TUmorrowDays 2026 – Vier Tage für Nachhaltigkeit
Vom 8. bis 11. Juni 2026 zeigten die TUmorrow Days, dass Nachhaltigkeit an der Technischen Universität Braunschweig längst mehr ist als ein großes Wort. Sie wird konkret: in Forschung und Lehre, in Beschaffung und Gremienarbeit, in studentischem Engagement – und im Miteinander auf dem Campus.
Das Programm der TUmorrow Days führte an unterschiedliche Orte. In der öffentlichen Sitzung des Nachhaltigkeitsrats im Forumsgebäude wurde sichtbar, wie Nachhaltigkeit strategisch verankert und weiterentwickelt wird. In einer Fortbildung zur klimafreundlichen Beschaffung ging es um die Frage, wie auch alltägliche Verwaltungsentscheidungen Wirkung entfalten können. Im Universum Filmtheater öffnete die Vorführung des Klimawandel-Dokumentarfilms „Das Gewicht der Welt“ einen Raum für Reflexion und Austausch.
Dazwischen war das Green Office mit einem Fairtrade Coffee-Bike an verschiedenen Campusstandorten unterwegs. Es gab kostenlosen Kaffee – und vor allem eine Einladung, kurz stehenzubleiben: um ins Gespräch zu kommen über das, was an der TU Braunschweig bereits im Bereich Zukunft und Nachhaltigkeit geschieht. Und über das, was noch möglich ist.
TUmorrow Awards: Ausgezeichnete Ideen für eine nachhaltige Zukunft
Ein Höhepunkt der TUmorrow Days waren die TUmorrow Awards. Mit ihnen würdigt das Green Office wissenschaftliche Arbeiten, studentisches Engagement und Lehrformate, die zu einer nachhaltigen Entwicklung im Sinne der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen beitragen. Bis Ende April konnten Mitglieder der Universität Bewerbungen und Nominierungen einreichen. Eine interdisziplinär besetzte Jury bewertete die Beiträge. Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr Arbeiten und Projekte, die zeigen, wie konkret Nachhaltigkeit an einer Universität werden kann.
In der Kategorie Abschlussarbeiten wurden zwei Preise verliehen: Yasmin Hildebrand wurde für ihre Bachelorarbeit ausgezeichnet. Darin untersuchte sie die Pyrolyse (thermische Spaltung chemischer Verbindungen) von kohlefaserverstärkten Kunststoff-Bauteilen mittels Mikrowellenplasma-Jet zur Rückgewinnung von Kohlefasern. Für ihre Masterarbeit erhielt Esra Özcan den Preis für ihre Untersuchungen des Chlorideindringwiderstands von Ökobetonen mit rezyklierter Gesteinskörnung, um etwa die Gefahr von Korrosion der Bewehrung durch Tausalz oder Meerwasser zu bewerten.
In der Kategorie Studentisches Engagement wurden Katharina Treder, Charlotta Steinweg und Amelie Rother für ihr Projekt „Kostenlose Menstruationsprodukte an der TU Braunschweig“ ausgezeichnet. Den Preis für eine herausragende Lehrveranstaltung erhielten Professor Bastian Kindermann und Till Böckmann für „Sustainable Entrepreneurship“.
In diesem Jahr wurden ebenfalls sechs Lehrprojekte vorgestellt, die im Rahmen des Ideenwettbewerbs „Zukunft lehren 2026/27“ erstmalig gefördert werden. Mit dem Ideenwettbewerb unterstützt das Green Office gezielt Lehransätze, die verschiedene Aspekte der Nachhaltigkeit in die Lehre integrieren.
Auch Vielfalt gehört zur Zukunft
Während der TUmorrow Days wurde wie jedes Jahr auch die Pride-Flagge auf dem Campus gehisst. Studierende, Mitarbeitende und die Stadtgesellschaft folgten der Einladung des Diversity Office und setzten gemeinsam ein Zeichen für queere Repräsentation, Vielfalt und dass jeder Mensch gleich viel wert ist – unabhängig von seiner sexuellen Identität, Herkunft oder seines Aussehens. An Universitäten ist Diversität nicht nur ein „nice-to-have“, sie ist eine Bedingung für exzellente Forschung, so schreibt es auch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) auf ihrer Webseite: „Exzellente Wissenschaft braucht Vielfältigkeit (Diversität) und Originalität.“ Das Präsidium der TU Braunschweig steht geschlossen dafür, dass die Vielfalt von Menschen und Perspektiven essenziell für ein demokratisches und lebendiges Campusleben sowie für Spitzenforschung mit Strahlkraft steht.