkskantinen und E-Ladesäulen bis zur öffentlichen Nutzung der Abwärme. „Wir wollen untersuchen, was die Potenziale und Erfolgsfaktoren urbaner Produktion sind“, erklärt Michael Bucherer, Architekt und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Konstruktives Entwerfen, Industrie- und Gesundheitsbau (IKE), im aktuellen Beitrag des Innovationsportals "Besser Smart". Insgesamt 14 Partner aus Hochschulen, Institutionen und Industrie sind in dem interdisziplinären Team unter Leitung der TU Braunschweig versammelt. In Braunschweiger und Wolfsburger Quartieren wollen sie gemeinsam mit Produktionsunternehmen und Anwohner*innen zunächst „Konfliktfelder und Kooperationsmöglichkeiten“ analysieren und schließlich „Innovations- und Effizienzpotenziale“ erschließen. Zukunftsvision der Projektpartner ist, dass eine ressourceneffiziente Produktion zum selbstverständlichen Bestandteil moderner Stadtbilder wird.
7. November 2022

Professorin Beate Muschalla erhält Boxberger-Rehabilitationsforschungspreis Bad Kissingen

Für eine Repräsentativstudie zum Thema Arbeitsängste wurde Professorin Beate Muschalla vom Institut für Psychologie mit dem Boxberger-Preis Bad Kissingen 2022 ausgezeichnet. Der im zweijährigen Turnus verliehene Preis wird im Bereich der Rehabilitationsmedizin vergeben. Die Forschungsarbeiten aus dem Bereich der Gesundheitswissenschaft sollen einen Beitrag leisten zur Weiterentwicklung des modernen Gesundheitswesens und für Anwendungen speziell in Kurorten.

In ihrer bundesweiten Untersuchung stellte Professorin Muschalla fest, dass sieben Prozent der Personen im berufsfähigen Alter spezifische auf den Arbeitsplatz bezogene Ängste aufweisen. In schweren Formen führen diese bis zur phobischen Arbeitsplatzvermeidung. Langzeitarbeitsunfähigkeiten können auch ein volkswirtschaftliches Problem werden, so Muschalla. Leistungsversagen, soziale Konflikte, Mobbing oder auch erhöhte Aggressivität können mit Arbeitsplatzproblemen einhergehen. „Die Arbeitsfähigkeit kann mit der richtigen Diagnose und einer gezielten arbeitsbezogenen Behandlung wiederhergestellt werden“, erklärt die Wissenschaftlerin. Präventiv nutzen klare Kommunikation, Regeln und Strukturen an Arbeitsplätzen, feste Zuständigkeiten, sowie fähigkeits- und kompetenzgerechte Aufgabenverteilung.
27. Oktober 2022

Spitzenleistung: TU-Auszubildende geehrt

Mit einer Eins vor dem Komma wurden jetzt fünf Auszubildende der TU Braunschweig für ihre hervorragenden Leistungen in ihren Abschlussprüfungen von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Braunschweig geehrt. Die Bestenehrungen unterstreichen die herausragenden Leistungen der jungen Nachwuchskräfte sowie ihrer Ausbildungsbetriebe und Ausbilder*innen. Insgesamt wurden 132 erfolgreiche Absolvent*innen, die im Sommer ihre Ausbildung beendet haben, ausgezeichnet.
Besonders engagiert als ausbildende Einrichtung an der TU Braunschweig ist das Institut für Mikrotechnik, das gleich drei der fünf Ausgezeichneten ausgebildet hat. Die beiden Mikrotechnolog*innen Emily Goscheva und Hamdi Sharaf wurde beide von der Ausbilderin Bettina Thürmann betreut und die Kauffrau für Büromanagement Katharina Klein von Sabine Kral-Aulich. Die beiden anderen Kauffrauen für Büromanagement Charlyn Rudolf von der Ausbilderin Elke Knackstedt im Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik und Justine Anders in der Zentralstelle für Weiterbildung von dem Ausbilder Antun Borkovic.

Das Ausbilderin Sabine Kral-Aulich, freut sich über die wiederholt guten Ergebnisse der Absolvent*innen des Instituts für Mikrotechnik und wirbt für eine Ausbildung: „Eine Ausbildung an der TU ist sicherlich besonders: Zum einen haben wir es hier mit so vielen anderen jungen Menschen zu tun, die in ihrem Studium in einer ähnlichen Lernsituation sind, zum anderen ist die Uni durch die Vielzahl an Forschungsprojekten, an denen man als Azubi mitarbeitet, eine außergewöhnliche Arbeitgeberin. Für mich persönlich ist das Ausbilden eine Win-Win-Situation, ich lerne durch die Fragen meiner Auszubildenden Arbeitsabläufe zu hinterfragen und durch private Gespräche beispielsweise neue Musik kennen.“
27. Oktober 2022

