18.11.2018 | Magazin:

Mobilitätsforschung: Zusammenarbeit mit Partnern in Japan gefestigt

Zur Stärkung der internationalen Kooperationen mit Universitäten und Forschungseinrichtungen in Japan organisierte die Fakultät für Maschinenbau eine dreitägige Delegationsreise. TU-Braunschweig-Präsidentin Prof. Anke Kaysser-Pyzalla unterzeichnete für die Carolo-Wilhelmina strategisch wichtige Memoranda of Understanding (MoU) mit ausgesuchten Partnern in den Kernbereichen Fahrzeugtechnik und Luft- und Raumfahrt. „Die getroffenen Vereinbarungen mit den japanischen Partnern stärken die internationale Ausrichtung unseres Forschungsschwerpunkts Mobilität“, freut sich TU-Präsidentin Prof. Anke Kaysser-Pyzalla.

Intelligentes Fahrzeug und Vernetztes Fahren

Im Themenfeld Fahrzeugtechnik stand der Schwerpunkt „Intelligentes Fahrzeug und Vernetztes Fahren“ im Vordergrund. Hier besteht bereits eine langjährige Verbindung zum Smart Mobility Research Center (SMRC) an der Tokyo University of Agriculture and Technology (TUAT). Der frühere Institutsleiter, Prof. Masao Nagai, war einige Jahre Gastwissenschaftler am Institut für Fahrzeugtechnik in Braunschweig und ist jetzt Direktor des Japan Automotive Research Institute (JARI). „Wir haben bereits eine enge Vernetzung zwischen dem Niedersächsischen Forschungszentrum Fahrzeugtechnik, NFF, dem SMRC, den japanischen Regierungsbehörden, dem JARI und der Japan Automotive Manufacturer Association (JAMA). Dies ist eine hervorragende Basis für die zukünftige deutsch-japanische Forschungskooperation im automatisierten und vernetzten Fahren“, so Priv.-Doz. Dr. Roman Henze, Institut für Fahrzeugtechnik und NFF, der den Ausbau der Forschungskooperation federführend vorantreibt.

Unterzeichnung der MoU’s zum interdisziplinären Forschungsaustausch im Bereich „Intelligentes Fahrzeug & Vernetztes Fahren“
Unterzeichnung der MoU’s zum interdisziplinären Forschungsaustausch im Bereich „Intelligentes Fahrzeug & Vernetztes Fahren“

Unterzeichnung der MoU’s zum interdisziplinären Forschungsaustausch im Bereich „Intelligentes Fahrzeug & Vernetztes Fahren“

TU-Präsidentin Prof. Anke Kaysser-Pyzalla; Prof. Takayuki Okayama, Vice president for international affairs and public relations, TUAT; Prof. Norihiro Umeda, Vice president for Education, TUAT; Associate Prof. Pongsathorn Raksincharoensak, Smart Mobility Research Center; Prof. Christoph Herrmann, Dekan Fakultät Maschinenbau; Priv.-Doz. Dr. Roman Henze, Leiter NFF Forschungsfeld “Intelligentes Fahrzeug und Vernetztes Fahren“. Bildnachweis: Institut für Fahrzeugtechnik/TU Braunschweig

Besuch am Smart Mobility Research Center (SMRC). Bildnachweis: Institut für Fahrzeugtechnik/TU Braunschweig

Besuch am Japan Automobile Research Institute (JARI). Bildnachweis: Institut für Fahrzeugtechnik/TU Braunschweig

Unterzeichnung des MoU’s zwischen ENRI und TU Braunschweig. v.l. Prof. Peter Hecker, Vizepräsident Forschung und Institut für Flugführung der TU Braunschweig, TU-Präsidentin Prof. Anke Kaysser-Pyzalla; Shigeru Ozeki, General Director ENRI; Hirohide Matsunaga, Managing Director for Research Affairs, ENRI. Bildnachweis: Institut für Fahrzeugtechnik/TU Braunschweig

Digitale Landwirtschaft

Durch die interdisziplinäre Ausrichtung der TUAT in den Fakultäten „Engineering“ und  „Agriculture“ eröffnen sich auch Synergien im Hinblick auf gemeinsame Forschungsschwerpunkte im Bereich der „Digitalen Landwirtschaft“. Hier geht es unter anderem um automatisierte Pflanzenschutz- und Ernteprozesse, mobile und robotergestützte Arbeitsmaschinen sowie Biotechnologie, Intelligente Ökosysteme und Energiewissenschaften.

Luftfahrtforschung

Der zweite Schwerpunkt der Reise stand im Zeichen der Luftfahrtforschung. Hierzu war die Delegation der TU Braunschweig zu Besuch beim „Electronic Navigation Research Institute“ (ENRI). Im Bereich der satellitengestützten Präzisionslandeanflugverfahren und bei der Untersuchung von Störeinflüssen durch elektromagnetische Wellen arbeiten die Forscherinnen und Forscher bereits erfolgreich zusammen. Dies wurde durch die Unterzeichnung eines weiteren MoU’s durch Präsidentin Kaysser-Pyzalla und dem Generaldirektor der ENRI, Shigeru Ozeki, gestärkt.