17. Juli 2026 | Magazin: ,

Geprüfte Qualität in Studium und Lehre Breiter Rückhalt für neues Qualitätsmanagementsystem der TU

Im Mai 2023 hat sich die Technische Universität Braunschweig entschieden, den Weg in die Systemakkreditierung zu gehen. Seitdem hat sie ein neues Qualitätsmanagementsystem (QMS) für Studium und Lehre entwickelt. Das Besondere: Zahlreiche Hochschulmitglieder aus allen Statusgruppen wurden eingebunden. Am 9. und 10. Juli 2026 wurden ein wichtiger Meilenstein erreicht: Externe Gutachtende nahmen das QMS bei einer ersten Vor-Ort-Begehung unter die Lupe. Begleitet wurde sie von der Akkreditierungsagentur ACQUIN.

Nach der ersten Vor-Ort-Begehung mit der Gutachter*innengruppe und der Akkreditierungsagentur ACQUIN. Bildnachweis: Kristina Rottig/TU Braunschweig

Bachelor- und Masterstudiengänge müssen in Deutschland regelmäßig akkreditiert werden. Dabei wird geprüft, ob sie festgelegte Qualitätsstandards erfüllen – von ihrem fachlichen Konzept bis zu den Bedingungen, unter denen Studierende lernen. Bislang musste die TU Braunschweig ihre Studiengänge dafür einzeln durch externe Agenturen akkreditieren lassen.

Mit einer erfolgreichen Systemakkreditierung kann die Universität künftig selbst prüfen und bestätigen, dass ihre Studiengänge die geltenden Qualitätsstandards erfüllen. An die Stelle der bisherigen externen Akkreditierungen tritt ein hochschulinternes Verfahren, das auf dem von der TU entwickelten QMS basiert. Das macht die Universität unabhängiger von einzelnen externen Verfahren, beschleunigt die Prozesse und schafft mehr Gestaltungsspielraum.

Davon profitieren vor allem Studierende und Lehrende: Rückmeldungen können schneller aufgegriffen, Studiengänge gezielter weiterentwickelt und die Bedürfnisse der Fächer wirksamer mit den Entwicklungszielen der TU verbunden werden. Damit die Qualität auch langfristig verlässlich gesichert bleibt, wird das QMS weiterhin regelmäßig von externen Expert*innen überprüft.

Qualität entsteht im Dialog

Das in den letzten Jahren entwickelte QMS setzt insbesondere auf Dialog. Im Mittelpunkt stehen strukturierte Gesprächsformate, in denen die Qualität der Studiengänge gemeinsam reflektiert und verbindliche Maßnahmen für deren Weiterentwicklung vereinbart werden. Auf diese Weise kann langfristig eine lebendige Qualitätskultur in Studium und Lehre gefördert werden.

Professor Knut Baumann, Vizepräsident für Studium, sagt: „Die Gutachtenden haben einen sehr positiven Eindruck von unserem QMS gewonnen. Die gemeinsame Gestaltung dieses Schritts mit Beteiligten aus der gesamten Universität schafft einen breiten Rückhalt. Dafür bin ich allen Mitwirkenden, vor allem den Studierenden, die hier ihre Perspektiven eingebracht haben, sehr dankbar.“

Neben dem Verfahren zur internen Akkreditierung von Studiengängen wurden unter anderem ein fakultätsübergreifender Kernfragebogen für die Evaluation von Lehrveranstaltungen und ein Leitbild für die Lehre entwickelt.

Positives Fazit der Gutachtenden

Grundlage der Begutachtung ist ein Bericht der TU Braunschweig, in dem sie ihr QMS und dessen Umsetzung ausführlich beschreibt. Hinzu kommen zwei Vor-Ort-Begehungen, bei denen externe Gutachtende mit verschiedenen Hochschulangehörigen ins Gespräch kommen. Die erste dieser Begehungen fand am 9. und 10. Juli 2026 statt. In mehreren Gesprächsrunden tauschten sich ausgewählte Mitglieder der TU mit den Gutachtenden über ihre Erfahrungen mit dem neuen QMS aus.

Gespräche wurden unter anderem mit dem Präsidium, Studierenden, Studiendekan*innen und Geschäftsführerenden, Mitgliedern der relevanten Entscheidungsinstanzen, der Kommission für Akkreditierung und Studium (KAS) sowie der internen Akkreditierungsausschüsse, und Mitgliedern des zentralen und dezentralen Qualitätsmanagements geführt.

Die Gutachtenden zogen ein sehr positives Fazit. Sie würdigten sowohl die sorgfältige Ausarbeitung und hohe Qualität des QMS als auch den breiten Rückhalt in der Hochschule. Besonders überzeugte sie, dass das System von den verschiedenen Statusgruppen der Hochschule getragen wird, was sich auch in der Atmosphäre und dem konstruktiven Austausch während der Gesprächsrunden widergespiegelt habe. Abschließend betonten die Gutachtenden, dass sie sich auf die zweite Begehung an der TU Braunschweig im Frühjahr 2027 freuen. Im gleichen Jahr ist auch der Abschluss des Verfahrens vorgesehen.

Ein gemeinsamer Erfolg

Die TU Braunschweig bedankt sich herzlich bei allen Hochschulmitgliedern, die den Prozess der Systemakkreditierung mitgestaltet haben: sei es durch ihre Mitwirkung an der Entwicklung des QMS oder durch ihre Teilnahme an den Gesprächen mit den Gutachtenden. Ein besonderer Dank gilt den Studierenden, die ihre Perspektiven auf das QMS sowie auf Studium und Lehre eingebracht haben. Ihr Engagement und ihre Offenheit leisten einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Verfahrens.

Link:
Website zur Systemakkreditierung