Nachwuchspreis des Mitteldeutschen Ernährungsgipfels für Lebensmittelchemiker Jan F. Horneck
Am 29. September 2026 erhielt der Lebensmittelchemie-Doktorand Jan F. Horneck für seine an der TU Dresden angefertigte wissenschaftliche Abschlussarbeit „Seleninduzierte Fehlaromen in Bier“ den Nachwuchspreis des Mitteldeutschen Ernährungsgipfels. Horneck promoviert seit 2026 mit einem Promotionsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes am Institut für Lebensmittelchemie der TU Braunschweig im Arbeitskreis von Jun.-Prof. Jana Raupbach.
Vor seiner Promotion absolvierte er eine Ausbildung zum milchwirtschaftlichen Laboranten und studierte Lebensmittelchemie an der TU Dresden. Sein Studium schloss er 2025 mit der wissenschaftlichen Abschlussarbeit an der Professur für Spezielle Lebensmittelchemie der TU Dresden ab, für die er nun mit dem Nachwuchspreis ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus engagiert sich Horneck in der Arbeitsgruppe Junge Lebensmittelchemie (AG JLC) am Standort Braunschweig.
Im Mittelpunkt der ausgezeichneten Arbeit stand das essentielle Spurenelement Selen. Horneck untersuchte, wie sich erhöhte Gehalte verschiedener Selenverbindungen auf die Herstellung und das Aroma von Bier auswirken. Mithilfe sensorischer, mikrobiologischer, biochemischer und instrumentell-analytischer Methoden zeigte er, dass bestimmte selenhaltige Aminosäuren die Vermehrungsfähigkeit braurelevanter Hefen leicht beeinträchtigen können. Hinweise auf die Bildung sensorisch wahrnehmbarer Fehlaromen durch eine Selenanreicherung ergaben sich hingegen nicht.
Mit dem Nachwuchspreis würdigt der Mitteldeutsche Ernährungsgipfel wegweisende Abschlussarbeiten mit Bezug zur Lebensmittelwirtschaft und zeichnet innovative Forschungsansätze des akademischen Nachwuchses aus, die eine hohe Praxisrelevanz und ein besonderes Transferpotenzial aufweisen.