22. April 2026 | Presseinformationen:

Wahl der Vizepräsident*innen an der TU Braunschweig Die Universität setzt auf Erneuerung und Kontinuität zugleich

Manche Entscheidungen sind mehr als nur Personalfragen. Sie zeigen, worauf eine Universität ihren Blick richtet. Mit zwei neuen Präsidiumsmitgliedern und einem neuen Ressort stärkt die TU Braunschweig genau die Bereiche, auf die es jetzt besonders ankommt: Spitzenforschung mit hoher gesellschaftlicher und globaler Relevanz sowie eine zukunftsfähige Lehre.

Das neue Präsidium (v.l.): Prof. Dr.-Ing. Arno Kwade (Vizepräsident für Transfer und Innovation), Prof. Dr.-Ing. Markus Henke (Vizepräsident für Forschung und Internationales), Prof. Dr. Stefanie Hartz (Vizepräsidentin für Lehrinnovation), Prof. Dr. Knut Baumann (Vizepräsident für Studium), Präsidentin Prof. Dr. Angela Ittel, Prof. Dr.-Ing. Manfred Krafczyk (Hauptberuflicher Vizepräsident für Digitalisierung und Nachhaltigkeit) und Dietmar Smyrek (Hauptberuflicher Vizepräsident für Personal, Finanzen und Hochschulbau). Bildnachweis: Kristina Rottig/TU Braunschweig

Am 22. April 2026 bestätigte der Senat der TU Braunschweig den Wahlvorschlag von Präsidentin Angela Ittel für die nebenberuflichen Vizepräsident*innen für die Amtszeit von Mai 2026 bis April 2028.

Damit verbindet die Universität Kontinuität und Erneuerung zugleich: Bewährte Erfahrung bleibt an Bord, während das Präsidium dort neu aufgestellt wird, wo Hochschulen heute besonders gefordert sind. Mit zwei neuen Vizepräsident*innen, zwei bestätigten Amtsinhabern und einem neu geschaffenen Ressort setzt die Universität ein klares Zeichen: Starke, international sichtbare Forschung und innovative Lehre rücken in das Zentrum der strategischen Entwicklung.

„Universitäten müssen sich in Zeiten von Krisen, demografischem Wandel und Künstlicher Intelligenz in Forschung und Lehre neu aufstellen. Die großen Aufgaben unserer Zeit verlangen starke international ausgerichtete Forschung und eine Lehre, die junge Menschen zu Changemaker*innen ausbildet und sie für eine unsichere Zukunft befähigt. Dafür braucht es Vertrauen, Klarheit und ein Präsidium, das genau diese Aufgaben in den Blick nimmt.“ – Präsidentin, Angela Ittel

Markus Henke, Professor für Elektrische Antriebe, übernimmt künftig das Ressort Forschung sowie die Bündelung der Querschnittsaufgaben im Bereich Internationales. Das neu eingerichtete Ressort Lehrinnovation wird von Stefanie Hartz, Professorin für empirische Weiterbildungsforschung, geleitet. Knut Baumann, Professor für Medizinische und Pharmazeutische Chemie, wurde für eine weitere Amtszeit bestätigt und wird weiterhin den Bereich Studium verantworten. Auch Arno Kwade, Professor für Mechanische Verfahrenstechnik und Partikeltechnik, wird seine Arbeit im Präsidium fortsetzen und in der kommenden Amtszeit die Ressorts Transfer und Innovation weiter ausbauen. Das Präsidium der TU Braunschweig setzt sich damit künftig wie folgt zusammen:

Das Präsidium der TU Braunschweig

  • Präsidentin: Prof. Dr. Angela Ittel
  • Hauptberuflicher Vizepräsident für Personal, Finanzen und Hochschulbau: Dietmar Smyrek
  • Hauptberuflicher Vizepräsident für Digitalisierung und Nachhaltigkeit: Prof. Dr.-Ing. Manfred Krafczyk
  • Vizepräsident für Forschung und Internationales: Prof. Dr.-Ing. Markus Henke
  • Vizepräsident für Studium: Prof. Dr. Knut Baumann
  • Vizepräsidentin für Lehrinnovation: Prof. Dr. Stefanie Hartz
  • Vizepräsident für Transfer und Innovation: Prof. Dr.-Ing. Arno Kwade

Forschung und Internationales

Im Ressort „Forschung und Internationales“ stärkt die TU Braunschweig einen zentralen Zusammenhang: Forschung entfaltet ihre volle Kraft heute dort, wo sie international anschlussfähig ist – in Kooperationen, Netzwerken und globalen Partnerschaften. Die neue Struktur hilft dabei, Forschungsprofil und internationale Ausrichtung noch enger aufeinander zu beziehen, Synergien besser zu nutzen und die TU Braunschweig im globalen Wissenschaftsraum sichtbar zu positionieren.

