22.08.2012 | Presseinformationen:

Zwei neue „Niedersachsenprofessuren Forschung 65+“ an der TU Braunschweig

Prof. Dr. Hans-Henning Arnold, Prof. Dr. Kurt Hahlweg, Niedersächsische Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka, TU-Präsident Prof. Dr. Jürgen Hesselbach

 
Prof. Dr. Hans-Henning Arnold und Prof. Dr. Kurt Hahlweg der Technischen Universität Braunschweig gehen erfolgreich aus der fünften Ausschreibungsrunde des Programms „Die Niedersachsenprofessur – Forschung 65+“ hervor. Insgesamt werden neun Spitzenwissenschaftler mit rund 1,5 Millionen Euro aus Mitteln des VW-Vorab gefördert. Dieses deutschlandweit einmalige Projekt erlaubt es herausragenden Forschern, die die Pensionsgrenze erreicht haben, weiterhin an niedersächsischen Universitäten zu forschen und zu lehren.

 
 

Prof. Dr. Hans-Henning Arnold, Institut für Biochemie und Biotechnologie

  • Forschungsprojekt
    Molekulare Mechanismen der Entstehung und aktivitätsabhängigen Dynamik neuronaler Netzwerke im Zentralnervensystem von Vertebraten

    Erkrankungen im Gehirn und Verletzungen des Rückenmarks führen häufig zu Schäden im zentralen Nervensystem, die nach dem heutigen Stand der Wissenschaft in den meisten Fällen nicht mehr behoben werden können. Genaue Kentnisse der Mechanismen innerhalb des zentralen Nervensystems können dabei helfen, die Abläufe besser zu verstehen. Durch die Erforschung grundsätzlicher Genfunktionen von Wirbeltieren können neue Zusammenhänge zwischen Genen und menschlichen Erkrankungen herausgefunden werden. Es wird erwartet, dass die hier geplanten entwicklungsbiologischen sowie zell- und molekularbiologischen Arbeiten neue Informationen und Erkenntnisse mit grundsätzlicher Bedeutung für neuronale Netzwerke in Wirbeltieren hervorbringen.

 

Prof. Dr. Kurt Hahlweg, Institut für Psychologie

  • Forschungsprojekt
    Die Sprachgrundfrequenz als Maß emotionaler Erregung in der Klinischen Psychologie und Psychotherapie

    Die Sprachgrundfrequenz bezeichnet die Tonhöhe der menschlichen Stimme. Anhand der Tonhöhe, also der Art wie es etwas gesagt wird, lässt sich der Grad der emotionalen Erregung abmessen. Im Rahmen der Niedersachsenprofessur soll die Interaktion von Therapeut und Patient im Rahmen einer Psychotherapie erforscht werden. Untersucht wird, ob eine erhöhte oder zu niedrige Sprachgrundfrequenz mit dem Therapieergebnis zusammenhängt. Bei Angstpatienten könnte eine zu niedrige Tonhöhe beispielsweise auf ein Vermeidungsverhalten hindeuten, welches den Therapieverlauf erschwert. Bei erfolgreichen Pilotergebnissen soll ein Forschungsantrag bei der DFG gestellt werden. Mithilfe finanzieller Unterstützung der DFG wurde bereits die Rolle der Sprachgrundfrequenz in der Partnerschaft erforscht.

 

Weitere Informationen unter www.mwk.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=6257&article_id=108230&_psmand=19

 

Kontakt:

Prof. Dr. Hans-Henning Arnold
Institut für Biochemie und Biotechnologie
Abteilung Zell- und Molekularbiologie
Tel.: 0531 391-5735
h.arnold@tu-braunschweig.de
www.tu-braunschweig.de/molbio

Prof. Dr. Kurt Hahlweg
Institut für Psychologie
Abteilung für Klinische Psychologie, Psychotherapie und Diagnostik
Tel.: 0531 391-3623
k.hahlweg@tu-braunschweig.de
www.tu-braunschweig.de/psychologie/abt/klinische