24.02.2016 | Presseinformationen:

Ringvorlesung „Wie kann die Integration von Flüchtlingen gelingen? Psychologische Aspekte“

Die Abteilung Klinische Psychologie, Psychotherapie und Diagnostik der Technischen Universität Braunschweig veranstaltet gemeinsam mit der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft und der Evangelischen Akademie Abt Jerusalem im Sommersemester die Ringvorlesung „Wie kann die Integration von Flüchtlingen gelingen? Psychologische Aspekte“.

Zum Auftakt referiert Dr. Ibrahim Özkan, leitender Psychologe des Schwerpunktes für Kulturen, Migration und psychische Krankheit der Asklepios Fachklinik Göttingen, über das Thema „Angekommen: Was Flucht und Migration mit den Menschen machen“ am
Mittwoch, 13. April 2016, 19:00 Uhr, Audimax
, Pockelsstr. 15.

Die Versorgung von Migrantinnen und Migranten im Gesundheitsversorgungssystem wird durch den demographischen Wandel in den kommenden Jahren zunehmend eine neue Realität darstellen. Befremdung auf beiden Seiten der Begegnenden bis hin zur Vermeidung wegen einer entstehenden Verunsicherung können die Folge sein. Ein psychologisches Verständnis über Hintergrund und Auswirkung von Flucht und Migration kann helfen sogenannte „kulturelle Barrieren“ zu relativieren und die eigene Sichtweise zu reflektieren. Migrationserfahrung bedeutet nicht per se ein Defizit, es kann vielmehr auch eine Ressource bedeuten, die durch eine gelungene Integration für beide Seiten profitabel sein kann.

Themen und Termine der Ringvorlesung

Wie kann die Integration von Flüchtlingen gelingen? Psychologische Aspekte
Mittwoch, 19:00 – 20:30 Uhr, Audimax, Pockelsstr. 15, 38106 Braunschweig

  • 13.04.2016, 19:00 Uhr
    Grußwort: Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Jürgen Hesselbach, Präsident der TU Braunschweig
    Angekommen: Was Flucht und Migration mit den Menschen machen
    Dr. Ibrahim Özkan, leitender Psychologe des Schwerpunktes für Kulturen, Migration und psychische Krankheit, Asklepios Fachklinik Göttingen
  • 20.04.2016, 19:00 Uhr
    Grußwort: Prof. Dr. Dietmar Brandes, Präsident der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft
    Familien im Krieg – transgenerationale Weitergabe von Gewalt und psychische Gesundheit im Kontext von Krieg und Verfolgung
    PD Dr. Claudia Catani, Universität Bielefeld, Abteilung für Psychologie, Klinische Psychologie und Psychotherapie
  • 11.05.2016, 19:00 Uhr
    Grußwort: Dr. Christoph Meyns, Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig
    Integration – wie schaffen wir das?
    Volker Jung, Darmstadt, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau;
    anschließend Podiumsdiskussion mit Dr. Andrea Hanke, Sozialdezernentin Braunschweig, Adalbert Wandt, Vizepräsident IHK Braunschweig, und Thomas Hofer, Leiter Theologische Abteilung Landeskirchenamt
  • 25.05.2016, 19:00 Uhr
    Kurzfristige und mittelfristige Herausforderungen bei der kinder- und jugendpsychiatrischen Versorgung minderjähriger Flüchtlinge
    Prof. Dr. med. Jörg Fegert, Universität Ulm, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Past-Präsident Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie DGKJP
  • 15.06.2016, 19:00 Uhr
    Universal versus cultural aspects of parenting; Triple P experiences in Turkey
    Prof. Dr. Taner Guvenir, Consultant Child and Adolescent Psychiatrist, ehem. UNICEF-Beauftragter, Medical Director, Inpatient CAMHS of Dokuz Eylul University, Izmir Türkei
  • 22.06.2016, 19:00 Uhr
    Integration von Kindern mit Fluchterfahrungen in Kitas
    Prof. Dr. Birgit Leyendecker, Universität Bochum, Institut für Entwicklungspsychologie
  • 29.06.2016, 19:00 Uhr
    Die Kraft der Erzählung: Narrative Expositionstherapie zur Behandlung traumatisierter Flüchtlinge
    Prof. Dr. Frank Neuner, Universität Bielefeld, Institut für Psychologie
  • 06.07.2016, 19:00 Uhr
    Psychische Störungen bei Asylbewerbern in Braunschweig
    Prof. Dr. Nina Heinrichs und PD Dr. Christoph Kröger, TU Braunschweig, Institut für Psychologie
    Prävention kindlicher Verhaltensstörungen: Ergebnisse einer 10-jährigen Langzeitstudie bei Migranten
    Prof. Dr. Wolfgang Schulz und Prof. Dr. Kurt Hahlweg, TU Braunschweig, Institut für Psychologie