29.04.2010 | Magazin:

Hannover Messe: TU Braunschweig mit drei Projekten vertreten

Vom 19. bis 23. April bot sich der Technischen Universität Braunschweig die Gelegenheit, zwei seiner Verbundforschungsprojekte auf dem Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) auf der Hannover Messe zu präsentieren.

In der Bekanntmachung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Themenfeld „Ressourceneffizienz in der Produktion“ aus 2008 konnte das Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik (IWF) der TU Braunschweig erfolgreich zwei Projekte platzieren mit einem Gesamtvolumen von ca. 6,4 Mio. Die Projekte EnHiPro, Energie- und Hilfsstoffoptimierte Produktion, und ProGRess, Gestaltung ressourceneffizienter Prozessketten am Beispiel Aluminiumdruckguss, starteten am Mitte 2009 und haben jeweils eine Laufzeit von drei Jahren. In diesen drei Jahren werden in beiden Projekten Methoden entwickelt und in der Praxis erprobt, die helfen sollen, den Energie- und Ressourceneinsatz sowohl bei unterschiedlichsten kleinen und mittelständischen Unternehmen aus verschiedenen Branchen (EnHiPro) als auch in hoch energieintensiven Branchen wie dem Aluminiumdruckguss (ProGRess) signifikant zu reduzieren und somit die Wettbewerbsfähigkeit produzierender Unternehmen aus Deutschland zu sichern.

Die Partnerunternehmen in beiden Projekten rekrutieren sich sowohl aus Technologiepartnern, die die technologische Weiterentwicklung der Fertigungsprozesse begleiten, als auch aus Anwenderunternehmen, die die erarbeiteten Ergebnisse direkt in die betriebliche Praxis umsetzen. Somit wird die Praxisnähe der Forschungsprojekte gewährleistet und die erarbeiteten Maßnahmen können noch während der Projektlaufzeit erprobt und ihre Anwendbarkeit sichergestellt werden.

Beide Projekte wurden nun vom Referat Öffentlichkeitsarbeit des BMBF ausgewählt, um sich auf dem Stand des BMBF auf der diesjährigen Hannovermesse einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.Vom 19. bis zum 23. April wurden auf der Messefläche des BMBF jeweils auf einem eigenen Stand beispielhafte Exponate sowie erste Forschungsergebnisse gezeigt.

Beide Projekte werden vom Projektträger Karlsruhe beim Karlsruher Institut für Technologie betreut. Koordinator der Projekte ProGRess und EnHiPro an der TU Braunschweig ist PD Dr.-Ing. Christoph Herrmann vom Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik.

Weitere Informationen zu beiden Projekten
www.progress-aluminium.de
www.enhipro.de

Projektpartner Projekt ProGRess
TU Braunschweig, Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik und Institut für Füge- und Schweißtechnik, Bühler Druckgiesssysteme GmbH, Chem-Trend GmbH, Honsel AG, KSM Castings GmbH, Magma Gießereitechnologie GmbH, G.A. Röders GmbH & Co. KG, Trimet Aluminium AG

Projektpartner Projekt EnHiPro
TU Braunschweig, Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik, introbest GmbH & Co
intronic GmbH & Co, MTS Maschinenbau GmbH, Spinnweberei Uhingen GmbH SWU, ifu Hamburg GmbH, Syslog GmbH, SSV Software Systems GmbH

Außerdem präsentierte sich die Technische Universität Braunschweig auf dem Gemeinschaftsstand des Landes Niedersachsen. Sie präsentiert sich hier erstmalig gemeinsam mit den Partnern des Innovations- und Patentverbund Braunschweig (IPV). Von der TU Braunschweig wurde ein 3-D-Scanner vorgestellt.

Rundum-Oberflächenvermessung

Räumliche Objekte werden mit Kamera und Laser erfasst, so dass ein digitales Modell des Objektes im Computer entsteht. Derartige Modelle finden in vielen Bereichen wie Bekleidungsindustrie, Medizin oder Unterhaltungsindustrie Verwendung.

Das neue System zum Einlesen von dreidimensionalen Oberflächen wird lediglich mit einer Kamera und einem Laser betrieben. Durch die Verwendung von zwei Spiegeln kann das Objekt aus drei verschiedenen Perspektiven gleichzeitig erfasst werden. Diese Vorgehensweise gewährleistet ein schnelles sowie verzerrungsfreies Einlesen der Objektdaten. Durch den minimalen Hardwarebedarf zeichnet sich das Verfahren darüber hinaus als äußerst kostengünstige Lösung aus.

Im Rahmen des IPV und im Förderprojekt „Patentes in Braunschweig“ arbeiten die drei Institutionen Physikalisch Technische Bundesanstalt (PTB), Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) und Technische Universität Braunschweig vereint an neuen Strategien zur Patentverwertung. Ziel ist die Stärkung von Patentverwertung und Technologietransfer.

Alle beteiligten Institutionen arbeiten seit Jahren auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung eng zusammen und bündeln mit dem Verbund ihre Kernkompetenzen in den Bereichen Ingenieurwissenschaften, Mobilität und Energie, Messtechnik und Sicherheitstechnologien.

Der IPV geht mit seiner Patentstrategie über die Tätigkeit reiner Patentverwertungsagenturen hinaus. Er vermarktet komplexe Technologiepakete bestehend aus Patent- und Dienstleistungsangeboten sowie dem Know-how der Erfinder.