27.02.2019 | Presseinformationen:

Unendliche Weiten Geophysikerinnen und Geophysiker nehmen den Weltraum ins Visier

Die Technische Universität Braunschweig ist erstmals seit 20 Jahren wieder Gastgeberin der Jahrestagung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft e.V. (DGG). Vom 4. bis 7. März 2019 greift die Tagung Themen auf, die einen besonderen Bezug zur Region haben. Der engen Verknüpfung zwischen Geophysik und Weltraumphysik am Standort Braunschweig wird eine besondere Aufmerksamkeit zukommen, ebenso wie der Erforschung von Endlagerstandorten.

Der Weltraum übt seit Urzeiten eine besondere Faszination auf uns Menschen aus. Auch heute begeistern uns die aktuellen Weltraummissionen von Rosetta bis zur ISS. Gleichzeitig eröffnen diese Missionen völlig neue Blicke auf unseren Heimatplaneten. Die Einzigartigkeit der Erde im Sonnensystem spiegelt sich nicht nur in den ikonischen Bildern des „Blauen Planeten“ der Apollo-Missionen wider, sondern auch in den aktuellen Fotos, die uns der Geophysiker Alexander Gerst von der ISS schickte.

So liegt es auf der Hand, dass Weltraumphysik und Geophysik eng miteinander verknüpft sind: Die Erforschung der Erde und des erdnahen Weltraums mit Magnetfeldern sowie die frühe Geschichte der Erde und die Entstehung der Planeten können nur im Einklang miteinander verstanden werden.

Das Institut für Geophysik und extraterrestrische Physik (IGeP) der TU Braunschweig blickt auf eine lange Tradition in der Verbindung von Weltraum- und Geoforschung zurück. Bereits im Jahr 1959 wurde das IGeP gegründet und nimmt seither im internationalen Raum eine einmalige Stellung ein. Nach 20 Jahren kehrt nun die 79. Jahrestagung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft e.V. (DGG) an das Institut zurück und bietet den 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem In- und Ausland vom 4. bis 7. März 2019 die Gelegenheit zum intensiven Austausch und zur Präsentation neuester Forschungsergebnisse.

Neben der Weltraumphysik stehen weitere Themen im Fokus, die eng mit dem Standort Braunschweig verbunden sind. „Die Erforschung von Endlagerstätten ist dabei ein für die Region Braunschweig besonders wichtiges Thema“, sagt Tagungsleiter Professor Andreas Hördt. „Das Tagungsprogramm stellt Fragen von breitem öffentlichen Interesse in den Vordergrund. Insbesondere freuen wir uns darauf, den studentischen Nachwuchs an geophysikalische Fragestellungen heranzuführen und den Studierenden und Promovierenden eine Möglichkeit zu eröffnen, sich mit Kolleginnen und Kollegen aus Forschung und Wirtschaft auszutauschen sowie eigene Forschungsergebnisse zu präsentieren.“ Rund ein Drittel der Tagungsteilnehmer sind Studierende und Promovierende.

Das wissenschaftliche Programm der DGG-Jahrestagung mit rund 280 Vorträgen und Posterpräsentationen beginnt am Montag, 4. März 2019 um 09:30 Uhr, und wird begleitet von der Eröffnungsveranstaltung mit Ehrun­gen ab 16:00 Uhr sowie der daran anschließenden Eröffnung der Firmenausstellung und dem CompanySlam.

Über die DGG

Die Deutsche Geophysikalische Gesellschaft (DGG) wurde 1922 von einer Gruppe von Wissenschaftlern um den Seismologen Emil Wiechert in Leipzig gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehörte auch der Braunschweiger Dr. Karl Almstedt, der von 1950 bis 1957 das Gymnasium Martino-Katharineum leitete. Die Gesellschaft hat heute rund 1.200 Mitglieder in über 30 Ländern weltweit. Amtierender Präsident der DGG ist der Hamburger Geophysiker Dr. Christian Bücker. 2020 findet die 80. Jahrestagung in München statt.

Eine gemeinsame Presseinformation der Technischen Universität Braunschweig und der DGG