8. Juli 2026 | Notizblog

efzn fördert TU-Projekt zur krisenfähigen Energiesystemen

Das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (efzn) hatte in Zuge einer Projektausschreibung für „kleine agile Projekte“ niedersächsische Forschende dazu eingeladen, Lösungen zur Stärkung der Krisenfähigkeit des Energiesystems in Niedersachsen zu entwickeln. Die TU Braunschweig konnte mit dem Projekt „ReKoMi – Resilienz in gekoppelten Mittelspannungsnetzen“ punkten, das sie zusammen mit der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und der Universität Bremen als assoziiertem, aber nicht selbst geförderten Partner, realisieren wird.

Vor dem Hintergrund zunehmender dezentraler Erzeugung, steigender Anforderungen an die Netzstabilität und immer stärker digitalisierten Infrastrukturen werden neue Ansätze für Planung und Betrieb von Verteilnetzen immer wichtiger, insbesondere mit Blick auf die Resilienz. Genau hier setzt das Projekt „ReKoMi“ an.

In einer Kurzstudie werden die technischen Resilienzpotenziale einer dynamisierten Mittelspannungsgleichstromkopplung für Niedersachsen auf Basis des aktuellen Forschungsstands untersucht. Dabei wird geprüft, wie sich ein zellulares Netzkonzept sinnvoll umsetzen lässt, bei dem die einzelnen Netzzellen miteinander kommunizieren und über Gleichstromübertragung gekoppelt sind. So kann Wirkleistung zwischen den Zellen ausgetauscht werden, während sie in Frequenz- und Blindleistungsfragen weitgehend unabhängig bleiben. Der zellulare Ansatz kann außerdem die Konnektivität erhöhen. Diese gilt als wichtiger Kenngröße für die Bewertung der Resilienz elektrischer Infrastrukturen.

Mit dem zweiten niedersächsischen Förderprogramm für kleine, agile Projekte will das efzn die disziplinübergreifende Forschung zu diesem Thema gezielt stärken und belastbare Handlungsoptionen für die niedersächsische Landespolitik entwickeln.