20. Mai 2026 | Presseinformationen:

Technische Universität Braunschweig erweitert internationales Netzwerk Kooperationsvereinbarung mit der Feng Chia University (FCU) unterzeichnet

Auf Initiative des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik IST wird die bestehende Partnerschaft mit der Feng Chia University (FCU) nun auf die Technische Universität Braunschweig ausgeweitet. Bei einem Besuch einer hochrangigen Delegation der FCU in Braunschweig unterzeichneten Professorin Angela Ittel, Präsidentin der TU Braunschweig, und Professorin Wei Wang, Präsidentin der FCU, am 18. Mai 2026 die entsprechende Kooperationsvereinbarung.

Die trilaterale Zusammenarbeit verbindet die angewandte Innovationskraft des Fraunhofer IST mit der wissenschaftlichen Expertise der FCU und der TU Braunschweig. Zentrale Forschungsschwerpunkte sind die Entwicklung und Optimierung von Plasmasystemen für die Halbleiterproduktion, die Erforschung neuer Oberflächenbeschichtungen sowie der begleitende Technologietransfer in Industrie und Wirtschaft. Gemeinsam wollen die Partner nicht nur Projektanträge bei internationalen Fördergebern stellen, sondern auch zusätzliche Laborinfrastrukturen einrichten sowie Studierende und Promovierende durch Austauschprogramme und gemeinsame Workshops fördern.

TU Braunschweig Präsidentin Prof. Angela Ittel sieht in der Partnerschaft viel Potenzial „Spitzenforschung braucht starke internationale Verbindungen. Mit der Vereinbarung mit der Feng Chia University setzen wir ein klares Signal: Wir bauen Partnerschaften auf, die Vertrauen schaffen, Wissen verbinden und Innovation über Grenzen hinweg möglich machen. So entstehen neue Chancen – für Forschung und Innovation, für junge Talente und für technologische Zukunfts und Anwendungsfelder.“

Neues Kapitel in erfolgreicher Partnerschaft

Die Feng Chia University (FCU) arbeitet bereits mit dem Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST an Projekten im Bereich Oberflächentechnologien, mit besonderem Fokus auf Halbleitertechnik und Plasmasysteme. Auf Initiative von Professor Christoph Herrmann – Institutsleiter des Fraunhofer IST und des Instituts für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik an der TU Braunschweig – wird diese Zusammenarbeit nun um die TU Braunschweig erweitert.

„Mit der Weiterentwicklung unserer langjährigen Kooperation mit der Feng Chia University und der Einbindung der Technischen Universität Braunschweig stärken wir gezielt ein gewachsenes internationales Forschungsnetzwerk,“ so Professor Hermann, „Mit der Fraunhofer Innovation Platform FIP-SPE@FCU verfügen wir bereits über einen etablierten Rahmen, der anwendungsorientierte Forschung, Technologietransfer und industrielle Kooperation bei der Entwicklung von Oberflächen- und Produktionstechnik für optische und elektrische Systeme eng miteinander verzahnt. Auf dieser Grundlage schaffen wir nachhaltige Perspektiven und setzen zusätzliche Impulse für gemeinsame Forschung und Innovation.“

Starkes Signal für nachhaltige Innovationskraft und internationale Zusammenarbeit

Mit über 20 000 Studierenden, 37 spezialisierten Forschungszentren und der Mitgliedschaft in der Tsinghua Big Five Alliance ist die private Forschungsuniversität FCU in Taiwan bestens aufgestellt, um internationale Kooperationen voranzutreiben. Die Technische Universität Braunschweig fördert interdisziplinäre Kooperation in Form von Forschungszentren und -verbünden. Gemeinsam mit Partnern wie dem Fraunhofer IST gestaltet sie beispielsweise im Rahmen der OHLF die Entwicklung und Erforschung von Circular-Economy-Technologien für die Automobilbranche maßgeblich mit. Das Nitride Technology Center (NTC) der TU Braunschweig widmet sich der Weiterentwicklung von Nitrid-Halbleitertechnologien als bedeutende Ergänzung zur klassischen Mikroelektronik. Dabei stehen insbesondere die nachhaltigen Eigenschaften der Nitridtechnologie im Fokus – beispielsweise die hohe Lichtausbeute bei gleichzeitig niedrigem Energieverbrauch. Die Battery LabFactory Braunschweig (BLB) ist ein Forschungszentrum der TU Braunschweig, in dem elektrochemische Energiespeicher von der Grundlagenforschung bis zum Pilotmaßstab entwickelt und getestet werden. Ziel der BLB ist es, eine nachhaltige und zirkuläre Produktion von Batteriezellen möglich zu machen. Das Forschungsportfolio reicht daher von der Materialentwicklung über die Herstellung von Elektroden und Zellen bis hin zum Recycling von Batterien. Die neue Zusammenarbeit mit der FCU stärkt die deutsch-taiwanesischen Forschungskooperationen in wichtigen Bereichen wie Automatisierung, Optik, Halbleitertechnik und Industrie 4.0.