24.08.2016 | Magazin:

Wissenschaftliche Weiterbildung fördern und leben Annette Bartsch und Ulrike Wrobel bilden neue gemeinsame Leitung der Zentralstelle für Weiterbildung

Seit dem 08. Juli 2016 leiten Annette Bartsch und Ulrike Wrobel zusammen die Zentralstelle für Weiterbildung. Miteinander bilden die Soziologin und die Architektin mit ihren jeweiligen Schwerpunkten und Erfahrungen die neue Spitze in der ZfW. Als Team haben die beiden bereits fünf Jahre im BMBF-Projekt „Weiterbildungspool Ingenieurwissenschaften – excellent mobil“ gut funktioniert. Mit dem Team um Professor Oberbeck bauten sie nachhaltige Strukturen für wissenschaftliche Weiterbildung zunächst in dem zentralen Forschungsfeld Mobilität & Verkehr auf und orientierten sich an den Vorstellungen und Prioritäten der Arbeitswelt. Hierbei entstand auch die Idee, sich als Doppelspitze zu bewerben und die Synergieeffekte durch das gemeinsame Arbeiten weiter zu nutzen.

Anette Bartsch und Ulrike Wrobel leiten zusammen die Zentralstelle für Weiterbildung.

Annette Bartsch und Ulrike Wrobel leiten zusammen die Zentralstelle für Weiterbildung.

Die Verflechtung von „excellent mobil“ mit der jetzigen Leitungsfunktion ist durch die geplante Weiterentwicklung der Zentralstelle erheblich. Dies macht auch die neue räumliche Verortung deutlich: Zukünftig wird das Team gemeinsam mit der ZfW im Haus der Wissenschaft zu finden sein. Von dort wird auch die Projektidee, der Schaffung von wissenschaftlichen Weiterbildungsstrukturen für die TU Braunschweig, fortgesetzt. Neben dem Veranstaltungs- und Kongressmanagement und dem Merchandising bekommt wissenschaftliche Weiterbildung eine stärkere Gewichtung im Gesamtportfolio der Zentralstelle. Den Grundstein für diesen neuen Bereich konnten die Kolleginnen bereits legen.

„Markt- und Bedarfsanalysen, Tätigkeits- und Anforderungsprofile in den Betrieben, aber auch innerhalb der Hochschulen können nun in die jetzige Arbeit implementiert und dort verstetigt werden“, sagt Ulrike Wrobel. Die rechtlichen Rahmenbedingungen müssten künftig jedoch noch intensiver bearbeitet werden: „Wir jonglieren, arbeiten eng mit verschiedenen Institutionen zusammen, um dem komplexen System der EU-Beihilferichtlinien begegnen zu können“, so Annette Bartsch. Dabei ist es den Kolleginnen wichtig, Transparenz und faire Bedingungen zu schaffen.

In der Pilotphase von „excellent mobil“ stellte sich heraus, dass eine Hauptmotivation vieler Teilnehmenden sei, wieder an „Ihre TU Braunschweig“ zurückzukehren. Dabei sei die Marke TU Braunschweig ein großes Zugpferd: „Das ist ein Schatz für die TU, den wir nach und nach bergen können. Denn wir haben die Forschung. Wir können immer wieder etwas Neues anbieten“, ergänzt Bartsch. Die Zentralstelle für Weiterbildung werde so zu einem „Inkubator“ für Neues.

Künftig wollen sich Annette Bartsch und Ulrike Wrobel noch stärker innerhalb der TU vernetzen, Synergien nutzen und betonen: „Sich neben der Arbeit weiter zu bilden und zu entwickeln, das Forschen nicht aus den Augen zu verlieren, das begeistert und motiviert, und das wollen wir auch vermitteln.“

Zur Vita Annette Bartsch

Annette Bartsch absolvierte ihr Studium der Soziologie, Politikwissenschaften und Psychologie an der Freien Universität Berlin und an der TU Braunschweig. Für Studienleistungen und Engagement erhielt sie den Braunschweiger Bürgerpreis. Als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialwissenschaften forschte und lehrte die Soziologin in der Politikwissenschaft zu Internationaler Politik und Vergleichender Regierungslehre. Anschließend verfolgte Bartsch am Lehrstuhl für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftssoziologie ihren Forschungsschwerpunkt Bildungssoziologie. Sie lehrte in den Bereichen Arbeits- und Industriesoziologie, Jugend- und Familiensoziologie und Soziale Ungleichheit sowie Bildungssoziologie. Seit Oktober 2011 ist Annette Bartsch für das Verbundprojekt Mobilitätswirtschaft aktiv. Unter anderem durch ihre langjährige Tätigkeit an der TU, ihr Mitwirken in verschiedenen Gremien der akademischen Selbstverwaltung sowie als Mitarbeitervertreterin der TU Braunschweig in der Gemeinsamen Kommission für Gender Studies (GKG) der drei Braunschweiger Hochschulen verfügt Annette Bartsch über vielfältige Kontakte.

Zur Vita Ulrike Wrobel

Nach ihrer Ausbildung und Berufstätigkeit als Bauzeichnerin in einem Kölner Architekturbüro studierte Ulrike Wrobel Architektur an der TU Braunschweig und schloss dort als Diplom-Ingenieurin ab. Verschiedene Stationen bei Architekturbüros folgten. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin des Projektes „EQualityPlan – Universitäre Weiterbildung in Architektur und Bauingenieurwesen“ entwickelte sie Konzepte, koordinierte und organisierte Weiterbildungen an der TU Braunschweig. Mehrere Jahre arbeitete Wrobel als Studiengangskoordinatorin der Architektur in der Fakultät 3. Lehrerfahrungen gewann sie am Institut für Tragwerkslehre und am Institut für Landschaftsarchitektur. Darüber hinaus hat sie Tutoren-Schulungen und Unterstützungsangebote für Studierende in den klassischen Schlüsselqualifikationen entwickelt und durchgeführt. Seit November 2011 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Verbundprojekt Mobilitätswirtschaft. Ulrike Wrobel beschäftigt sich intensiv seit mehr als 10 Jahren mit dem Thema Weiterbildung und Persönlichkeitsentwicklung auch durch eine berufsbegleitende Coaching-Ausbildung. Ihr Interesse gilt besonders dem individuellen Wunsch nach Veränderung im Beruf durch Qualifizierung und Erweiterung der persönlichen Kompetenzen.