Zwei Teams als „Bestes Forschungsumfeld“ ausgezeichnet
Am 27. Juni 2026 wurden gleich zwei Teams der TU Braunschweig als „Bestes Forschungsumfeld“ ausgezeichnet: Zum einen die Abteilung „Angewandte Mechanik“ und zum anderen das Brennstoffzellen-Team am Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Brennstoffzellen. Letzteres gehörte darüber hinaus zu den fünf prämierten Teams, denen ein Preisgeld von je 10.000 Euro zugelost wurde. Insgesamt wurden 15 Umfelder ausgezeichnet. Die Junge Akademie, die sich besonders für die Förderung von Wissenschaftler*innen in frühen und mittleren Karrierephasen einsetzt, und die VolkswagenStiftung vergeben diesen Preis zum zweiten Mal. Sie würdigen damit die Bedeutung eines guten Forschungsumfelds für die Leistungsfähigkeit der Wissenschaft und die Anstrengungen, inspirierende, fördernde und faire Rahmenbedingungen aktiv zu gestalten.
Im März wurden aus über 170 Bewerbungen 15 Teams auf die Shortlist gewählt. Maßgeblich dafür waren „ein klares Selbstverständnis, transparente Zuständigkeiten und Kommunikationswege, eine offene Fehlerkultur sowie verlässliche Unterstützungsstrukturen“ laut Junger Akademie. Fünf Teams erhielten am 27. Juni beim jährlichen Fest der Jungen Akademie ein Preisgeld von je 10.000 Euro. Da alle 15 Teams in gleicher Weise preiswürdig sind, wurde das Preisgeld verlost. Vertreter*innen aller Teams reisten nach Berlin, um an der Verlosung teilzunehmen und ihr Netzwerk zu erweitern.

Bestes Forschungsumfeld: Das Brennstoffzellen-Team am Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Brennstoffzellen. Bildnachweis: Gramann/TU Braunschweig
Das Brennstoffzellen-Team erforscht Wasserstoff- und Brennstoffzellensysteme für eine nachhaltige Energie- und Mobilitätswende. Unter der Leitung von Jun.-Prof. Dr. Michael Heere arbeitet dieses junge, internationale Team aus neun Doktoranden in interdisziplinären Projekten am Niedersächsischen Forschungszentrum Fahrzeugtechnik (NFF). Sein Netzwerk umfasst wissenschaftliche Institute, Forschungszentren und Unternehmen. Eine flache Hierarchie, eine offene Kommunikation und Feedbackkultur sowie Coachingformate fördern Forschung und persönliche Entwicklung gleichermaßen.

Bestes Forschungsumfeld: Abteilung für Angewandte Mechanik. Bildnachweis: Institut für Angewandte Mechanik/TU Braunschweig
Die Abteilung für Angewandte Mechanik untersucht, wie sich Materialien und Strukturen verhalten, wie sie altern und wie sie verbessert werden können, um langlebiger und nachhaltiger zu werden. Die Teammitglieder kombinieren Experimente, Computersimulationen und moderne datenbasierte Methoden, um Prozesse wie Materialversagen, den Stofftransport sowie neuartige Fertigungstechniken wie den 3D-Druck besser zu verstehen. Das Team ist international und arbeitet in einem offenen, englischsprachigen Umfeld mit empathischer Führung, die Vertrauen, Flexibilität und individuelle Entwicklung fördert.
Die Junge Akademie wurde im Jahr 2000 als weltweit erste Akademie für herausragende junge Wissenschaftler*innen ins Leben gerufen. Ihre Mitglieder stammen aus allen wissenschaftlichen Disziplinen sowie aus dem künstlerischen Bereich. Die Junge Akademie wird gemeinsam von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina getragen.