KARMIN – Evaluation des infektionspräventiven Patientenzimmers

Das Ausmaß der Krankenhausinfektionen mit multiresistenten Erregern ist beträchtlich. Gleichzeitig stehen in deutschen Krankenhäusern kaum Einzelbettzimmer zur Verfügung. Aus Sicht der Architektur stellen sich somit unter anderem folgende Fragen: Wie kann eine kluge Raumplanung im Patientenzimmer sämtliche Arbeits- und Hygieneprozesse unterstützen? Welche Materialien und Oberflächen lassen sich besonders gut reinigen und sollten deshalb verbaut werden? Im Rahmen des Forschungsprojekts „Krankenhaus, Architektur, Mikrobiom und Infektion“ (KARMIN) ist ein interdisziplinäres Forschungsteam diesen Fragestellungen nachgegangen. Unter Federführung des Instituts für konstruktives Entwerfen, Industrie- und Gesundheitsbau (IKE) wurde ein Demonstrator konzipiert und gebaut. Das begehbare Patientenzimmer wurde vom 27. Oktober bis zum 22. November 2020 auf dem Gelände des Campus Mitte der Charité – Universitätsmedizin Berlin für die Besichtigung und eine quantitative und qualitative Befragung zugänglich gemacht. 183 Teilnehmende aus den Bereichen Hygiene & Infektionsprävention, Reinigung, Gestaltung & Planung, medizinisches Personal sowie weiterer relevanter Berufsgruppen wurden vor Ort mittels eines Fragebogens befragt und zudem wurden vier Experteninterviews durchgeführt.

Dazu ist jetzt die Publikation "KARMIN - Evaluation des infektionspräventiven Patientenzimmers" entstanden. Die Veröffentlichung stellt die Ergebnisse, Interpretation und wichtigsten Schlussfolgerungen der quantitativen und qualitativen Evaluierung des KARMIN-Patientenzimmers durch das Forschungsteam des IKE dar.

Die Publikation ist im Fraunhofer IRB Verlag erschienen und steht als PDF zum Download zur Verfügung.
27. Oktober 2022

Perspektiven: Energieeffiziente Batterieelektroden-Produktion

Die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien ist mit einem hohen Energieaufwand verbunden. Die Elektrodentrocknung ist der energieintensivste Prozess in der Prozesskette. Bei der Trocknung wird das Lösungsmittel der Elektrodensuspension verdampft. Dadurch verfestigt sich die Elektrodenschicht auf der Stromabnehmerfolie und bestimmt im Wesentlichen deren poröse Struktur, die einen direkten Einfluss auf die Zellleistung hat. Die Trocknung erfolgt in einem konventionellen Rolle-zu-Rolle-Verfahren in Konvektionsöfen mit Längen von bis zu 80 Metern. Die eingeblasene Heißluft dient sowohl der Erwärmung der Suspension als auch dem Abtransport des verdampfenden Lösungsmittels. Die Trocknung über das Medium Heißluft erfordert große Energiemengen, da die Wärmeübertragung sehr ineffizient ist.

Innovative Technologien wie Infrarot-, Laser-, Mikrowellen- oder Induktionserwärmung beruhen auf einem direkten Wärmeeintrag in die Suspension oder, im Falle der Induktionserwärmung, in den Stromabnehmerfilm. Sie haben das Potenzial, den Energiebedarf des Trocknungsprozesses erheblich zu senken.

In einem neuen Perspektivpapier zeigen Wissenschaftler der Technischen Universität Braunschweig die Potenziale und Herausforderungen bei der Umsetzung dieser innovativen Beheizungstechnologien für die großtechnische Elektrodenproduktion auf.

In mehreren staatlich geförderten Forschungsprojekten (ePIC, NEWBIE) forschen die Wissenschaftler der Technischen Universität Braunschweig und ihre Partner daran, diese innovativen Heiztechnologien besser zu verstehen, um einen Roll-out in die Industrie zu realisieren.
27. Oktober 2022

Zuschauer*innen des Uniorchesters spenden 3.000 € für Projekt mit traumatisierten ukrainischen Kindern

Das Orchester der TU Braunschweig hatte in den Konzerten des Sommersemesters angekündigt, einen Großteil der gesammelten Spenden dem Verein FreiE Ukraine Braunschweig e.V. für ein Projekt mit traumatisierten ukrainischen Kindern zu stiften. Der Aufruf wurde durch die 1.430 Zuschauerinnen und Zuschauer der drei Konzerte gut angenommen: Einen Scheck über 3.000 € konnte das Orchester dem Verein nun überreichen. Die Übergabe erfolgte am 26.10.2022 im Rahmen der ersten Orchesterprobe im Wintersemester. Projektkoordinatorin Tanja Makarchuk und Vereinsvertreter Robert Glogowski bedankten sich stellvertretend beim Uniorchester für den Einsatz des Publikums und zeigten sich sichtlich beeindruckt von der Höhe der Zuwendung. Das Geld käme einem wichtigen Projekt zugute, das sich zwar noch im Aufbau befände, aber dringend mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung benötige.
Das Orchester möchte an dieser Stelle ausdrücklich allen Spenderinnen und Spendern für ihren Beitrag zu dieser tollen und wichtigen Unterstützung danken.
24. Oktober 2022

