26. Juni 2026 | Magazin:

Mission Zukunft: Ein Zwischenbericht von der IdeenExpo Eindrücke vom Stand der Technischen Universität Braunschweig

Neun Tage lang 400.000 Besucher*innen für MINT-Themen begeistern: Das ist die IdeenExpo 2026 in Hannover. Die Technische Universität Braunschweig lädt an ihrem Ausstellerstand Schüler*innen auf eine Entdeckungsreise durch ihre Forschungsbereiche. In vier thematisch unterschiedlichen „Missionen“ kann selbst getüftelt werden. Rund 100 Mitarbeitende der TU Braunschweig sorgen dafür, dass der Auftritt vom 20. bis 28. Juni reibungslos über die Bühne geht, erklären und geben Einblicke in die Forschung.

Von der Schule direkt in die Forschung? Genau das ist  beim Stand der TU Braunschweig auf der IdeenExpo möglich. 13 Mitmach-Exponate der Fakultät für Architektur, Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften, der Fakultät für Maschinenbau und der Fakultät für Elektrotechnik, Informationstechnik und Physik zeigen im kleinen Maßstab, wie echte Forschung an unserer Universität abläuft.

Anhand von vier Missionen erkunden Jugendliche zusammen mit wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen und studentischen Hilfskräften spielerisch, wie es sich an der TU Braunschweig forscht und studiert – und was ihnen selbst am meisten gefällt. War es die akustische Kamera aus der „Mission Mobilität“? Das Silo aus der „Mission Materie“? Der Minimarx-Generator aus der „Mission Energie“? Oder doch die VR-Simulation aus der „Mission Klima“, die die Insel Spiekeroog im Jahr 2100 zeigt? Nach einem Beratungsgespräch am Zukunfts.Hub nehmen die Besucher*innen mit Sicherheit erste Ideen mit nach Hause, wie ihre eigene Zukunft aussehen könnte.

Doch der TU-Stand war nicht nur für Schüler*innen interessant – auch Präsidentin Angela Ittel und Gäste aus Politik und Wirtschaft testeten das Missionssystem. Einen Einblick in die Highlights vom 23. Juni gibt eine Bildergalerie:

Großer Andrang bei den Exponaten der TU Braunschweig. Bildnachweis: Kristina Rottig/TU Braunschweig

Betritt man den Ausstellerstand der TU Braunschweig auf der IdeenExpo 2026, fällt der Blick als erstes auf den IMAB-Racer – gebaut von Studierenden und Mitarbeiter*innen des Instituts für Elektrische Maschinen, Antriebe und Bahnen. Christina Bachmann (Studieninteressiertenmarketing der Fakultät für Elektrotechnik, Informationstechnik, Physik): „Alle Altersgruppen sind vom Design des Autos fasziniert. Und den älteren Jugendlichen sage ich immer: ‚Wenn ihr bei uns studiert, dann könnt ihr auch an solchen Projekten mitwirken!‘“ Bildnachweis: Kristina Rottig/TU Braunschweig

Wie unterschiedliche Schallfrequenzen aussehen, erfahren Interessierte von Saskia Hellberg (Studentische Hilfskraft am Institut für Akustik und Dynamik) bei der akustischen Kamera, dem zweiten Exponat der „Mission Mobilität“. Das Messgerät des Instituts für Akustik und Dynamik erfasst und identifiziert kleinste Geräuschquellen sofort und hilft so, Flugzeuge leiser zu machen. Bildnachweis: Kristina Rottig/TU Braunschweig

Wieviel Spannung erzeugt welches Licht und welches Material leitet Strom am besten? Als Projekt von Studierenden am elenia Institut für Hochspannungstechnik und Energiesysteme entstanden, gibt das Modellhaus Jugendlichen in der „Mission Energie“ einen Einblick in die Energiewende. Bildnachweis: Kristina Rottig/TU Braunschweig

Der Minimarx-Generator ist das zweite Exponat der „Mission Energie“ – eine kleine Version des „Marx-Generators“ in der Hochspannungshalle des elenia Instituts für Hochspannungstechnik und Energiesysteme, ein Gerät zur Erzeugung von kurzen Hochspannungs-Impulsen. Bildnachweis: Kristina Rottig/TU Braunschweig

