20. Mai 2026 | Presseinformationen:

Starker Start für mehrsprachige Bildung TU Braunschweig begleitet Gründung der bilingualen Grundschule der Oskar Kämmer Schule

Die Technische Universität Braunschweig und die Oskar Kämmer Schule haben kürzlich einen Letter of Intent für eine vertiefte Kooperation unterzeichnet. Das Institut für Germanistik und das Institut für Anglistik und Amerikanistik werden den Aufbau der neuen zweisprachigen Grundschule powered by Dennis Schröder in Braunschweig wissenschaftlich begleiten.

TU-Präsidentin Prof. Angela Ittel, Heike Eckhoff, Geschäftsführerin der Oskar Kämmer Schule, Andrea Roß-Fricke, Leiterin Kommunikation und Marketing der OKS und Professorin Katharina Kellermann vom Institut für Germanistik (v.l.). Bildnachweis: Kristina Rottig/TU Braunschweig

Die Oskar Kämmer Schule umfasst Bildungsangebote und Schulzweige in mehreren Städten und Bundesländern: Neben Ausbildungs-, Qualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten bietet die gemeinnützige Bildungsgesellschaft auch Angebote im Kindergarten- und Grundschulbereich sowie weiterführende (sekundäre) Schulen mit Berufsorientierung bis hin zu berufsbildenden Fach(ober)schulen. Darüber hinaus bestehen Netzwerk Partnerschaften mit Institutionen und Unternehmen. Mit ihrer Tochter, der Kämmer International Bilingual School (KIBS), hat sie ein bilinguales Konzept entwickelt, das sie in Hannover mit 100 überwiegend internationalen Lehrkräften, Native Speakern und mittlerweile mehr als 600 Schüler*innen von der Kita bis zum Abitur bilingual erfolgreich umsetzt.

Kern der Zusammenarbeit mit der TU Braunschweig ist zunächst die wissenschaftliche Begleitung des Aufbaus der neuen bilingualen Grundschule powered by Dennis Schröder, die die Oskar Kämmer Schule mit KIBS im August 2026 in Braunschweig eröffnen wird.  Entstehen soll eine international ausgerichtete, bilinguale Bildungseinrichtung mit modernem, fächerübergreifendem Fokus auf Mehrsprachigkeit und globale Kompetenz. Die Zusammenarbeit wird zunächst über das Institut für Germanistik in Abstimmung mit dem Institut für Anglistik und Amerikanistik entwickelt. Damit werden sprachliche Bildung, Mehrsprachigkeit sowie bilinguale und fächerübergreifende Unterrichtsentwicklung gefördert.

Praxisnahe Forschung im Unterricht

„Für die TU Braunschweig eröffnet die Kooperation Möglichkeiten der praxisnahen Forschung in realen Unterrichtsfeldern. Als offene Bildungsinstitution stärkt die Universität ihren regionalen Transferauftrag und bringt wissenschaftliche Expertise direkt in die Schulentwicklung ein“, betont Professorin Katharina Kellermann vom Institut für Germanistik, die die Kooperation leitet. Die Zusammenarbeit schafft vielfache praxisnahe Möglichkeitsräume: Schüler*innen erhalten Zugang zu ausgewählten Angeboten der TU, Studierende und Forschende gewinnen Einblicke in die schulische Praxis und können innovative Bildungsansätze gemeinsam mit der Schule weiterentwickeln.

Geplant ist, die Zusammenarbeit schrittweise auf weitere Fachbereiche – insbesondere im MINT-Bereich – und gemeinsame Forschungs-  und Lehrformate auszuweiten. Mit dem Letter of Intent legen beide Partner die Basis für einen langfristigen Kooperationsvertrag, um Schule, Wissenschaft und Region nachhaltig zu vernetzen und die Kooperation im Laufe der Zeit kontinuierlich auszubauen.

Die TU Braunschweig sieht den Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft als zentrale Aufgabe. Mit ihrer Transferstrategie „TIES with Impact“ rückt sie die gezielte Gestaltung von Transfer- und Innovationsökosystemen (TIES) in den Fokus. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auch auf der Schnittstelle zwischen Schule und Universität. Im Rahmen von „TIES Generation Zukunft“ werden entsprechende Angebote ausgebaut. Ziel ist es, möglichst vielen Gruppen einen niedrigschwelligen Zugang zur Universität zu eröffnen und junge Menschen in ihrem jeweiligen Bildungsumfeld anzusprechen.