Symposium Nachhaltige Luftfahrt: Der Weg bis 2050

Ob Treibhausgase, Schadstoffe oder Lärm – die Gesellschaft erwartet, dass die Luftfahrt nachhaltiger wird. Zur Bewältigung dieser Aufgabe wird eine Vielzahl an Technologien diskutiert. Die Ansätze reichen von synthetischen Kraftstoffen über das Fliegen in Schwärmen bis hin zu Brennstoffzellenantrieben. Doch welche Technologien haben das größte Potenzial und wann werden diese einsatzbereit sein? Die Antwort auf diese Frage ist entscheidend für die weitere Entwicklung der Luftfahrt. Das Thema des Symposiums Nachhaltige Luftfahrt lautet in diesem Jahr daher „Der Weg bis 2050“.

Expert*innen aus Forschung und Industrie erörtern am 3. November 2022 im Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung in Hamburg, welche Technologien uns in das Jahr 2050 führen können. Sämtliche Vorträge des Symposiums können kostenfrei gestreamt und auch langfristig abgerufen werden – ein Angebot, zu dem insbesondere auch Studierende der Luftfahrtbranche eingeladen sind.
24. Oktober 2022

Erstmals PVZ Get Together für neue Mitarbeiter*innen

Das PVZ, das zusammen mit dem BRICS und fünf Forschungsverbünden Mitglied im Forschungsschwerpunkt „Engineering for Health: From Molecules to Processes“ ist, begrüßte am 20. Oktober seine Neuzugänge. Die Vorstandsmitglieder Prof. Dr. Ludger Beerhues und Prof. Dr. Andreas Dietzel spannten bei der Eröffnung den Bogen von der Entstehung des PVZ bis zur Zusammenarbeit im Forschungsschwerpunkt. Zum Einzug erhielten die Neuen die PVZ-Tasse, gefüllt mit Süßigkeiten für einen guten Start. Seit Jahresbeginn haben 16 Kolleg*innen ihre Arbeit am PVZ aufgenommen. Herzlich willkommen!

Im Mittelpunkt der Forschung am PVZ stehen neue Methoden und Technologien zur kosteneffizienten Herstellung von Arzneimitteln – einer Fragestellung mit hoher gesellschaftlicher Relevanz in Zeiten des demographischen Wandels. Insgesamt arbeiten am PVZ über 100 Mitarbeitende aus 11 Instituten arbeitsgruppenübergreifend in gemeinsamen Laboren zusammen. Vor allem für den wissenschaftlichen Nachwuchs ist das PVZ der Standort für die interdisziplinäre, pharmaverfahrenstechnische Zusammenarbeit geworden.
24. Oktober 2022

Jan Hölzer erhält Weizenbaum-Studienpreis

Für seine Bachelor-Arbeit im Fach Philosophie wurde Jan Hölzer mit dem Weizenbaum-Studienpreis ausgezeichnet. Die von Professorin Nicole Karafyllis und Professor Claus-Artur Scheier am Institut für Philosophie betreute Arbeit mit dem Titel „Am Vorabend der Digitalisierung: Die Selbstzuschreibung von Verantwortung bei den Technikwissenschaftlern Weizenbaum, Wiener und Kurzweil aus philosophischer Sicht“ wurde von der Auswahlkommission des „Forums InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V." (FIfF) für den dritten Platz ausgewählt.

Das FIfF stiftet den Weizenbaum-Studienpreis in Erinnerung an den Wissenschaftler und Informatik-Pionier Professor Joseph Weizenbaum in Würdigung seiner Verdienste um einen kritischen Blick auf die Informatik. Die Preisverleihung fand am 22. Oktober 2022 im Rahmen der FIfF-Konferenz in der Archenholdsternwarte in Berlin statt.
14. Oktober 2022

UNICARagil: autoELF wird in Braunschweig weiter ausgebaut

So könnte es aussehen, das selbstfahrende Familienfahrzeug der Zukunft! autoELF wurde im Rahmen des bis Ende Mai 2023 laufenden Projektes UNICARagil gebaut, an dem insgesamt acht deutsche Universitäten und mehrere Industriepartner beteiligt sind. Gerade ist autoELF von der TU Darmstadt nach Braunschweig transportiert worden, um es weiter zu entwickeln und zu testen.

