12.12.2014 | Magazin:

Was sind gute, faire und nachhaltige Arbeitsbedingungen? Global Product Sustainability Workshop an der University of Rhode Island

Vor dem Hintergrund der global verteilten Herstellung, Nutzung und Entsorgung von Produkten stellt deren nachhaltige Gestaltung eine immense Herausforderung dar. So entstehen große Umweltwirkungen meist zu Beginn der Wertschöpfungskette und damit häufig in Ländern, in denen ökologischen Aspekten oftmals nur wenig Beachtung geschenkt wird. Aus sozialer Perspektive sind beispielsweise das unterschiedliche Verständnis und fehlende Definitionen bzw.

Standards „guter“ oder „fairer“ Arbeitsbedingungen problematisch. Entsprechend stellt bereits die Beurteilung einzelner Dimensionen der Nachhaltigkeit eine große Herausforderung dar. Soll dann noch eine aggregierte Kennzahl zur Beantwortung der Frage „wie nachhaltig ist ein Produkt?“ gebildet werden, stoßen Experten aus Theorie und Praxis an ihre Grenzen. Obwohl diese Themen bereits seit längerem auf der wissenschaftlichen Agenda stehen, besteht also weiterhin Bedarf an der Entwicklung fortgeschrittener Methoden zur Analyse, Bewertung und Umgestaltung produktbezogener Produktions- und Logistiksysteme gemäß dem Leitbild einer Nachhaltigen Entwicklung.

Um dieser Herausforderung zu begegnen, fand Anfang Oktober auf dem W. Alton Jones Campus der University of Rhode Island der erste Global-Product-Sustainability-Workshop statt. Dort präsentierten renommierte Wissenschaftler aus den Ingenieurs-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften ihr Wissen. Gleichzeitig bot sich Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit, ihre Ansätze und Ideen vorzustellen. Im Mittelpunkt des Workshops stand die gemeinsame Diskussion neuer Ideen und Anknüpfungspunkte rund um nachhaltige Produktgestaltung in einer globalisierten Welt. Organisiert wurde der Workshop von Prof. Thomas Spengler der Technischen Universität Braunschweig gemeinsam mit Prof. Manbir Sodhi der University of Rhode Island. Mitglieder des Programmkomitees und Teilnehmer des Workshops waren u.a. Prof. Grit Walther (RWTH Aachen), Prof. Timothy Gutowski (Massachusetts Institute of Technology), Prof. Steven Skerlos (University of Michigan) und Prof. Christoph Herrmann (TU Braunschweig). Nach dem erfolgreichen Auftakt des Workshops und der positiven Resonanz aller Teilnehmer, soll er auch im kommenden Jahr fortgesetzt werden.

Weitere Informationen zu Teilnehmern, Inhalten und Diskussionen des vergangenen sowie der zukünftigen Workshops: http://egr.uri.edu/gps/

Ansprechpartner:

Institut für Automobilwirtschaft und Industrielle Produktion
Lehrstuhl für Produktion und Logistik