07.03.2014 | Presseinformationen: ,

Niedersächsisches Forschungszentrum für Luftfahrt: Wichtiger Bauabschnitt für Triebwerksprüfstand abgeschlossen

Beim Bau des neuen Triebwerksprüfstands des Instituts für Flugantriebe und Strömungsmaschinen (IFAS) im Niedersächsischen Forschungszentrum für Luftfahrt (NFL) der Technischen Universität Braunschweig konnte ein wichtiger Bauabschnitt abgeschlossen werden. Zwischen dem 27. Februar und dem 04. März 2014 wurden die Komponenten für den Windkanal, darunter die Düse sowie die Umlenkschaufeln, mit einem Kran in das Bauwerk eingelassen und dort verbaut. Zusammen mit dem Testkanal bilden sie die charakteristischen Elemente des Forschungsneubaus und ergeben so eine in Europa einzigartige Prüfanordnung für die Triebwerksmodelle der Zukunft.

Prüfstand für die Triebwerksmodelle der Zukunft

Einlassen einer Düsen-Komponente

Einlassen einer Düsen-Komponente

Anheben der Umlenkschaufeln

Anheben der Umlenkschaufeln

Die Triebwerksmodelle der Zukunft sollen beim Braunschweiger Institut für Flugantriebe und Strömungsmaschinen (IFAS) sprichwörtlich auf dem Prüfstand stehen. Dafür wird entsteht seit Mai 2013 auf dem Campus Forschungsflughafen ein neuer Prüfstand für schuberzeugenden Triebwerkskomponenten, die so genannten Propulsoren.

Wer nun erwartet, dass die Braunschweiger Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des IFAS mit kerosinbetriebenen Aggregaten arbeiten, hat sich getäuscht. Das Forschungsinteresse gilt den aerodynamischen Eigenschaften der Triebwerke, denn diese zählen in Fragen des Lärmschutzes und Kraftstoffverbrauches zu den wichtigsten Faktoren, erläutern die Experten um Prof. Jens Friedrichs.

Um diese Eigenschaften umfänglich erforschen zu können, sollen in Braunschweig die innere und äußere Aerodynamik zusammen in einem Windkanal getestet werden. Dazu wird das jeweilige Triebwerksmodell im Testkanal installiert und durch einen 2.000 KW starken Elektromotor angetrieben. Acht Ventilatoren werden dann in einem offenen Kreislauf 400 qm² Luft pro Minute durch den Kanal blasen. Durch die Braunschweiger Versuchsanordnung soll es gelingen, insbesondere die für Triebwerke kritischen Bedingungen, wie beim Start oder der Landung eines Flugzeuges, zu untersuchen.

Institut für Flugantriebe und Strömungsmaschinen (IFAS)
Das Institut für Flugantriebe und Strömungsmaschinen (IFAS) beschäftigt sich als Institut der Luft- und Raumfahrttechnik und des Niedersächsischen Forschungszentrum für Luftfahrt (NFL) der Technischen Universität Braunschweig schwerpunktmäßig mit dem Triebwerk als Gesamtsystem. Zwei wesentliche Schwerpunkte bilden dabei einerseits die Fokussierung auf das Gesamttriebwerk im Betrieb und in der Reparatur und Überholung unter wirtschaftlichen und technologischen Aspekten und andererseits die Fragestellung nach dem Grundkonzept zukünftiger Antriebstechnologien.

Niedersächsisches Forschungszentrum für Luftfahrt (NFL)
Das Niedersächsische Forschungszentrum für Luftfahrt (NFL) ist eine wissenschaftliche Einrichtung der TU Braunschweig in Kooperation insbesondere mit dem DLR. Zu seinen wichtigsten Aufgaben gehören die Planung und Koordination interdisziplinärer Grundlagenforschung sowie die Abstimmung der Investitionen in Forschungsgroßgeräte der Partner. Durch die enge Zusammenarbeit der Wissenschaftler im NFL entstehen herausragende wissenschaftliche Ergebnisse in der Luft- und Raumfahrttechnik.

 

Kontakt
Prof. Dr.-Ing. Jens Friedrichs
Dipl.-Ing. Jan-Hendrik Krone
Institut für Flugantriebe und Strömungsmaschinen (IFAS)
Technischen Universität Braunschweig
Hermann-Blenk-Straße 37
38108 Braunschweig
Telefon: +49 (531) 391-94200
E-Mail: j.friedrichs@ifas.tu-bs.de
www.ifas.tu-bs.de

Technische Universität Braunschweig
NFL – Niedersächsisches Forschungszentrum für Luftfahrt
Hermann-Blenk-Straße 27
38108 Braunschweig
Geschäftsführerin: Dipl.-Ing. Shanna Schönhals
Telefon: +49 531 391-9822
E-mail: s.schoenhals@tu-braunschweig.de
www.tu-braunschweig.de/nfl