19. Februar 2026 | Magazin:

Wissenschaft, die verbindet Humboldt-Netzwerktagung zu Gast an der TU Braunschweig

Über drei Tage wurde der Campus der Technischen Universität Braunschweig zum Treffpunkt für internationale Wissenschaftstalente. Bei der Netzwerktagung der renommierten Alexander von Humboldt-Stiftung kamen über 100 Forschende aus 37 Ländern an unserer Universität zusammen.

TU Präsidentin Angela Ittel mit Dr. Markus Zanner und Prof. Daniel Prades. Bildnachweis: Kristina Rottig/TU Braunschweig

Wenn in der Aula im Haus der Wissenschaft Sprachen, Stimmen und Forschungsfragen durcheinanderklingen, ist das kein Zufall. Die Netzwerktagung der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) bringt vor allem junge Wissenschaftler*innen aus der ganzen Welt zusammen, die an ganz unterschiedlichen Themen arbeiten. Doch sie alle teilen etwas, das größer ist als Disziplinen und Grenzen: die Leidenschaft für die Forschung.

Die heutige Alexander von Humboldt-Stiftung wurde 1953 gegründet, und der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik, Konrad Adenauer, unterzeichnete die Stiftungsurkunde. Ziel der AvH ist es, den Wissenschaftsstandort Deutschland durch internationalen Forschungsaustausch zu stärken. Weltweit hat die Stiftung bisher 31.000 Forschende gefördert, aktuell sind 2.300 Wissenschaftler*innen mit einem Humboldt-Stipendium in Deutschland.

TU Präsidentin Angela Ittel. Bildnachweis: Kristina Rottig/TU Braunschweig

Dr. Markus Zanner. Bildnachweis: Kristina Rottig/TU Braunschweig

Professor Daniel Prades. Bildnachweis: Kristina Rottig/TU Braunschweig

Persönlichkeiten, nicht Projekte

Zur Eröffnung der Tagung begrüßten TU-Präsidentin Angela Ittel und Dr. Markus Zanner, Generalsekretär der Humboldt-Stiftung, die Teilnehmenden. Dr. Markus Zanner sagte: „What counts for us are not projects, but people“ – was für uns zählt, sind Persönlichkeiten, nicht Projekte.

Die meisten der über 100 Stipendiatinnen, die zur Netzwerktagung in Braunschweig kamen, haben ihren mehrjährigen Forschungsaufenthalt in Deutschland gerade erst begonnen. Auch an der TU Braunschweig sind derzeit acht Humboldt-Stipendiat*innen.

Zusätzlich gibt es an der TU auch eine Humboldt-Professur, die höchstdotierte Forschungsförderung für Wissenschaftler*innen. Professor Daniel Prades erforscht derzeit, wie Gassensoren mit einem ganz neuen Ansatz verlässlicher und genauer werden können. Die TU und ihr Forschungsumfeld bieten ihm dafür exzellente Bedingungen. In seiner bewegenden Rede zur Begrüßung der Netzwerktagung sprach er über seine Arbeit an der TU Braunschweig: „Das größte Geschenk war, in einem Umfeld aufgenommen zu werden, das meine ‚verrückten‘ Ideen willkommen hieß. Es hat mich ermutigt, frei, unkonventionell und noch einmal ganz neu zu denken – und mir zugleich die Unterstützung und Expertise gegeben, die meine Forschung braucht.“

Die Region als Forschungsökosystem

Auf dem Programm standen neben Vorträgen und Austauschformaten auch Besuche in TU-Instituten und Stadtführungen. So erhielten die Gäste Einblick in Forschungsfragen, die an der TU Braunschweig besonders sichtbar sind – von Mess- und Sensortechnologien bis zu Themen der nachhaltigen Stadt- und Mobilitätsentwicklung.

Die Tagung ist auch eine Einladung, die Region als Forschungsökosystem kennenzulernen. Rund um die Universität arbeiten starke Partner eng zusammen. TU-Präsidentin Angela Ittel sagte dazu: „Die Zukunft der Wissenschaft liegt in der Kooperation. Wir sind in der Forschung viel Konkurrenz gewohnt – was wir jedoch vor allem in diesen Zeiten brauchen, ist, dass wir kooperieren und gemeinsam handeln. Das stärkt die Forschungscommunity hier vor Ort, aber auch weltweit.“

„Kooperation gestaltet Zusammenarbeit nicht nur effizienter, nachhaltiger und resilienter, sie macht uns auch viel mehr Freude.“