Jennifer Pierick und Caroline Willuhn, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen am Institut für Partikeltechnik, zeigen in der „Mission Materie“, was Teilchen alles können. Sei es das Fließverhalten von Schüttgütern im Silo ... Bildnachweis: Kristina Rottig/TU Braunschweig

… oder die manuelle Tablettenpresse. „Hier mitzuhelfen ist auf jeden Fall etwas ganz anderes, als mein gewöhnlicher Alltag! Die Fragen der Kinder haben mich auch daran erinnert, warum ich damals selbst in das Thema eingestiegen bin“, sagt Caroline Willuhn. Bildnachweis: Kristina Rottig/TU Braunschweig

In der „Mission Klima“ dreht sich alles um Wasser. Am Mäandertisch des Leichtweiß-Instituts für Wasserbau können Besucher*innen einen eigenen Fluss im Sandkasten bauen. Die Landschaft reagiert sofort, wenn ein Deich gebaut wird oder der Flussverlauf geändert wird. Bildnachweis: Kristina Rottig/TU Braunschweig

Die Modellküste vor dem steigenden Meeresspiegel schützen: Der Mini-Wellenkanal ist dem großen Wellenströmungskanal nachempfunden. „Ich gebe den Schüler*innen immer die Aufgabe, die Küste mit so wenigen Steinen wie möglich zu schützen und gleichzeitig den Meerblick zu erhalten“, erzählt Robin Henke, studentische Hilfskraft am Leichtweiß-Institut für Wasserbau. Bildnachweis: Kristina Rottig/TU Braunschweig

Mit einer VR-Brille können die Besucher*innen in das Spiekeroog der Zukunft schauen. Wieviel ist von der Nordseeinsel in 2100 noch übrig, wenn der Meeresspiegel weiter ansteigt und wie können Schutzmaßnahmen das verhindern? Bildnachweis: Kristina Rottig/TU Braunschweig

Im Projekt „HypoWave“ des Instituts für Siedlungswasserwirtschaft wachsen unter anderem Salatköpfe in einem hydroponischen System, das mit aufbereitetem, nährstoffreichem Abwasser versorgt wird und inzwischen sogar Anwendung in der Landwirtschaft findet. Beim Besuch von Präsidentin Angela Ittel erklärt Professor Thomas Dockhorn, Leiter des Instituts für Siedlungswasserwirtschaft, die Hintergründe. Bildnachweis: Kristina Rottig/TU Braunschweig

Wie beeinflusst der Müll, der illegal im Wald entsorgt wird, die Stoffe, die bei Regen mit in die Erde gewaschen werden? Das veranschaulicht die studentische Hilfskraft Robin Henke am Abfallsimulationsreaktor des Leichtweiß-Instituts für Wasserbau. Bildnachweis: Kristina Rottig/TU Braunschweig

Im nächsten Exponat der „Mission Klima“ können Besucher*innen sehen, wie es unter der Erde weitergeht. Am Grundwassermodell schildert Niklas Böhle (wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leichtweiß-Institut für Wasserbau), wie sich Schadstoffe ausbreiten und warum der Wasserspiegel an einigen Stellen schneller oder langsamer absinkt. „Grundwasser ist für uns deshalb so spannend, weil Niedersachsen viel Trinkwasser aus dem Grundwasser fördert“, meint er. Bildnachweis: Kristina Rottig/TU Braunschweig

Am Wochenende noch die IdeenExpo besuchen

Das spannende Abschlusswochenende liegt noch vor uns. Die klimatisierten Hallen der IdeenExpo bieten eine Erfrischung bei den Rekordtemperaturen der kommenden Tage. Und wenn Vizepräsident Professor Arno Kwade am 27. Juni mittags für sein Quiz zum Thema Batterierecycling auf die Bühne tritt, kommen Juniorforscher*innen voll auf ihre Kosten. Für die Gewinner*innen gibt es Preise, mit denen sich zu Hause weiterforschen lässt.