In dem BMBF-geförderten Projekt werden vier fahrerlose Fahrzeuge prototypisch realisiert: ein Shuttle, ein Taxi, ein Lieferfahrzeug und autoELF. Das Institut für Regelungstechnik verantwortet neben autoELF auch das Sicherheitskonzept und die Selbstwahrnehmung der Fahrzeuge. Dazu führen die Forschenden demnächst Tests durch und bauen auch Innenraumkomponenten ein.

Geplant ist außerdem eine Proband*innenstudie, die das Institut für Regelungstechnik gemeinsam mit dem Lehrstuhl Ingenieur- und Verkehrspsychologie vorbereitet. Anfang kommenden Jahres wird das Fahrzeug die TU Braunschweig für die Vorbereitung der finalen Abschlussdemonstration im Mai vorübergehend wieder verlassen.

Weitere Infos zum Projekt: www.unicaragil.de
10. Oktober 2022

Zwischenbegutachtung der Adaptronik-Forschungsgruppe

Am 4. Oktober 2022 fand die Zwischenbegutachtung der Forschungsgruppe 3022 „Ultraschallüberwachung von Faser-Metall-Laminaten mit integrierten Sensoren“ statt. In den letzten 30 Monaten erarbeiteten zwölf Doktorand*innen der TU Braunschweig, der Universität Bremen und der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg neue Erkenntnisse über die Ausbreitung geführter Ultraschallwellen und der Nutzung für eine Schadendetektion in Laminaten, die aus dünnen Metallschichten und faserverstärkten Kunststoffen aufgebaut sind. Acht hochrangige Expert*innen der Disziplinen, die an der Forschungsgruppe beteiligt sind, begutachteten die Ergebnisse und bewerteten die Ziele und geplanten Arbeiten für die nächsten drei Jahre, für die eine Förderung in Höhe von drei Millionen Euro beantragt ist. Die Gruppe zeigte sich sehr beeindruckt und diskutierte den Fortgang der Arbeiten mit der Forschungsgruppe, die in der laufenden Förderperiode von Professor Michael Sinapius vom Institut für Mechanik und Adaptronik als Sprecher geführt wird. „Ich bin zuversichtlich, dass der Senat der DFG im Dezember die Mittel für eine Fortsetzung bewilligen wird“, berichtet Sinapius von der Begutachtung.
7. Oktober 2022

Auszeichnung für Pascal Kapitza beim BDA/SARP-Award

Der Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA und der polnische Architektenverband SARP haben in Warschau den diesjährigen BDA-SARP-Award verliehen. Der bilaterale Nachwuchsförderpreis wird an Absolvent*innen der Fachrichtung Architektur beider Länder vergeben. Für seine Masterthesis "FINISTERRE" erhielt Architektur-Absolvent Pascal Kapitza eine Auszeichnung. Über die beim Institut für mediales Entwerfen entstandene Arbeit schreibt die Jury: "Die Arbeit setzt sich mit den Bunkern des Atlantikwalls an der Küste der Normandie auseinander und schlägt die Hinzufügung von drei Bauten an verschiedenen Orten vor: Observatorium, Anlegestelle und Archiv. Leichtfüßige, scheinbar provisorische Holzkonstruktionen besetzen, umspielen und öffnen die Bunker. Sie stellen sich neben die verdrehten und zerbrochenen Relikte und halten deren eingefrorene Bewegungen in Momentaufnahmen fest. Gewürdigt wird die Suche nach neuen Bedeutungen in der Architektursprache an der Schnittstelle zwischen Philosophie und Bauen und der Versuch, Spuren der Geschichte und der Erinnerung zu bewahren."
5. Oktober 2022

Service Learning: Soziales Engagement in Braunschweig und Region

Am 22.September fand die Abschlussveranstaltung des Moduls „Vielfalt in der Stadt und der Region Braunschweig“ statt. Rund 200 Masterstudierende der Lehramtsstudiengänge für Grund-, Haupt- und Realschulen hatten sich auf dem Campus Nord versammelt, um die Ergebnisse ihrer Service Learning-Projekte vorzustellen und deren erfolgreichen Abschluss zu feiern. Ziel des Service Learnings ist es universitäres Lernen mit Gemeinnützigkeit zu verbinden. So reichte die Bandbreite der vorgestellten Projekte von der Arbeit mit Geflüchteten und in der Bahnhofsmission, über das Lern-Buddies-Angebot, bis hin zur Kinderklassik. In ihren Grußworten würdigten Prof. Dr. Katja Koch, Vizepräsidentin für Lehrer*innenbildung und Wissenstransfer, und Dr. Christine Arbogast, Sozialdezernentin der Stadt Braunschweig, das soziale Engagement der am Service Learning teilnehmenden Studierenden. Gefördert wurden die Abschlussveranstaltung und das anschließende Fest vom Dezernat für Wissenschaft und Kultur der Stadt Braunschweig.

Foto: Uwe Gabler