Markus Henke: Forschung und Internationales mit Wirkung stärken

Mit Professor Markus Henke wurde ein Wissenschaftler ins Präsidium gewählt, der mit überzeugender Führungsstärke und technologischer Expertise eine Brücke zwischen Grundlagenforschung in ihrer ganzen Breite und anwendungsnaher Forschung schlägt. Er bringt Erfahrung aus der Automobilindustrie mit, ist Professor für Elektrische Antriebssysteme und leitet das Institut für Elektrische Maschinen, Antriebe und Bahnen. Damit vertritt er ein für die Region Braunschweig ebenso relevantes wie für internationale Innovations- und Forschungszusammenhänge wichtiges Feld.

„Die Herausforderungen unserer Zeit verlangen Forschung, die international vernetzt neue Zusammenhänge erschließt. Mein Ziel ist es, insbesondere die transdisziplinäre Forschung als elementare Stärke der TU weiter auszubauen und in Kooperation mit unseren außeruniversitären Forschungspartnern ein attraktives Umfeld für sichtbare  und wirksame Forschung in einer vernetzten Welt zu schaffen.“ – Professor Markus Henke

Ein neues Ressort: Lehrinnovation

Mit dem neuen Ressort „Lehrinnovation“ stärkt die TU Braunschweig einen Bereich, der für die Zukunftsfähigkeit von Hochschulen zunehmend wichtiger wird. Innovative Lehrangebote entscheiden darüber, ob Studierende einer Hochschule ihr Vertrauen schenken. Für die TU Braunschweig bedeutet das: Die Frage, wie attraktiv, zeitgemäß und überzeugend ein Studienangebot ist, gewinnt weiter an Gewicht. Gerade in einer Zeit, in der die Bedeutung von Hochschulbildung in der Gesellschaft neu verhandelt wird und Hochschulen massiv um Studierende werben, ist das ein wichtiges Signal.

Stefanie Hartz: Lehre für die Zukunft

Mit Professorin Stefanie Hartz übernimmt eine Wissenschaftlerin dieses Ressort, die für genau dieses Feld besondere Expertise mitbringt. Sie ist wissenschaftliche Leiterin des Kompetenzzentrums Hochschuldidaktik für Niedersachsen und forscht zu den Themen Lehr-Lern-Forschung, Kompetenzentwicklung von Lehrenden sowie Weiterbildungs- und Hochschulforschung. Damit steht sie für eine Lehre, die wissenschaftlichen Anspruch und gute Lernbedingungen vereint.

„Lehrinnovation heißt für mich, wissenschaftliche Qualität und gute Lernbedingungen zukunftsgerichtet zusammenzudenken. Ich möchte dazu beitragen, dass die TU Braunschweig Räume schafft, in denen Lehrende ihre Lehre kreativ weiterentwickeln können und Studierende Lehre erleben, die anspruchsvoll, relevant, partizipativ sowie anwendungs- und grundlagenorientiert gleichermaßen ist.“ – Professorin Stefanie Hartz

Hochschulrat begrüßt neues Präsidium

Der Hochschulrat begrüßt die neue Zusammensetzung des Präsidiums. Der langjährige Vorsitzende Professor Lothar Hagebölling sagte dazu: „In diesen Zeiten ist es wichtig, dass wir uns auf unsere Stärken besinnen und zugleich den Mut haben, innovative Antworten auf neue Herausforderungen zu geben. Der Hochschulrat freut sich auf eine konstruktive, zukunftsweisende und vertrauensvolle Zusammenarbeit.“

Dank an Professor Hecker und Professorin Koch

Der Senat und das Präsidium dankten den ausscheidenden Mitgliedern des Präsidiums für ihr langjähriges Engagement. Professor Peter Hecker war rund acht Jahre lang Vizepräsident für Forschung und hatte sechs Jahre lang auch die Verantwortung für die frühen Karrierephasen der TU-Forschenden. In seinen Amtszeiten setzte er sich maßgeblich für die strategische Weiterentwicklung der Forschungsstrukturen sowie die Stärkung der Drittmittel ein. Er hat unter andrem den Vorsitz der Strategiekommission sowie auch der Ethikkommission übernommen.

Professorin Katja Koch engagierte sich als Vizepräsidentin für Lehrkräftebildung über mehrere Jahre hinweg vor allem für die Profilierung und Weiterentwicklung der Lehramtsausbildung im Kontext aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen. Von Oktober 2020 bis Juni 2021 übernahm sie als Präsidentin der TU Braunschweig zudem übergangsweise Verantwortung für die Hochschule. Für dieses besondere Engagement und ihre umsichtige Leitung in einer herausfordernden Übergangsphase sprach der Senat ihr seinen ausdrücklichen Dank aus.