29.03.2019 | Magazin:

Energiesparen durch Kreativität CO₂ Challenge: Preise für kreative und innovative Ideen vergeben

Wer spart, gewinnt: Zum Abschluss der CO₂-Challenge wurden kreative Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihre innovativen Ideen zur Energieeinsparung prämiert. Mit ihren Ideen tragen sie dazu bei, den CO₂-Fußabdruck der Technischen Universität Braunschweig deutlich zu senken.

Nicht alle Mitglieder der TU Braunschweig haben an ihren Arbeitsplätzen große Stellschrauben für die Optimierung des Energieverbrauches. Um ihnen eine Teilnahme an der CO₂ Challenge zu ermöglichen, konnten sie beim Kreativwettbewerb Ideen einreichen, mit denen unkompliziert und kreativ Energie eingespart werden kann. Zu gewinnen gab es verschiedene Sachpreise, wie beispielsweise Thermobecher, Kinogutscheine und solarbetriebene Ladestationen.

Anita Remus und Melanie Pflug von der BRICS-Geschäftsstelle mit den Energiesparkarten und den Sachpreisen in den Händen. Bildnachweis: Amelie Güntner/TU Braunschweig

Eine der ersten Ideen kam von der Geschäftsstelle des BRICS: Getreu dem Motto „Blicke sagen mehr als viele Worte“, wählten die Mitarbeitenden vier Tiermotive für Postkarten aus, die auf den richtigen Umgang mit Energie hinweisen. Die Energiebeauftragten der BRICS-Institute machten die Postkartenaktion in ihren Gruppen bekannt und legten die Karten zum Beispiel im Sekretariat zum Mitnehmen aus.

Benedikt Hampel mit Ginkobaum zum Aufladen von Mobiltelefonen und Thermobecher. Bildnachweis: Amelie Güntner/TU Braunschweig

Daniel Herrmann (links) und Pascal Abel (rechts) freuen sich über ihren Gewinn beim Kreativwettbewerb. Bildnachweis: Paul Endrejat/TU Braunschweig

Einen weiteren Vorschlag reichte Benedikt Hampel vom Institut für Elektrische Messtechnik und Grundlagen der Elektrotechnik ein. Seine Idee: Durch das Anbringen von Bewegungsmeldern in Teilen des Hauses der Elektrotechnik könnte viel Energie eingespart werden. Pascal Abel vom Institut für Wirtschaftsinformatik und Daniel Herrmann vom Institut für Erziehungswissenschaft haben gleich zwei Ideen eingebracht: Zum einen schlagen sie die Einrichtung einer Webseite vor, über die alle Angehörigen der TU Braunschweig strukturelle und technische Probleme wie zum Beispiel undichte Fenster, die dem Energiesparen im Weg stehen, melden können. Ihre zweite Idee ist es, WLAN-Signale zu nutzen, um festzustellen, ob sich am Abend oder am Wochenende Personen in Gebäuden befinden. Den Ergebnissen entsprechend könnten das Licht und die Heizung bedarfsgerecht geregelt werden. Die Idee ließe sich auch gut in bisherige Strukturen integrieren, da WLAN-Signale bereits für die Lernplätze-App genutzt.

Auch Studierende nutzten die Gelegenheit und reichten ihre Ideen ein: Der Maschinenbau-Student Fabian Bauers sieht Stromsparpotential im Audimax: Durch einen Sonnenlichtsensor könnte ab einer bestimmten Grenzwertüberschreitung der Lichtintensität ein Signal auf den Kontrollscreen gesendet werden, das die Dozierenden auf das Stromeinsparpotential hinweist, sobald das Licht im Audimax ausgeschaltet wird.

Auch eine Gruppe von Studierenden nahm am Kreativwettbewerb teil.

Im Rahmen eines überfachlichen Moderationstrainings haben Studierende den Vorschlag gemacht, das Thema gleich zu Beginn des Studiums präsent hervorheben, damit die Studienanfängerinnen und -anfänger ein Bewusstsein dafür bekommen, dass sie selbst Einfluss auf den Energieverbrauch an der TU Braunschweig haben. Beispielsweise könnten bei ersten Informationsveranstaltungen oder bei der Erstsemesterbegrüßung eine entsprechende Präsentation rund um das Thema Nachhaltigkeit auf dem Campus gehalten werden. Besonders wichtig sei es, dabei konkrete Energiespartipps an die Hand zu geben.

Alle eingereichten Ideen sollen in Abstimmung mit der Energieberatung umgesetzt werden.

Neben dem Kreativwettbewerb gab auch einen Preis für innovative Energiesparmaßnahmen. Das Team der CO₂ Challenge hat die Gewinner zusammen mit der Energieberatung des Gebäudemanagements ausgewählt. Den Preis erhielten Felix Büsching vom Institut für Betriebssysteme und Rechnerverbund, Matthias Hentschel und Frank Steinberg vom Gauß-IT-Zentrum. Ihre Idee ist die Umsetzung eines „Energy Efficient Ethernet“ (EEE).  Dadurch könnte das System bei geringer Auslastung automatisch die Geschwindigkeit und damit den Energieverbrauch drosseln. Werden eine höhere Geschwindigkeit und mehr Datenraten benötigt, fährt das System bis auf die maximal mögliche Leistung hoch. Gerade bei wenig oder nur sporadischem Datenverkehr, wie er in Büroumgebungen üblich ist, könnte so eine größere Menge an Energie eingespart werden. Der symbolische Scheck zur finanziellen Unterstützung der Idee im Wert von 2.500 € wurde im Rahmen einer Informationsveranstaltung für  Energienutzungskoordinatoren überreicht.