23.11.2017 | Magazin:

Motivation für die Lehre durch Anerkennung der Studierenden

Während die Nomierung für die LehrLEO-Awards, die studentischen Lehrpreise der TU Braunschweig, gerade begonnen hat, stellen wir die Preisträgerinnen und Preisträger 2017 noch einmal vor. Den Preis in der Kategorie „Beste Übung/Bestes Seminar“ gewann die Lehrveranstaltung „Modellierung und Numerik von Differentialgleichungen“, angeboten von Jan Glaubitz vom Institut Computational Mathematics. Das Team teach4TU hat mit ihm über die Auszeichnung gesprochen.

Zum ersten Mal wurde mit „Modellierung und Numerik von Differentialgleichungen“ eine Lehrveranstaltung aus dem Department Mathematik ausgezeichnet. Umso größer war die Freude am Institut und bei Jan Glaubitz, der über den Preis besonders überrascht war: „Insgesamt über 90 nominierte Veranstaltungen zeigen ja schon, wie groß die Konkurrenz von guter Lehre an der TU Braunschweig ist. Dass die Jury sich für meine Veranstaltung entschieden hat, freut mich aber natürlich sehr.“

Jan Glaubitz freut sich über die Auszeichnung seiner Lehre mit dem LehrLEO.
Bildnachweis: Lea-Hanke/TU Braunschweig

Vor allem die ideelle Förderung durch den LehrLEO-Award ist Glaubitz wichtig. Die eigene Lehre immer wieder zu hinterfragen und weiterzuentwickeln, koste durchaus Kraft, erklärt er: „Bereits die Nominierung zum LehrLEO-Award, hat mir gezeigt, dass diese Mühen anerkannt werden.“ Dem Wissen und den Fähigkeiten der Teilnehmenden einer Lehrveranstaltung immer wieder aufs Neue gerecht zu werden, stelle für Lehrende eine immense Herausforderung dar. Ein Patentrezept für gute Lehre gebe es nicht, so Glaubitz: „Jede Veranstaltung verdient mit ihren Teilnehmenden ihr eigenes Lehrkonzept.“

„Das richtige Konzept für die richtigen Leute“

Bei der Vorbereitung der Lehrveranstaltungen kommt dem Mathematiker, der selbst an der TU Braunschweig studiert hat, seine Experimentierfreude zugute: „In meiner Lehre probiere ich gerne Dinge aus – dieses Mal war es das richtige Konzept in der richtigen Veranstaltung für die richtigen Leute.“ Darüber hinaus legt Glaubitz großen Wert auf Empathie: „Ich versetze mich in meine eigene Studienzeit, wie habe ich mich als Student in Lehrveranstaltungen gefühlt.“ Dass es ihm gelingt, sich in die Teilnehmenden hineinzuversetzen und deren Bedürfnisse zu berücksichtigen, bestätigen auch die hochschuldidaktischen Gutachterinnen und Gutachter, die in ihrer Bewertung zur Lehrveranstaltung betonen, dass Glaubitz die Studierenden bei der selbstständigen Problemanalyse hervorragend unterstützt  hat.

Zum Abschluss unseres Gesprächs verweist Glaubitz darauf, wie wichtig es für Studierende sei, Anerkennung für die geleistete Arbeit zu erhalten. „Aber auch Lehrende benötigen die Anerkennung durch die Kursmitglieder, daraus schöpfe ich eine große Motivation immer weiter an der eigenen Lehre zu arbeiten.“