25.10.2017 | Magazin:

Bio-Brennstoffzellen für Nachhaltigkeitspreis nominiert Braunschweiger Forscher an preisverdächtigem Projekt beteiligt

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Braunschweig, Clausthal und Karlsruhe können sich Hoffnung auf den Deutschen Nachhaltigkeitspreis machen. Mit ihrem Projekt „BioBZ“ sind sie in der Kategorie Forschung nominiert. Ob sie gewinnen, entscheidet eine Online-Abstimmung.

Online-Abstimmung entscheidet

Statuette des Deutschen Nachhaltigkeitspreises. Bildnachweis: Frank Fendler/Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis.

Die Freude bei den Forscherinnen und Forschern an den Technischen Universitäten Braunschweig und Clausthal war groß, als die drei Projekte für die Endrunde es Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2017 bekannt gegeben wurden. Darunter Professor Uwe Schröder von der Technischen Universität Braunschweig. Der Leiter des Instituts für Ökologische und Nachhaltige Chemie ist an dem Forschungsprojekt „BioBZ“ beteiligt, über das jeder online abstimmen kann.

Bakterien, die Strom liefern können

Koordiniert vom CUTEC-Forschungszentrum an der TU Clausthal werden im Verbundprojekt „BioBZ“ bio-elektrochemische Brennstoffzellen als Baustein einer energieerzeugenden Abwasserbehandlung erforscht und entwickelt. Ein Teil der Energie, die eine Kläranlage benötigt, soll vor Ort durch Bakterien erzeugt werden, was zur Senkung des Stromverbrauches der Kläranlage beiträgt. Langfristig könnte ein kommunales Klärwerk mit dieser Technologie sogar vom Stromverbraucher zum Stromerzeuger werden, erläutert Schröder. Mit seinem Team untersucht er, welche Abwasserbakterien dafür besonders geeignet sind und wie sie zur Energiegewinnung effektiv herangezogen werden können.

Know-how aus Clausthal, Grundlagen aus Braunschweig

Uwe Schröder und sein Team erforschen seit 2008 an der Carolo-Wilhelmina mikrobielle Brennstoffzellen und gelten als eine der weltweit führenden Arbeitsgruppen auf diesem Gebiet. Doch um damit langfristig eine direkte Energiegewinnung beziehungsweise Energierückgewinnung zu ermöglichen, brauchte es Grundlagenforschung. Das Braunschweiger Team ist maßgeblich daran beteiligt zu erforschen, auf welche Art und Weise bestimmte Bakterien Strom produzieren und leiten können. Eine wichtige Grundlage, um dieses Potenzial für nachhaltige Energiewandlungsprozesse nutzen zu können.