07.01.2013 | Presseinformationen:

Antrittsvorlesung von Prof. Dr.-Ing. Ulrike Krewer Die spannungsvolle Welt der elektrochemischen Energieversorgung

Prof. Dr.-Ing. Ulrike Krewer, Institut für Energie- und Systemverfahrenstechnik der Technischen Universität Braunschweig, hält ihre Antrittsvorlesung „Die spannungsvolle Welt der elektrochemischen Energieversorgung“ am

Mittwoch, 9. Januar 2013, um 17.00 Uhr
in der Aula, Haus der Wissenschaft, Pockelsstraße 11, 38106 Braunschweig.

Eine sichere und umweltschonende Energieversorgung ist Grundbedürfnis der heutigen Gesellschaft. Elektrochemische Energiesysteme bieten hier zahlreiche Vorteile: sie sind einfach skalierbar, kommen ohne bewegte Teile aus, können dynamisch betrieben werden und operieren bereits bei Raumtemperatur. Hauptmotivation für ihren Einsatz stellt jedoch der hohe theoretische Wirkungsgrad dar, der oft nahe 100%, und damit weit über verbrennungsbasierten Energiesystemen liegt. Zur Welt der elektrochemischen Energietechnik zählen die bereits omnipräsenten Batterien sowie Brennstoffzellen und Elektrolysezellen. Was haben diese Technologien gemeinsam, und wie weit ist der Stand der Technik und Forschung? Was sind die Herausforderungen dieser Technologien? Elektrochemische Energiesysteme zu optimieren, benötigt ein Verständnis der in diesen ablaufenden Prozesse, das mittels dynamischer und modellbasierter Analysemethoden bereitgestellt werden kann.

Zur Person

Ulrike Krewer studierte Chemieingenieurwesen/Verfahrenstechnik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Anschließend forschte sie am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg im Rahmen ihrer Dissertation. Für ihre Arbeit zu system-oriented analysis of the dynamic behavior of direct methanol fuel cells erhielt sie den Dissertationspreis 2006 der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Zudem wurde sie mit der Otto-Hahn-Medaille 2006 der Max-Planck-Gesellschaft ausgezeichnet. Von 2006 bis 2007 arbeitete Ulrike Krewer als Senior Engineer bei SAMSUNG SDI in Südkorea und befasste sich mit dem Design und der Analyse von Membran-Elektroden-Einheiten und portablen Brennstoffzellen-Systemen. Anschließend kehrte sie nach Magdeburg zurück, wo sie bis 2013 die Otto-Hahn-Gruppe Portable Energiesysteme am Max-Planck-Institut und bis 2011 die Juniorprofessur Portable Energiesysteme  an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg leitete. Forschungsschwerpunkt war die modellgestützte Analyse und Optimierung von Brennstoffzellen, Batterien und ihren Systemen. Für ihre Forschungen erhielt sie 2010 den Preis für Grundlagenforschung des Landes Sachsen-Anhalt. Seit Januar 2012 leitet Prof. Dr. Ulrike Krewer das Institut für Energie- und Systemverfahrenstechnik an der Technischen Universität Braunschweig und baut dort systematisch ihre Expertise im Bereich systemorientierte Analyse und Optimierung elektrochemischer Energiesysteme und verfahrenstechnischer Systeme aus.