29.09.2017 | Magazin:

Exzellenz-Vorhaben „QuantumFrontiers“ zum Vollantrag aufgefordert Interview mit LENA-Vorstandssprecher Professor Andreas Waag

Der gemeinsame Exzellencluster-Antrag „QuantumFrontiers“ der Wissenschaftsallianz Hannover-Braunschweig wurde mit 88 weiteren Vorschlägen aus 195 Projektskizzen ausgewählt und nun zu einem Vollantrag im Rahmen der Exzellenzstrategie aufgefordert. Professor Andreas Waag ist neben Professor Karsten Danzmann und Professor Piet Schmidt einer der drei Sprecher von „QuantumFrontiers“ und erklärt, worum es bei dem Verbundvorhaben geht.

Herr Professor Waag, die gemeinsame Projektskizze „QuantumFrontiers“ wurde zum Vollantrag aufgefordert. Was bedeutet das?

Zunächst freuen wir uns riesig, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern an der Leibniz Universität Hannover und der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in diesem äußerst kompetitiven Wettbewerb der besten Forschungsverbünde erfolgreich sind und zu einer Vollantragstellung aufgefordert werden. Übersetzt man dies in die Sprache des Fußballes bedeutet das: Wir sind jetzt im Finale.

Worum geht es bei dem geplante Exzelenzcluster?

„QuantumFrontiers“ ist ein Verbundprojekt, das sich im interdisziplinären Forschungsfeld zwischen  Quantentechnologien und der Metrologie bewegt. „QuantumFrontiers“ befasst sich mit Licht und Materie an der Quantengrenze und wird Maßstäbe bezüglich der Präzision zukünftiger Experimente setzen. Immer präzisere Experimente stoßen Tore auf zu neuer Erkenntnis. Konkrete Beispiele sind die Erforschung von Gravitationswellen, die Manipulation einzelner Atome mit Licht oder die nanoskalige Integration photonischer und elektronischer Funktionen in Halbleiter-Chips für neue Sensoren.

Im Fußball und Wissenschaft ist Teamarbeit wichtig. Mit welchen Spielern ist die TU Braunschweig bei „QuantumFrontiers“ auf dem Platz?

Der Erfolg basiert auf der Partnerschaft aller beteiligten Institutionen. Voraussetzung für den Erfolg waren darüber hinaus zielgerichtete, von Bund und Land ko-finanzierte Investitionen in die Forschungs-Infrastruktur vor Ort. Eine große Rolle in „QuantumFrontiers“ wird unser Forschungszentrum für Nanometrologie, das Laboratory for Emerging Nanometrology „LENA“, und die dort beteiligten Wissenschaftler spielen. Für den Neubau wurden über 33 Millionen Euro investiert. Über 100 Wissenschaftler werden ab 2018 im LENA die Nano-Welt erforschen – eingebettet in eine international konkurrenzfähige Infrastruktur.