17.06.2014 | Presseinformationen:

Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Alexander von Kienlin Architectura est Scientia. Historische Ansätze zur Verwissenschaftlichung des Bauens

Prof. Dr. Alexander von Kienlin, Institut für Baugeschichte der Technischen Universität Braunschweig, hält seine Antrittsvorlesung „Architectura est Scientia. Historische Ansätze zur Verwissenschaftlichung des Bauens“ am

Mittwoch, 25. Juni 2014, um 17.00 Uhr
in der Aula, Haus der Wissenschaft, Pockelsstr. 11, 38106 Braunschweig.

Mit zunehmender Komplexität architektonischer Entscheidungen im antiken, hellenistisch-römisch geprägten Europa setzt eine theoretische Auseinandersetzung mit verschiedenen Aspekten des Bauens ein. Bewährtes Wissen über Entwurfskonzepte, Bautechnik, Baugeschichte und Städtebau wird systematisiert, in Traktaten zusammengetragen und kritisch diskutiert, akademische Bildung tritt an die Stelle handwerklicher Empirik. Die Vorlesung behandelt grundlegende historische Konzepte zur Verwissenschaftlichung des Bauens und geht der Frage nach, inwieweit die damals gestellten Weichen das Selbstverständnis und die Organisation neuzeitlichen europäischen Bauwesens beeinflussen: Fragen, die heute an die Bauwissenschaften gestellt werden, gleichen in manchmal erstaunlicher Weise noch jenen der antiken Architekten.

Zur Person

Prof. Dr. Alexander von Kienlin studierte Architektur an der Technischen Universität München, arbeitete zunächst als freier Architekt in Berlin und kehrte 1997 als Assistent von Prof. Wolf Koenigs an die TU München zurück. 2004 schloss er dort seine Dissertation zur »Agora von Priene« ab, es folgten verschiedene Lehr- und Forschungstätigkeiten an der FH Weihenstephan und der Universität München (LMU) sowie regelmäßige Forschungsaufenthalte in der Türkei, Griechenland und Ägypten. Von 2008 bis 2013 war er als Senior Scientist und Titularprofessor der ETH Zürich tätig, einem nicht angenommenen Ruf an die RWTH Aachen folgte 2013 die Berufung an die TU Braunschweig. Seit November 2013 leitet Alexander von Kienlin dort das Institut für Baugeschichte.