02.12.2010 | Presseinformationen:

Empfang hochrangiger Verkehrswissenschaftler aus China an der Technischen Universität Braunschweig

Fototermin: Dienstag, 7. Dezember 2010, um 11 Uhr im Senatssaal der TU Braunschweig, Hauptgebäude, Pockelsstraße 4, 1. OG

 

Überreichung von Gastgeschenken an führende Vertreter der Verkehrsuniversität Peking im Rahmen des Empfangs durch die Hochschulleitung der TU Braunschweig

 

Anfang April dieses Jahres haben Verkehrs- und Fahrzeugwissenschaftler der Technischen Universität Braunschweig chinesische Hochschulen besucht. Mit der renommierte Tongji-Universität Shanghai und der angesehenen Beijing Jiaotong-Universität (Verkehrsuniversität) Peking wurde eine intensivere Zusammenarbeit vereinbart. Der Besuch ist der Braunschweiger Delegation – und auch der Öffentlichkeit – unter anderem noch deshalb in Erinnerung, weil die Rückreise wegen der Vulkanasche mit dem Transsibirien-Express statt per Flieger stattfinden musste.

In dieser und der nächsten Woche findet nun der Gegenbesuch statt. Am Dienstag, 7. Dezember, wird eine Delegation der Pekinger Verkehrsuniversität unter Leitung ihres Vizepräsidenten Chen vormittags vom Präsidenten der TU Braunschweig, Prof. Jürgen Hesselbach, sowie dem Vizepräsidenten für Strategische Entwicklung und Wissenschaftlichen Nachwuchs, Prof. Martin Korte, im Senatssaal der TU Braunschweig begrüßt.

Die Vorstellung der Institute des Eisenbahnwesens und der Verkehrssicherheit sowie des Niedersächsischen Zentrums für Fahrzeugtechnik vermittelt am Nachmittag den chinesischen Gästen die Kompetenz der Verkehrsregion Braunschweig.

Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen und in Wort und Bild darüber zu berichten.

Hintergrund:
Anlass für den Besuch ist die internationale Konferenz zu Formalen Methoden im Eisenbahn- und Straßenverkehr (FORMS), welche vom Institut für Verkehrssicherheit und Automatisierungstechnik unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. mult. Eckehard Schnieder und von seinem Kollegen Prof. Tarnai der Budapester Universität für Technologie und Ökonomie zum 8. Mal organisiert wird. Die FORMS ist ein renommierter Treffpunkt für Wissenschaftler aus diesmal 10 Ländern, darunter viele Chinesen und Japaner.

Das Eisenbahnsystem in China wird derzeit immer weiter entwickelt. So wird das Streckennetz in diesem Jahrzehnt von 80.000 auf 120.000 km Streckenlänge erweitert und der Hoch­geschwindigkeits­verkehr mit 350 km/h betrieben. Die Gäste der Pekinger Verkehrsuniversität sind dabei für die gesamte Forschung in China zuständig und versprechen sich wissenschaftliche Impulse von ihren deutschen Kollegen, vor allem durch so genannte Formale Methoden, welche mit mathematischen Modellen die Richtigkeit und Zuverlässigkeit der Zugsteuerungen beweisen können. Folgerichtig sind Besuche des Braunschweiger Siemens-Werkes und im Eisenbahnlabor des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) Braunschweig im Programm enthalten.

Zum Abschluss der wissenschaftlichen Kontakte besucht die Delegation die TU Braunschweig. Ziel ist, die Vertiefung der Kontakte zu einem binationalen Graduiertenprogramm auf der Basis der bereits gut angelaufenen Kooperation zu etablieren. Der Braunschweiger Verkehrsforscher Dr. Jörg Müller wird dabei durch eine Gastprofessur der Pekinger Verkehrsuniversität ausgezeichnet. Unter seiner Leitung arbeitet derzeit schon eine sechsköpfige Doktorandengruppe am Institut für Verkehrssicherheit und Automatisierungstechnik an einem Konzept für ein Eisenbahnleitsystemen für Nebenstrecken.

 

Kontakt:
Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. mult. Eckehard Schnieder
Technische Universität Braunschweig
Institut für Verkehrssicherheit und Automatisierungstechnik
Langer Kamp 8, 38106 Braunschweig
Tel.: 0531-391-3317
E-Mail: e.schnieder@tu-braunschweig.de