30.06.2014 | Magazin:

Albert-Keil-Preis für Prof. Manfred Lindmayer

Der langjährige Leiter des Instituts für Hochspannungstechnik und Elektrische Energieanlagen der Technischen Universität Braunschweig, Prof. Dr.-Ing. Manfred Lindmayer, wurde am 24. Juni 2014 im Rahmen der 27th International Conference on Electrical Contacts in Dresden mit dem Albert-Keil-Preis ausgezeichnet.

Prof. Dr.-Ing. Manfred Lindmayer

Prof. Dr.-Ing. Manfred Lindmayer

„Für seine hohen Verdienste in Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Schaltgerätetechnik, insbesondere für seine Initiative und wegweisende Aktivität zur Simulation des Lichtbogenverhaltens und kompletter Schaltgeräte, die er als erster in Deutschland einführte und die sukzessive in der industriellen Arbeit Eingang fand, für seine herausragenden Arbeiten der Vakuum-Schalttechnik sowie der Supraleitung und der Plasmatechnologie.“, lautet die Urkunde für Prof. Dr.-Ing. Manfred Lindmayer vom Förderverein Kontakte und Schalter e.V., mit der ihm der „Albert-Keil-Preis 2014“ am 24. Juni 2014 in Dresden verliehen wurde.

Der Preis wird für herausragende Verdienste auf dem Gebiet der elektrischen Kontakte verliehen. Die Forschung im Gebiet der Schaltgerätetechnik hat an der Technischen Universität Braunschweig eine lange Tradition, so dass Prof. Lindmayer nach seinem Vorgänger im Amt des Institutsleiters, Prof. Dr.-Ing. Adil Erk, schon der zweite Albert-Keil-Preisträger aus Braunschweig ist.

Prof. Dr.-Ing. Manfred Lindmayer wurde im Jahr 1981 als Leiter des Instituts für Elektrische Energieanlagen an der TU Braunschweig berufen. Während seiner wissenschaftlichen Laufbahn beschäftigte er sich ausführlich mit der Forschung auf dem Gebiet der Schaltgerätetechnik für Mittel- und Niederspannung. Besonders erwähnenswert sind seine Aktivitäten im Bereich der mathematischen Beschreibung des Lichtbogens in Schaltgeräten. So führte Prof. Dr.-Ing. Manfred Lindmayer als erster in Deutschland die Simulation von Schaltlichtbögen ein.

Weitere Schwerpunkte seines Schaffens lagen in der Erforschung von Supraleitern, Sicherungen und der Plasmatechnologie. Insgesamt veröffentlichte Herr Prof. Lindmayer zu diesen Themen über 150 Beiträge und begleitete bis heute 44 Doktorranden zu deren Promotion. Durch die Veröffentlichung des Buches „Schaltgeräte“ und die Mitarbeit an „Electrical Contacts“ von Paul Slade stellte er außerdem seinen Erfahrungsschatz der nachfolgenden Generationen zur Verfügung. Darüber hinaus engagierte sich Prof. Lindmayer langjährig im VDE-Fachbereich „Kontaktverhalten und Schalten“ und als Vorsitzender des VDE-Bezirksvereins Braunschweig.

Das Institut für Hochspannungstechnik und Elektrische Energieanlagen (elenia), das Prof. Lindmayer bis zum Jahre 2005 leitete, gratuliert herzlich zu dieser Auszeichnung.

 

Kontakt
Prof. Dr.-Ing. Manfred Lindmayer
Institut für Hochspannungstechnik
und Elektrische Energieanlagen (elenia)
Technische Universität Braunschweig
Schleinitzstraße 23
38106 Braunschweig
Tel.: +49 531 391 7700
E-Mail: m.lindmayer@tu-braunschweig.de
www.tu-braunschweig.de/elenia