01.11.2016 | Magazin:

Familienfreundlichkeit für alle Studierenden und Beschäftigten Leitlinien für familienfreundliches Führen

„Die TU Braunschweig ist auf allen Ebenen konsequent familienfreundlich“, hat sich die TU Braunschweig im Rahmen ihres Strategieprozesses auf die Fahnen geschrieben. Als wichtige Etappe auf dem Weg zur familienfreundlichen Hochschule und der Förderung und Entwicklung des Bewusstseins für Familiengerechtigkeit ist jetzt vom Senat und Präsidium der Leitfaden familienfreundliches Führen beschlossen und veröffentlicht worden.

Kleiner Plüschlöwe mit roten T-Shirt und Logo der TU Braunschweig

Als Willkommensgruß erhalten neugeborene Kinder von studierenden und beschäftigten Eltern an der TU Braunschweig neben Informationsmaterial einen Plüschlöwen. Bildnachweis: TU Braunschweig

„Wie familienfreundlich ist die Technische Hochschule?“ wurden Ende 2013 alle Beschäftigte und Studierenden der TU Braunschweig im Rahmen einer Studie gefragt. Das klare Ergebnis der über 1.500 Teilnehmenden war: „Familienfreundlichkeit muss Führungsaufgabe sein“. So hat im Sommersemester 2016 eine Arbeitsgruppe im Rahmen eines akademischen Fachzirkels aus allen Statusgruppen ihre Arbeit aufgenommen und die Leitlinien familienfreundliches Führen erarbeitet.

„Die Leitlinien sollen Orientierung und Anregung geben für bedarfsorientierte und individuelle Lösungen. Sie sollen Führungskräfte unterstützen, die Vereinbarkeit von Beruf bzw. Studium und Familien konsequent umzusetzen,“ so  Prof. Simone Kauffeld, Vizepräsidentin für Lehre und Diversity, unter deren Leitung in einem akademischen Fachzirkel die Leitlinien erarbeitet wurden und die Umfrage 2013 durchgeführt wurde.

Ob mit oder ohne Kinder: Familienfreundlichkeit gilt für alle

Familienfreundlichkeit spielt in vielen Bereichen eine Rolle, zum Beispiel bei der Planung von Karrierewegen oder einer erfolgreichen Arbeitsorganisation. Unabhängig von ihrer familiären Situation soll eine Arbeits- und Studienkultur geschaffen werden, die allen eine Vereinbarkeit von Beruf, Studium und Privatleben ermöglicht. „Die Leitlinien richtet sich nicht nur an Menschen, die gerade kleine Kinder oder zu pflegende Angehörige haben, sondern gilt für alle Beschäftigten und Studierenden“, betont Sandra Dittmann, die als Gleichstellungsbeauftragte und Leiterin der Stabstelle Gleichstellung mit an den Leitlinien gearbeitet hat. „Die Leitlinien sollen dazu beitragen, die Vereinbarkeit der verschiedenen Lebensbereiche zu fördern und ein Gegeneinander von Menschen mit und ohne Kinder zu vermeiden.“

„Ob Best-Practice Beispiele, die von anderen Einrichtungen übernommen werden können, oder Hinweise, wo es gerade nicht so gut läuft,  wir wünschen uns Feedback, damit wir die gelebte Familienfreundlichkeit weiter optimieren können“, so Dittmann.