11.12.2017 | Magazin:

Bio-Brennstoffzellen gewinnen Nachhaltigkeitspreis Braunschweiger Forscher an ausgezeichnetem Projekt beteiligt

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Braunschweig, Clausthal und Karlsruhe wurden am 8. Dezember 2017 für ihr Projekt „BioBZ“mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis Forschung ausgezeichnet. Beteiligt ist auch Professor Uwe Schröder, Leiter des Instituts für Ökologische und Nachhaltige Chemie an der Carolo-Wilhelmina.

Prof. Thomas Hanschke (links), Präsident der TU Clausthal, und das Team (von links): Prof. Robert Kreuzig, Prof. Uwe Schröder (beide TU Braunschweig), Prof. Michael Sievers (TU Clausthal), Prof. Ulrich Kunz (TU Clausthal), Dr. Thorsten Hickmann (Eisenhuth GmbH, Osterode), Prof. Harald Horn (Karlsruher Institut für Technologie). Bildnachweis: TU Clausthal.

Bakterien, die Strom liefern können

Koordiniert vom CUTEC-Forschungszentrum an der TU Clausthal werden im Verbundprojekt „BioBZ“ bio-elektrochemische Brennstoffzellen als Baustein einer energieerzeugenden Abwasserbehandlung erforscht und entwickelt. Ein Teil der Energie, die eine Kläranlage benötigt, soll vor Ort durch Bakterien erzeugt werden, was zur Senkung des Stromverbrauches der Kläranlage beiträgt. Langfristig könnte ein kommunales Klärwerk mit dieser Technologie sogar vom Stromverbraucher zum Stromerzeuger werden, erläutert Schröder. Mit seinem Team untersucht er, welche Abwasserbakterien dafür besonders geeignet sind und wie sie zur Energiegewinnung effektiv herangezogen werden können.

Know-how aus Clausthal, Grundlagen aus Braunschweig

Uwe Schröder und sein Team erforschen seit 2008 an der Carolo-Wilhelmina mikrobielle Brennstoffzellen und gehören damit zu den weltweit führenden Arbeitsgruppen auf diesem Gebiet. Doch um damit langfristig eine direkte Energiegewinnung beziehungsweise Energierückgewinnung zu ermöglichen, brauchte es Grundlagenforschung. Das Braunschweiger Team ist maßgeblich daran beteiligt zu erforschen, auf welche Art und Weise bestimmte Bakterien Strom produzieren und leiten können. Eine wichtige Grundlage, um dieses Potenzial für nachhaltige Energiewandlungsprozesse nutzen zu können.