25.09.2012 | Magazin:

Antibiotika-Fabriken im Fokus VAAM-Workshop über Wirkstoff produzierende Mikroorganismen vom 27. bis 29. September in Braunschweig

Antibiotika sind Substanzen aus der Natur, die gezielt Bakterien abtöten oder deren Wachstum hemmen. Hergestellt werden sie von Bakterien und Pilzen, die damit andere Mikroorganismen in ihrer Umgebung schädigen und sich einen Wachstumsvorteil verschaffen.

Mit diesen Wirkstoffproduzenten beschäftigt sich der internationale Workshop „Biology and Chemistry of Antibiotic-Producing Bacteria and Fungi” vom 27. bis 29. September 2012 an der Technischen Universität (TU) Braunschweig. Das jährlich stattfindende Symposium wird in diesem Jahr vom Institut für Organische Chemie der TU, dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) und der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) gemeinsam ausgerichtet. „Die Zahl der Bakterien, die gegen Antibiotika resistent geworden sind, steigt seit Jahren Besorgnis erregend“, sagt Dr. Jeroen Dickschat von der TU Braunschweig, Hauptorganisator der Tagung. „Die Suche nach neuen Antibiotika ist deshalb von größter medizinischer Bedeutung. Dazu leistet die Erforschung Wirkstoff produzierender Organismen einen wichtigen Beitrag.“ In der Region Braunschweig forschen mehrere Institute an Naturstoffen. „Die Stadt ist ein Zentrum dieser Forschungsrichtung und bietet somit einen idealen Rahmen für diese Veranstaltung“, so Dickschat.

Der führende Experte Bradley S. Moore vom Scripps Institut für Ozeanographie wird im Rahmen der Tagung über die Suche nach neuen natürlichen Substanzen mithilfe der Genomforschung sprechen.

Die Veranstaltung richtet sich vor allem an jüngere Wissenschaftler, die ihre eigene Forschungsarbeit in Kurzvorträgen und während Poster-Präsentationen vorstellen und mit den Konferenzteilnehmern diskutieren können. Am Ende der dreitägigen Veranstaltung werden die besten Vorträge und Poster ausgezeichnet. Erwartet werden rund 150 Teilnehmer.

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.oc.tu-bs.de/dickschat/vaam2012.

Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung:
Am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) untersuchen Wissenschaftler die Mechanismen von Infektionen und ihrer Abwehr. Was Bakterien oder Viren zu Krankheitserregern macht: Das zu verstehen soll den Schlüssel zur Entwicklung neuer Medikamente und Impfstoffe liefern.
www.helmholtz-hzi.de

Die Technische Universität Braunschweig:
An der Technischen Universität Braunschweig (gegründet 1745, 15.500 Studierende) sind Ingenieur- und Naturwissenschaften als Kerndisziplinen eng vernetzt mit den Wirtschafts- und Sozial-, Geistes- und Erziehungswissenschaften. Die TU Braunschweig ist Partner in der Allianz der Niedersächsischen Technischen Universität (NTH) und der TU9 German Institutes of Technology.
www.tu-braunschweig.de

Die Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie:
Die Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) ist ein Zusammenschluss von etwa 3000 mikrobiologisch ausgerichteten Wissenschaftlern mit dem Ziel des Informationsaustausches und der Vernetzung ihrer Mitglieder.
www.vaam.de

 

Kontakt
Dr. Jeroen S. Dickschat
Institut für Organische Chemie
Technische Universität Braunschweig
Hagenring 30, 38106 Braunschweig
Tel.: 0531 391-5264
E-Mail: j.dickschat@tu-braunschweig.de
www.oc.tu-bs.de/dickschat

Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Inhoffenstraße 7, 38124 Braunschweig
Tel.: 0531 6181-1401
E-Mail: presse@helmholtz-hzi.de