30.08.2016 | Magazin:

Meteorologische Messkampagne in Westafrika erfolgreich beendet IFF mit unbemanntem Forschungsflugzeug „ALADINA“ beteiligt

Westafrika befindet sich im Umbruch – für die nächsten Jahre und Jahrzehnte wird ein großes Bevölkerungs- sowie Wirtschaftswachstum erwartet. Die Sicherstellung der Ernährung ist stark abhängig vom Westafrikanischen Monsun. Auswirkungen des globalen Klimawandels sind derzeit schwer abzuschätzen, insbesondere, weil es nicht ausreichend Messwerte von meteorologischen Parametern gibt. Zwei Wissenschaftler und ein Student vom Institut für Flugführung der TU Braunschweig waren nun an einer internationalen meteorologischen Messkampagne in Westafrika beteiligt.

Das von der Europäischen Union geförderte Projekt DACCIWA (Dynamics-aerosol-chemistry-cloud interactions in West Africa) soll einen Beitrag leisten, das lokale Klima und den Einfluss von menschlichen Aktivitäten auf die Umwelt besser zu verstehen. Messungen und Modellrechnungen decken dabei das ganze Spektrum von großen Skalen wie der Dynamik des Monsuns bis hin zu lokalen Beobachtungen von Emissionen und deren Einfluss auf die Bewölkung ab. Unter anderem in Benin und Togo wurden meteorologische Messungen am Boden und mit verschiedenen Forschungsflugzeugen durchgeführt.

 

Eine Kuhherde läuft über die Startbahn

Eine Kuhherde läuft über die Startbahn

Gruppenbild mit Forschungsglugzeug "ALADINA"

Gruppenbild mit Forschungsglugzeug „ALADINA“

"ALADINA" auf dem Flugplatz von Savé, im Hintergrund ein Zelt als Kommandozentrale und Unterstand bei Platzregen

„ALADINA“ auf dem Flugplatz von Savé, im Hintergrund ein Zelt als Kommandozentrale und Unterstand bei Platzregen

Unbemanntes Forschungsflugzeug „ALADINA“ erneut im Einsatz
Das Institut für Flugführung der TU Braunschweig führte im Unterauftrag der Universität Toulouse meteorologische Messungen mit dem unbemannten Flugzeug „ALADINA“ durch. Drei Wochen lang waren zwei Wissenschaftler, Konrad Bärfuss und Lutz Bretschneider, unterstützt vom Studenten Endres Kathe, in Benin und führten unter ungewohnten Bedingungen Messungen durch. „Wir mussten auf giftige Schlangen aufpassen, und ab und zu lief eine Herde von Kühen über den Flugplatz“, schildert Konrad Bärfuss die Situation. Die Messflüge wurden von den Einheimischen mit großem Interesse verfolgt. Insgesamt sind die Wissenschaftler mit den über 50 Messflügen sehr zufrieden und werden in den nächsten Monaten intensiv mit der Auswertung der Daten beschäftigt sein. Das Braunschweiger Forschungsflugzeug ALADINA hat sich bereits bei mehreren Einsätzen in Melpitz bei Leipzig bewährt und einen großen Beitrag zu neuen Erkenntnissen bei der Atmosphärenforschung geleistet.

 

Weitere Informationen

 

Kontakt
Dr. Astrid Lampert
Technische Universität Braunschweig
Institut für Flugführung
Hermann-Blenk-Straße 27
38108 Braunschweig
Tel.: 0531/391-9885
E-Mail: astrid.lampert@tu-braunschweig.de
www.tu-braunschweig.de/iff

Dipl.-Ing. Konrad Bärfuss
Technische Universität Braunschweig
Institut für Flugführung
Hermann-Blenk-Straße 27
38108 Braunschweig
Tel.: 0531/391-9805
E-Mail: k.baerfuss@tu-braunschweig.de
www.tu-braunschweig.de/iff