26.04.2018 | Presseinformationen:

Antrittsvorlesung von Prof. Dr.-Ing. Nils Goseberg Küste und Mee(h)r: Potentiale und Risiken aus der Sicht eines Küsteningenieurs

Prof. Dr.-Ing. Nils Goseberg, Leichtweiß-lnstitut für Wasserbau der Technischen Universität Braunschweig, hält seine Antrittsvorlesung „Küste und Mee(h)r: Potentiale und Risiken aus der Sicht eines Küsteningenieurs“ am

Mittwoch, 2. Mai 2018, um 17.00 Uhr,
Aula, Pockelsstr. 11, Haus der Wissenschaft, 38106 Braunschweig.

Die weltweiten Küsten werden in einem Streifen von 100 Kilometer durch etwa 40 % der Weltbevölkerung besiedelt. Die hohe Siedlungsdichte führt zu bedrohten Ökosystemen, wirtschaftlichen Zwängen, wasserwirtschaftlichen Fragen und dem Schutz von Leib und Leben gegen Naturgefahren. Zur gleichen Zeit kommt unseren Küstenmeeren und Ozeanen eine immer bedeutendere Rolle bei der Nahrungsmittelherstellung, Energieversorgung und den damit verbundenen Klimafragen zu. Das Küsteningenieurwesen und der Seebau können einen nachhaltigen Beitrag leisten. Der Vortrag präsentiert sowohl ingenieurpraktische Problemlösungen bei der marinen Nahrungsmittelproduktion als auch den Schutz von Küstenbewohnern gegen die Risiken von Naturgefahren.

Zur Person

Mit Beginn dieses Jahres hat Professor Dr.-Ing. Nils Goseberg die Professur „Küsteningenieurwesen und Seebau“ und die Leitung der Abteilung Hydromechanik und Küsteningenieurwesen am Leichtweiß-Institut für Wasserbau übernommen. Er hat in Dresden Bauingenieurwesen mit Vertiefungen Geotechnik und Wasserbau studiert und anschließend zum Thema „Tsunamieinwirkungen auf bebaute Küstenlinie“ an der Leibniz Universität Hannover (LUH) promoviert. Nach einer dreijährigen Tätigkeit als Oberingenieur an der LUH sowie einem Marie-Curie Fellowship an der University Ottawa, Kanada, hat er 2017 ebenfalls an der LUH seine Habilitation (venia legendi „Wasserbau und Küsteningenieurwesen“) erfolgreich abgeschlossen. Neben der Erweiterung der Lehre um das Thema „Seebau“ strebt Prof. Goseberg eine kooperative, multidisziplinäre und internationale Forschung an, die sowohl Grundlagen- als auch Anwendungsforschung beinhalten wird. Er nimmt sich der Themen wie „Stadt der Zukunft“, „Seebau und Meerestechnik“, „Naturgefahren und Extremereignisse“ sowie „Küsten im Wandel“ mit zum Beispiel ökosystembasiertem Küstenschutz an.