13.10.2017 | Magazin:

Orientierungswoche: Sightseeing mit Hindernissen Stadt-Rallye für Erstsemester der Biotechnologie

Sie rätseln vor der Magni-Kirche, rennen durch den Theaterpark, machen Selfies vor der Löwen-Statue auf dem Burgplatz, füllen Zettel am Stadtmuseum aus. Es ist Stadt-Rallye-Zeit für die neuen Studierenden an der Technischen Universität Braunschweig. Ein Wettlauf gegen die Zeit mit Erstsemestern des Studiengangs Biotechnologie.

Nach kurzem Blick auf das dreiseitige Quiz und anfänglicher Ratlosigkeit stapfen die Studierenden los. Zehn Gruppen à fünf bis sechs Erstsemester erkunden die Löwenstadt. Erster Stopp: Oker. In einem Fläschchen muss Wasser aus dem Fluss mitgebracht werden. Und das möglichst, ohne ins Nasse zu rutschen. Jan Terbrack, Biotechnologie-Student im 5. Semester, der die Gruppe begleitet, schiebt seine Füße langsam Richtung Flussbett. Geschafft! Weiter geht’s durch den Theaterpark zum Großen Haus des Staatstheaters. Frage: „Welche Tiere / Fabelwesen befinden sich direkt über dem Haupteingang?“ Große Fragezeichen bilden sich über den Köpfen. Und auch das Internet bietet keine zufriedenstellende Antwort. Also wird der nächste Punkt angesteuert. Zwischendurch ein Restaurant-Tipp für die Neuen, die aus der Nähe von Osnabrück, Hannover und einem kleinen Ort bei Stendal in Sachsen-Anhalt kommen. Alle haben sich für Biotechnologie entschieden, weil sie sich schon in der Schule für Naturwissenschaften interessiert haben und in ihrem Studiengang das „Fach der Zukunft“ sehen.

Los geht's: Wie lautet die erste Frage? Bildnachweis: Bianca Loschinsky/TU Braunschweig

Stopp an der Oker: Wasserschöpfen. Bildnachweis: Bianca Loschinsky/TU Braunschweig

Halt am Staatstheater: Welche Tiere sind auf dem Dach zu sehen? Bildnachweis: Bianca Loschinsky/TU Braunschweig

Bildet die Quersumme aus den Jahreszahlen. Oh! Bildnachweis: Bianca Loschinsky/TU Braunschweig

Wo sind denn nun die Bäume, die gezählt werden sollen? Bildnachweis: Bianca Loschinsky/TU Braunschweig

Einmal nachstellen, bitte! Schöne Aufgabe. Bildnachweis: Bianca Loschinsky/TU Braunschweig

Hoch aufs Parkhaus. Bildnachweis: Bianca Loschinsky/TU Braunschweig

Und jetzt Pfeile zählen! Bildnachweis: Bianca Loschinsky/TU Braunschweig

Eierlauf-Variation mit Pepeusball. Bildnachweis: Bianca Loschinsky/TU Braunschweig

Und zum Schluss ein Selfie mit Löwen. Bildnachweis: Bianca Loschinsky/TU Braunschweig

Bäume zählen am Rizzi-Haus

Mathematisches Geschick müssen die Studierenden am Schloss beweisen. Aus den Jahreszahlen auf den Reiterstatuen soll die Quersumme gebildet werden. Wie ging das nochmal? Erst einmal alle Zahlen aufschreiben. Gerechnet wird später. Am Rizzi-Haus wird es kompliziert. Beim wohl buntesten Gebäude Braunschweigs müssen die Erstsemester herausfinden, wie viele der auf die Wände gemalten Pflanzen Bäume sind. Vielleicht einer?

Auf dem Weg durchs Magniviertel gibt es noch eine Frage für Autofahrerinnen und Autofahrer. Wie viel kostet ein Parkticket für 90 Minuten? Gut, dass der Parkautomat in der Nähe der Magnikirche schnell gefunden ist. Jetzt müssen noch Kastanien gesammelt, Texte an Fachwerkwänden entziffert und das gelbe Feuerzeug, das die Studierenden im Stoffbeutel gefunden haben, getauscht werden – gegen etwas Wertvolleres. Der lustigste und teuerste Gegenstand erhält die meisten Punkte. Und wer am Ende mit einem Ferrari zum Grotrian zurückfährt, hat die Rallye automatisch gewonnen. Heute ist keines dieser Autos in Sicht.

Eierlauf mit Peleusball

Der Brunnen „Befreiung des Menschen aus starren Bindungen und Normen“ am Friedrich-Wilhelm-Platz hält eine sportliche Aufgabe parat. Die Figuren müssen die Studierenden nachstellen. Erst einmal ein Foto des Brunnens, das Posen wird auf später verschoben.

Und dann geht es hoch über die Dächer Braunschweigs. Auf dem obersten Deck eines Parkhauses in der Innenstadt sollen die Studentinnen und Studenten Pfeile zählen. Nach einer kleinen Verschnaufpause wieder runter und zum Burgplatz. Hier haben höhere Semester eine Eierlauf-Variation aufgebaut. Statt eines Hühnereis soll auf dem Löffel ein Peleusball, normalerweise eine Pipettierhilfe, quer über den Platz transportiert werden. Gar nicht so einfach bei starkem Wind. Und zum Schluss heißt es Lächeln: Selfie vor dem bekanntesten Wahrzeichen der Stadt – dem Braunschweiger Löwen.