01.10.2012 | Magazin:

Uni-DAS-Award und Uni-DAS Wissenschaftspreis vergeben Forscherverbund ehrt Pionier der Fahrerassistenzforschung sowie eine herausragende Dissertation auf dem Gebiet der Fahrerassistenzsysteme

 

Bernhard Lucas ist der diesjährige Preisträger des Uni-DAS-Awards für herausragende Persönlichkeiten auf dem Gebiet der Fahrassistenzsysteme. Mit dem Preis ehrt der universitäre Forschungsverband Uni-DAS (DAS =Driver Assistance System) den Entwickler der Robert Bosch GmbH für seine langjährigen erfolgreichen Arbeiten im Bereich der Radartechnik für Fahrerassistenz­systeme.  Derartige Systeme unterstützen den Fahrer auch in kritischen Situationen und erhöhen so die Verkehrssicherheit.  Der Preis wurde im Rahmen des diesjährigen Workshops für Fahrerassistenzsysteme,  FAS 2012, vergeben.

Uni-DAS Award, links Bernard Lucas (Preisträger), rechts Prof. Dr. Markus Maurer (Sprecher Uni-DAS)

Lucas gilt als Pionier der Fahrassistenzsysteme und leitete in der Vergangenheit verschiedene Bereiche der Fahrerassistenzentwicklung der Robert Bosch GmbH. Mit ihm gelang der Durchbruch der Radartechnologie für den Einsatz im Automobil. Diese Technik, zuerst mit der Abstandsregelung (ACC, Adaptive Cruise Control) eingeführt, ist heute bei aktiven Sicherheitssystemen nicht mehr wegzudenken und mittlerweile auch in kleineren Fahrzeugklassen vielfach anzutreffen.

In seiner Laudatio unterstrich der derzeitige Sprecher von Uni-DAS, Prof. Dr. Markus Maurer, TU Braunschweig, dass gerade in der Anfangszeit der Fahrerassistenzsystem­entwicklung viele Hürden zu überwinden waren, um die damals noch als visionär angesehenen Ziele des assistierten, Unfälle vermeidenden Fahrens zu vertreten und in den Firmen voranzutreiben.

Uni-DAS Wissenschaftspreis, links Dr. Markus Enzweiler (Preisträger), rechts Prof. Dr.-Ing. Klaus Dietmayer (stellvertretender Sprecher Uni-DAS)

Der Uni-DAS-Wissenschaftspreis für herausragende Dissertationen wurde Dr. Markus Enzweiler für seine Dissertation über „Compound Models for Vision-Based Pedestrian Recognotion“ verliehen, die in Zusammenarbeit der Daimler AG und der Universität Heidelberg entstanden ist. Enzweiler hat auf dem sehr relevanten Thema des Fußgängerschutzes durch seine hervorragenden neuen Lösungsansätzen die Forschung deutlich vorangebracht, betonte Prof. Dr. Klaus Dietmayer in seiner Laudatio.

Um das hohe Niveau der universitären Fahrerassistenz-Forschung in Deutschland langfristig zu sichern, haben führende Wissenschaftler deutscher Universitäten 2010 auf diesem Gebiet den Forschungsverband Uni-DAS (www.uni-das.de) ins Leben gerufen. Die Mitglieder des gemeinnützigen Vereins arbeiten wissenschaftlich eng zusammen, treten gemeinschaftlich in Gremien auf und fördern den wissenschaftlichen Nachwuchs.  Als Nachfolger von Prof. Maurer, TU Braunschweig übernimmt  Prof. Dr. Klaus Dietmayer von der Universität Ulm ab 01.10.2012 die Sprecherfunktion der Institution. Dietmayer betonte, dass mit den Preisen auch der führenden Stellung der deutschen Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Fahrerassistenzsysteme Rechnung getragen werden soll.  Als einen Schwerpunkt für die neue Amtszeit sieht er die noch stärkere Verankerung der Fahrerassistenz­forschung in der universitären Lehre sowie die Etablierung entsprechender Fortbildungsangebote für Entwicklungsingenieure im aktiven Berufsleben.

Kontakt
Prof. Dr. Markus Maurer
Institut für Regelungstechnik
Tel.:  +49 531 391-3838
E-Mail: markus.maurer@tu-braunschweig.de