03.03.2015 | Magazin:

Neue Erfahrungen verstärken Interesse an Technik: Absolventinnen des Niedersachsen-Technikums verabschiedet

„Jetzt kann ich mich ohne Zweifel für ein technisches Studium entscheiden.“ Fenja (19) beginnt zum Sommersemester ein Studium der Elektrotechnik an der TU Braunschweig. Nach Abitur und einem freiwilligen ökologischen Jahr wollte sie herausfinden, ob ein technischer Beruf das Richtige für sie wäre. Im Niedersachsen-Technikum konnte sie dies in den letzten sechs Monaten ausprobieren. Noura (19) meint ebenfalls: „Das Technikum hat sich gelohnt! Mein Entschluss: Ich studiere Energie- und Gebäudetechnik an der Ostfalia.“ Gemeinsam mit 22 weiteren Technikantinnen der TU Braunschweig und der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften erhielten die beiden nun bei einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung ihre Zertifikate.

Die Technikantinnen mit Vertreterinnen und Vertretern der TU Braunschweig, der Ostfalia und des Minsteriums für Wissenschaft und Kultur.

Die Technikantinnen mit Vertreterinnen und Vertretern der TU Braunschweig, der Ostfalia und des Minsteriums für Wissenschaft und Kultur.

Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der beteiligen Kooperationsunternehmen, der beiden Hochschulen, aber auch Eltern und Freunde waren zur Verabschiedung in den Senatssaal der TU Braunschweig gekommen.   Nach einer Begrüßung durch die Gleichstellungsbeauftragen Dr. Sandra Augustin-Dittmann (TU Braunschweig) und Renate Gehrke (Ostfalia) sprachen Dr. Barbara Hartung vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie die Vizepräsidentin für Lehre und Diversity der TU Braunschweig, Frau Prof. Dr. Simone Kauffeld und Volker Küch, Vizepräsident für Personal und Finanzen (Ostfalia) Grußworte. In ihren Grußworten wiesen die Rednerinnen und Redner darauf hin, dass der nun zu Ende gegangene mittlerweile dritte Durchgang des Niedersachsen-Technikums wieder ein großer Erfolg war. Wieder haben sich fast alle Teilnehmerinnen dafür entschieden, ein technisches Studium aufzunehmen, manche als sog. Duales Studium oder auch zunächst eine Berufsausbildung, z.B. zur Industriemechanikerin oder Fachinformatikern zu absolvieren. Ein großer Dank ging auch an die Kooperationsunternehmen, die durch ihr Engagement diesen Erfolg ermöglichen. Nach wie vor sind Frauen in den technischen Studienfächern stark unterrepräsentiert. Der Abbau dieser Unterrepräsentanzen ist ein wesentliches Ziel des an 12 niedersächsischen Hochschulen durchgeführten Projekts.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung stellten drei Technikantinnen in Vorträgen dar, welche Projekte sie in ihren Praktikumsbetrieben bearbeitet haben. Während Jana Schnür bei VW in der Digitalen Bilderfabrik Arbeitsprozesse zur Medienerstellung dokumentiert und als Comic gestaltet hat, hat sich Lisa Stobbe bei der Salzgitter AG in der Mannesmann Forschung mit Prüfverfahren im Bereich Materialeigenschaften befasst. Luisa Alpers hat im VW Werk in Braunschweig Standardarbeitsblätter für eine komplette Werkshalle eingeführt und dafür u.a. Prozesspläne geschrieben.

Das Niedersachsen-Technikum erfreut sich zunehmender Beliebtheit bei den Abiturientinnen. Bereits jetzt liegen der TU Braunschweig und der Ostfalia zahlreiche Bewerbungen vor. Der nächste Durchgang startet wieder zum 1. September und endet Ende Februar 2016. Einblicke ins Studium und verschiedene technische Studiengänge, intensive Unterstützung bei der Studienwahl sowie ein dreimonatiges bezahltes Betriebspraktikum erwartet die neuen Technikantinnen. Bewerbungen nehmen die Koordinatorinnen des Niedersachsen-Technikums an den Gleichstellungsbüros der TU Braunschweig sowie der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften entgegen.

Kontakt
Gleichstellungsbüro der TU Braunschweig
Britta Böckmann
b.boeckmann@tu-braunschweig.de
Tel. 0531-3914561
www.tu-braunschweig.de/technikum

Gleichstellungsbüro
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
niedersachsen-technikum@ostfalia.de
Tel. 05331-93917040
www.ostfalia.de/bfg/Studieninteressierte