22.11.2012 | Magazin:

Abt Jerusalem-Preis 2012: Berliner Technikwissenschaftler Wolfgang König wird in Braunschweig ausgezeichnet

Der Preisträger: Prof. Dr. Wolfgang König

Der Abt Jerusalem-Preis 2012 geht an den Berliner Professor für Technikgeschichte Dr. Wolfgang König. Die Preisverleihung findet am Donnerstag, 22. November, im Theologischen Zentrum Braunschweig statt. Zum zweiten Mal nach 2009 ehren damit die Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft, die Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig und die Technische Universität Braunschweig einen Wissenschaftler, der in besonderer Weise dem Dialog zwischen Natur-, Technik- und Geisteswissenschaften verpflichtet ist. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert.

2009 ging er an die Philosophin und Biologin Nicole Karafyllis. Sie hält auch die Laudatio auf den diesjährigen Preisträger Wolfgang König, der in seinem Festvortrag über das deutsche Wissenschafts- und Innovationssystem im 19. und 20. Jahrhundert spricht. Die Preisverleihung beginnt um 16 Uhr in der St. Ulrici Brüdernkirche (Eingang Schützenstraße). Bereits ab 10.30 Uhr veranstalten die Stifter ein wissenschaftliches Symposium zum Thema „Bildung und Bildungsgerechtigkeit“.

Dabei wird der Präsident der Humboldt-Universität Berlin, Professor Dr. Jan-Hendrik Olbertz, in einem Vortrag der Frage nachgehen, ob Bildungsmängel selbst verschuldet sein können. Unter dem Motto „Niemand darf verloren gehen“ präsentiert Oberkirchenrätin Birgit Sendler-Koschel, Leiterin der Bildungsabteilung im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), ein evangelisches Plädoyer für mehr Bildungs- und Teilhabegerechtigkeit.

Verliehen wurde der Preis erstmals anlässlich des 300. Geburtstages von Abt Jerusalem (1709-1789). Es waren vor allem seine Ideen, die Herzog Karl I. veranlassten, das Collegium Carolinum als Reformschule ins Leben zu rufen. Der Aufklärung verpflichtet, ging Jerusalems Streben dahin, die traditionellen Wissenschaften Theologie, Jurisprudenz und Medizin mit den neu aufkommenden Naturwissenschaften und Philologien nutzbringend für alle Bereiche zu verbinden.