22.03.2019 | Magazin:

Baumpatin für die Traubeneiche Technologietransferstelle investiert Preisgeld aus CO2 Challenge in Baumpatenschaft im Botanischen Garten

Sparen und Gutes für die Umwelt tun: Um 43 Prozent konnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Technologietransferstelle, der Personalentwicklung, der Arbeitssicherheit sowie des betriebsärztlichen Dienstes die CO2-Emissionen im Bültenweg 88 senken. Damit setzten sie sich im vergangenen Jahr in der vierten Runde der „CO2 Challenge“ durch und nahmen im August den symbolischen Scheck mit der Siegprämie von 2.000 Euro entgegen (wir berichteten). Schon damals hatte die Technologietransferstelle die Idee, ihren Anteil des Preisgeldes in eine Baumpatenschaft im Botanischen Garten der TU Braunschweig zu investieren. Jetzt wurde die Patenschaft bei einer kleinen Zeremonie offiziell besiegelt.

(v.l.) Julia Willich, Sonja Schäfer, Anke Bergmann und Jörg Saathoff von der Technologietransferstelle mit Michael Kraft, dem Leiter des Botanischen Gartens, bei der Urkundenübergabe vor "ihrem" Baum. Bildnachweis: Markus Hörster/TU Braunschweig

(v.l.) Julia Willich, Sonja Schäfer, Anke Bergmann und Jörg Saathoff von der Technologietransferstelle mit Michael Kraft, dem Leiter des Botanischen Gartens, bei der Urkundenübergabe vor „ihrem“ Baum. Bildnachweis: Markus Hörster/TU Braunschweig

„Wir verbringen gerne unsere Mittagspause im Botanischen Garten und da war es uns ein Anliegen, den Garten zu unterstützen“,  sagt Jörg Saathoff, Leiter der Technologietransferstelle. Patenbaum ist eine schätzungsweise 120 bis 150 Jahre alte Traubeneiche nahe am Okerufer. 500 Euro kostet die Patenschaft für das Jahr 2019 und kommt der Pflege des Baumes zu Gute. „Es ist eine schöne Idee, dass die Technologietransferstelle das Preisgeld in unsere Umwelt investiert“, freut sich Michael Kraft, Leiter des Botanischen Gartens.

Ein Angebot, das man nicht ablehnen kann

Zum ersten Mal von Baumpatenschaften gehört habe Michael Kraft im Botanischen Garten in Berlin. „2005 haben wir damit angefangen, Baumpatenschaften für etwa 100 Bäume auch in unserem Garten anzubieten“, erzählt Kraft. Organisiert wird das über den Förderverein „Freunde des Braunschweiger Botanischen Gartens e.V.“. Die Patenschaften kosten zwischen 50 und 500 Euro – je nach Größe des Baumes. „Wir hatten auch überlegt, mehrere Teilpatenschaften für große Bäume anzubieten, aber die Erfahrung hat gezeigt, dass die Leute ihren eigenen Baum haben wollen.“ Auf Wunsch der Besucher vergibt der Botanische Garten inzwischen auch Patenschaften für Sträucher, Stauden und Flächen. „Vor drei Jahren kam zum Beispiel ein Ehepaar zu mir, die die Patenschaft für die Rose im Pavillon auf dem Erweiterungsgelände übernehmen wollte, weil sie sich dort fünf Jahre vorher kennengelernt haben.“ Diesen Wunsch erfüllte Michael Kraft gerne.

An diesem Schild kann jeder Besucher des Botanischen Gartens erkennen, dass die Technologietransferstelle Baumpatin der Traubeneiche ist. Bildnachweis: Markus Hörster/TU Braunschweig

Sonja Schäfer von der Technologietransferstelle steckte das Baumpaten-Schild in den Boden. Bildnachweis: Markus Hörster/TU Braunschweig

Die Technologietransferstelle der TU Braunschweig ist für das Jahr 2019 Baumpatin dieser Traubeneiche im Botanischen Garten. Bildnachweis: Markus Hörster/TU Braunschweig

v.l.: Jörg Saathoff, Leiter der Technologietransferstelle, bekommt von Michael Kraft, Leiter des Botanischen Gartens, die Patenschafts-Urkunde überreicht. Bildnachweis: Markus Hörster/TU Braunschweig

Jede Baumpatin und jeder Baumpate bekommt eine Patenschafts-Urkunde mit Informationen zum jeweiligen Baum überreicht. Bildnachweis: Markus Hörster/TU Braunschweig

Patin oder Pate auf unbestimmte Zeit

Über 80 Patinnen und Paten tragen mittlerweile zum Erhalt des historischen Baumbestandes des Botanischen Gartens bei. Wer Interesse hat, auch Baumpatin oder Baumpate zu werden, kann sich an den Botanischen Garten wenden. „Ich schicke dann eine Liste mit den freien Bäumen und ihren Standorten zu, aus den sich die Interessentinnen und Interessenten ihren Patenbaum auswählen können“, so Michael Kraft. „Selbstverständlich können auch Ortstermine vereinbart werden, um den Wunschbaum zu besichtigen“. Die Patin oder der Pate bekommt, wenn gewünscht, eine Urkunde mit Informationen zum Patenbaum. Außerdem kann ein Hinweisschild mit dem Namen vor dem Baum angebracht werden. Die Patenschaften laufen auf unbestimmte Zeit, können aber jederzeit schriftlich gekündigt werden.