Prof. Gabriele G. Kiefer im Beirat Klimaanpassung Berlin Integration wissenschaftlicher Erkenntnisse in politische Entscheidungen
Professorin Gabriele G. Kiefer ist eine von fünf renommierten Wissenschaftler*innen im neuen Wissenschaftlichen Beirat Klimaanpassung der Stadt Berlin. Das vom Senat eingesetzte Expertengremium wird künftig die Klimaanpassungspolitik des Landes fachlich begleiten. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse systematisch in politische Entscheidungen zu integrieren und die Wirksamkeit von Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels weiter zu erhöhen.

Professorin Gabriele G. Kiefer, Leiterin des Instituts für Landschaftsarchitektur. Bildnachweis: Erik-Jan Ouwerkerk
Laut dem Berliner Klimaanpassungsgesetz soll die Stadt bis 2040 über eine Million Bäume verfügen, um besser für den Klimawandel gewappnet zu sein. Das sind mehr als doppelt so viele Bäume wie heute. Die Umsetzung des Berliner Klimaanpassungsgesetzes, auch bekannt als „BäumePlus-Gesetz“, wird auf etwa 3,2 Milliarden Euro für die kommenden 15 Jahre geschätzt. Dies entspricht jährlichen Kosten von rund 213 Millionen Euro. Das im November 2025 vom Berliner Abgeordnetenhaus beschlossene Gesetz zielt neben der Erweiterung des Baumbestands darauf ab, die Stadt durch sogenannte „Kühlinseln“, verbesserte Grünflächen und ein optimiertes Regenwassermanagement (Schwammstadt-Prinzip) hitzesicher und wetterfest zu machen.
Das interdisziplinär besetzte Gremium vereint Expert*innen aus den Bereichen Landschaftsarchitektur, Stadtplanung, Klimaforschung, Gesundheitswissenschaften und Infrastruktur. Er wird den Senat kontinuierlich beraten und Impulse für eine nachhaltige, widerstandsfähige Stadtentwicklung geben. In den Beirat berufen wurden neben Professorin Kiefer Professor Alexander Buttgereit (Jade Hochschule), Professorin Claudia Traidl-Hoffmann (Universität Augsburg), Dr. Julia Teebken (Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) Erkner) und Professor Martin Berchtold (RPTU Kaiserslautern-Landau).
Professorin Kiefer kuratierte 2025 im Team „Stresstest” den deutschen Beitrag zur 19. Architekturbiennale in Venedig, der die Auswirkungen der urbanen Klimakrise sowie konkrete Strategien zur klimaresilienten Stadtentwicklung aufzeigte. „Die Herausforderungen der Klimakrise erfordern wissenschaftlich fundierte, praxisnahe und sozial ausgewogene Lösungen. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit den anderen Mitgliedern des Beirats zu einer klimaresilienten und lebenswerten Stadt beizutragen“, sagt die Landschaftsarchitektin. Der Beirat, der im Mai einberufen wurde, wird sich am 30. Juni 2026 zu seiner ersten Sitzung zusammenfinden.