29.08.2014 | Magazin:

Braunschweiger Mikroflieger bei internationalem Wettbewerb in den Niederlanden

Die studentische Arbeitsgruppe AKAMAV und das Institut für Flugführung der Technischen Universität Braunschweig haben vom 11. bis 15. August 2014 an der internationalen „Micro Air Vehicle conference and competition 2014 (IMAV)“ in Delft/Niederlande teilgenommen und konnten mit ihren selbstentwickelten Kleinfluggeräten gute Erfolge erzielen.

Das AKAMAV-Team auf der IMAV in Delft

Das AKAMAV-Team auf der IMAV in Delft

Die Micro Air Vehicle conference and competition (IMAV) ist eine jährliche Veranstaltung, die eine wissenschaftliche Konferenz mit einem Flugwettbewerb kombiniert. So wurden die verschiedenen selbstgebauten Fluggeräte, die von den 13 internationalen Teams auf der Konferenz vorgestellt wurden, im Wettbewerb einem Praxistext unterzogen.

Unter den Augen professioneller Rettungskräfte hatten auch die Braunschweiger Mikroflieger und ihre verschiedenen Kleinfluggeräte zwischen 25 und 100 Zentimeter bei einer Rettungsmission zu bestehen. Eine fiktiven Naturkatastrophe stellte die Nachwuchsingenieure um Thomas Krüger vom Institut für Flugführung der TU Braunschweig daher vor verschiedene Aufgaben: Innerhalb von 30 Minuten galt es über dem Übungsdorf „Oostdorp“ automatisch eine aktuelle Luftbildkarte zu erstellen und unter anderem Straßensperren zu erkennen sowie Überlebende in den Häusern aufzuspüren. Die anwesenden Rettungsprofis attestierten den unbemannten Flugsystemen, als kostengünstiges und effektives Werkzeug bei der Aufklärung und gefährlichen Situationen, viel Potential, berichtet Thomas Krüger nach seiner Rückkehr. Doch trotz der in vielen Teilen überzeugenden Leistung platzierte die Fachjury die Braunschweiger Mikroflieger im mittleren Bewerberfeld.

„Unsere verschiedenen Fluggeräte konnten nicht alle Aufgaben mit Bravour meistern, allerdings brauchen wir den Vergleich mit den anderen internationalen Teams nicht scheuen“, erläutert Diplomingenieur Thomas Krüger. „Die Konferenzen wie auch der Wettbewerb stehen ganz im Zeichen eines akademischen Wettstreits und die internationalen Kontakte, die wir hier knüpfen können, sind besser als eine Goldmedaille“, so Krüger weiter. „Außerdem konnten wir Bestätigung und vor allem sehr viel Inspiration nach Braunschweig mitnehmen, was unsere Arbeit vor Ort bereichern wird.“, fasst der Experte für Flugführung zusammen.

Die studentische Arbeitsgruppe AKAMAV

Die AKAMAV ist eine studentische Arbeitsgruppe an der Technischen Universität Braunschweig. Ziel ihrer Arbeit ist die Entwicklung kleiner unbemannter Flugsysteme, so genannter Micro Air Vehicles (MAVs). Entwurf, Konstruktion und Betrieb liegen dabei in studentischer Hand. Das Institut für Flugführung (IFF) der TU Braunschweig beschäftigt sich in verschiedenen Forschungsbereichen ebenfalls mit unbemannten Flugsystemen und unterstützt die Studenten der AKAMAV.