06.07.2012 | Magazin:

Exkursion des Instituts für mobile Maschinen und Nutzfahrzeuge war voller Erfolg

Auch in diesem Jahr bot das Institut für mobile Maschinen und Nutzfahrzeuge der TU Braunschweig eine Exkursion für die Studierenden des Maschinenbaus an. Ziele der zweitägigen Reise waren diesmal die Firma Alstom Transport in Salzgitter, die Amazonen Werke in Hasbergen-Gaste sowie die Firma Krone mit ihren Standorten in Spelle und Werlte. Dabei konnten die Studierenden Einblicke in die Produktion und Entwicklung von Schienenfahrzeugen, modernen Landmaschinen sowie LKW-Anhängern gewinnen.

Dreißig Studierende, einige wissenschaftliche Mitarbeiter und Professor Ludger Frerichs trafen sich am Institut, um gemeinsam zur ersten Station des Tages, der Firma Alstom Transport Deutschland GmbH in das nur wenige Kilometer entfernte Salzgitter aufzubrechen. Nach einer kurzen Begrüßung wurde den Studierenden der komplexe und spannende Entwicklungsprozess von Schienenfahrzeugen nähergebracht. Gerade die widrigen Wetterbedingungen und die länderspezifischen Eigenheiten im Schienenverkehr stellen dabei für jeden Ingenieur eine große Herausforderung dar. Im anschließenden Rundgang konnte hautnah die Produktion der Drehgestelle und die Inbetriebnahme fertiger Züge miterlebt werden. So durfte unter anderem auch mal ein Zug von oben unter die Lupe genommen werden, um die einzelnen Bauteile auf dem Dach ausgiebig zu inspizieren.

Gegen Mittag ging es mit dem Bus weiter nach Hasbergen-Gaste zu den Amazonen Werken. Hier wurde den Studierende die Welt der Düngerstreuer und Spritzmaschinen näher gebracht. Neben dem konstruktiven Part bei der Entwicklung neuer Systeme wurden auch die anschließenden Prüfverfahren für neue  Düngestreuer gezeigt. So erhielten die Teilnehmer Einblicke in den Aufbau von Messverfahren zur Düngerverteilung sowie die Ermittlung der optimalen Maschinenparameter für den jeweiligen Dünger. Anschließend stellten sich Dr. Bernd Scheufler, als ehemaliges Mitglied der Geschäftsführung, als auch Herr Hüggelmeier vom Personalmanagement den Fragen der Studierenden, die sich vor allem für Einstiegsmöglichkeiten sowie Praktika und Abschlussarbeiten bei den Amazonen Werken interessierten.

Am Abend wurde das Nachtquartier erreicht, das Hotel Krone, im beschaulichen Städtchen Spelle im südlichen Emsland. Dr. Bernard Krone ließ es sich nicht nehmen, die Braunschweiger persönlich zu begrüßen und mit ihnen zu Abend zu essen. Dabei betonte er seine tiefe Verbundenheit zur Carolo-Wilhelmina, die ihm seinerzeit die Ehrendoktorwürde verlieh.

Am nächsten Morgen Stand die Besichtigung der Maschinenfabrik Bernard Krone auf dem Programm. Hier wurde den Studierenden ein Überblick über die Entwicklung und Produktion von modernen Feldhäckslern, Pressen und Mähwerken gegeben. Neben dem Rundgang durch die Produktion wurde den Ingenieuren von morgen ein exklusiver Blick auf die Arbeitsplätze der Konstrukteure und Entwickler ermöglicht. In einem abschließenden Gespräch konnten die Studierende Dr. Martensen, als Entwicklungsleiter, als auch Frau Junge vom Personalmanagement mit Fragen zur Maschinenfabrik Krone löchern.

Als letzte Station stand das Fahrzeugwerk Bernard Krone auf dem Exkursionsprogramm. Wie entstehen LKW-Anhänger und Auflieger, was sind zukünftige Herausforderungen im Transportgewerbe, wie verhält es sich mit den Lang-LKW auf deutschen Straßen, waren dabei nur einige Fragen, die seitens Krone ausführlich beantwortet wurden. Nach der Begrüßung durch Dr. Sasse und einem Rundgang durch die Produktion stand Dr. Wessling, Entwicklungsleiter, mit weiteren Krone Mitarbeitern Rede und Antwort.

Die regen Diskussionen im Bus zwischen den Studierenden nach jeder Firmenbesichtigung zeigten ganz deutlich, wie groß das Interesse an den jeweiligen Firmen war. Auch abschließende Gespräche machten klar, dass die Studierenden viele neue Eindrücke gewonnen hatten. An dieser Stelle möchten wir noch einmal allen Firmen herzlich danken, dass sie uns so offenherzig empfangen haben und uns einen tiefen Blick in die spannenden Tätigkeiten des zukünftigen Ingenieurlebens geben konnten.