29.09.2016 | Presseinformationen:

Neue Forschungs-Photovoltaikanlage am Netz 14.000 Kilowattstunden für die Energieforschung an der TU Braunschweig

Eine Photovoltaikanlage erweitert die Forschungsinfrastruktur des Instituts für Hochspannungstechnik und Elektrische Energieanlagen (elenia) der Technischen Universität Braunschweig. Die neue Anlage mit einer Leistung von 14,3 Kilowatt peak auf dem Zentralcampus der Carolo-Wilhelmina liefert künftig 14.000 Kilowattstunden jährlich. Mit ihrer Hilfe erforschen und entwickeln die Elektroingenieurinnen und Elektroingenieure um Prof. Bernd Engel unter anderem den Einsatz von Hausspeichersystemen für Photovoltaikanlagen und dafür notwendige Technologien. Zudem wird die Forschungs-Photovoltaikanlage auch bei der Ausbildung der Studierenden eingesetzt.

Die erzeugte Energie der neue Forschungs-Photovoltaikanlage entspricht dem Jahresverbrauch von drei Familien oder einer Strecke von 70.000 Kilometern mit einem Elektrofahrzeug. Ihr Betrieb spart jährlich rund 9 Tonnen Kohlenstoffdioxid ein. Angeschlossen wird die Anlage unter anderem an das Energieforschungslabor „elenia-energy-labs“ und ist damit ein weiterer Baustein des Braunschweiger Energieforschungsknotens innerhalb des Energie-Forschungszentrums Niedersachsen (EFZN). In verschiedenen Forschungsprojekten untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Verhalten von Photovoltaikanlage, den Einsatz von Bauteilen, wie etwa Wechselrichtern und die Einbindung von Photovoltaikanlagen in Stromnetze sowie im Dauertest die Optimierung des Eigenverbrauchs und den Einsatz von Speichersystemen.

Errichtet wurde die neue Anlage auf dem „Alten Heizhaus“, unweit des Altgebäudes der TU Braunschweig. Das zuvor durch die Gebäudeverwaltung energetische sanierte und renovierte Heizhaus diente der damaligen Technischen Hochschule bis 1964 zur dezentralen Versorgung mit Gleichstrom, Drehstrom und Wärme. Nach der Umstellung auf eine zentrale Energieversorgung wurde es teilweise umgebaut und beherbergt seit dem Werkstätten und Labors.

Die Forschungs-Photovoltaikanlage wurde im Rahmen des Verbundvorhabens „PV-Regel – Entwicklung von Konzepten und Lösungen zur Regelleistungserbringung mit Photovoltaikanlagen“ mit einer Summe von rund 40.000 Euro durch das Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert und durch E-T-A Elektrotechnische Apparate GmbH,  PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG, SMA Solar Technology AG sowie BS|NETZ unterstützt.