28.01.2015 | Presseinformationen:

Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Christian Leßmann Determinanten und Konsequenzen regionaler Ungleichheit

Prof. Dr. Christian Leßmann, Institut für Volkswirtschaftslehre der Technischen Universität Braunschweig, hält seine Antrittsvorlesung „Determinanten und Konsequenzen regionaler Ungleichheit“ am

Mittwoch, 4. Februar 2015, um 17.00 Uhr
in der Aula, Haus der Wissenschaft, Pockelsstr. 11, 38106 Braunschweig.

Wenn Ökonomen den wirtschaftlichen Wohlstand einer Nation erfassen wollen, blicken sie meist auf das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner oder auf das verfügbare Einkommen pro Kopf. Der Blick auf diese Durchschnitte verschleiert allerdings die großen Einkommensunterschiede – zwischen den Personen aber auch zwischen den Regionen eines Landes. Im Rahmen der Antrittsvorlesung wird der Blick auf die Bedeutung regionaler Ungleichheiten innerhalb von Staaten gerichtet. Dabei werden sowohl die Determinanten als auch die Konsequenzen regionaler Ungleichheiten diskutiert. Beide Aspekte sind von großem gesellschaftspolitischem Interesse. Wenn die Determinanten regionaler Ungleichheiten bekannt sind, dann kann – zumindest wenn die Determinanten von Menschen beinflussbar sind – durch geeignete Politikinterventionen den Ungleichheiten entgegengewirkt werden. Um zu verstehen, warum man überhaupt gegensteuern will, ist zugleich der Blick auf die potentiellen Konsequenzen hilfreich. Ziel der Vorlesung ist es, einen Überblick über die in diesem Kontext relevanten Forschungsfragen und -methoden zu geben.

Zur Person

Christian Leßmann ist seit April 2014 Professor für Volkswirtschaftslehre an der Technischen Universität Braunschweig. Gleichzeitig ist er Forschungsprofessor in der Niederlassung Dresden des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung und CESifo Research Network Affiliate. Er studierte von 1998 bis 2004 Wirtschaftswissenschaften an der Leibniz Universität Hannover. Von 2004 bis 2007 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am ifo Institut Niederlassung Dresden. Von 2007 bis 2013 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Finanzwissenschaft der TU Dresden, wo er im Jahr 2010 promovierte und 2014 habilitierte. Zuletzt war er Leiter des Instituts für Wirtschaftswissenschaften der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg. Die Forschungsarbeiten von Christian Leßmann wurden mit dem Wolfgang Ritter Preis 2012, dem Georg-Helm Preis 2011, dem Dr. Feldbausch Preis 2011 und dem Peggy and Richard Musgrave Preis 2009 ausgezeichnet.

Die Forschungsschwerpunkte von Prof. Dr. Christian Leßmann sind Politische Ökonomie, Finanzwissenschaft, Internationale Ökonomie, Regional- und Entwicklungsökonomik.