08.07.2019 | Magazin:

Ein Ort zum Lernen, Leben und Wohlfühlen Zentrales Studierendenhaus macht Campus attraktiver

Ganz zentral zwischen Altgebäude und der Oker entsteht ein Studierendenhaus der Technischen Universität Braunschweig. 160 studentische Arbeitsplätze sollen in dem filigranen, weißen Gebäude entstehen. Umlaufende Balkone zwischen schattigen Bäumen, Teeküche,  Seminarraum, Rezeption und ganz viel Platz zum Lernen und Ideen entwickeln, zeichnen die Entwürfe des zukünftigen Studierendenhauses aus.

Dort wo jetzt noch die Container mit den Seminarräumen am Okerufer stehen, entsteht das zentrale Studierendenhaus. Ab dem Wintersemester wird dort die Baustelle eingerichtet. Die Container finden dann auf der Rasenfläche zwischen Tentomax und Brics eine neue Heimat.

Ganz zentral gelegen: Der Entwurf des Studierendenhauses vom Universitätsplatz ausgesehen. Bildnachweis: Gustav Düsing/Max Hacke

Das zentrale Studierendenhaus entsteht zwischen Altgebäude und Oker. Bildnachweis: Gustav Düsing/Max Hacke

Lernen und chillen. Im Erdgeschoss sind verschiedene Bereiche vorgesehen. Bildnachweis: Gustav Düsing/Max Hacke

Erdgeschoss und Galerie bieten viel flexibilität. Bildnachweis: Gustav Düsing/Max Hacke

Im hinteren lärmberuhigtem Bereichdes Ergeschosses sind Einzelarbeitsplätze vorgesehen. Bildnachweis: Gustav Düsing/Max Hacke

Im Galeriegeschoss sollen Arbeitsplätze für Architekturstudierende entstehen. Bildnachweis: Gustav Düsing/Max Hacke

Umlaufende Balkone und viel Grün. Bildnachweis: Gustav Düsing/Max Hacke

Weiße, filigrane Stahlkonstruktion

Das Studierendenhaus ist ein ganz besonderer Bau. Eine leichte Stahlkonstruktion, ganz in Weiß mit viel Glas und Licht durchflutet bietet auf über 1.000 m2 Platz für 160 Arbeitsplätze zum Lernen und zum Aufenthalt. Der zweigeschossige Grundriss ohne massive Wände lässt viel Flexibilität zu. Nur im Kern gibt es geschlossene Bereiche, hier werden Teeküche, Sanitärbereiche, Schließfächer und Seminarraum untergebracht. Zum Klönen und Treffen mit anderen Studierenden ist der vordere Teil des Gebäudes vorgesehen. Im hinteren Bereich, der lärmberuhigt sein wird, sind Einzelarbeitsplätze, selbstverständlich mit Stromanschlüssen, untergebracht. Im Galeriegeschoss ist geplant, Zeichenarbeitsplätze für Studierende der Architektur der ersten beiden Semester einzurichten, die noch keinen Platz in den Zeichensälen erhalten können. Teppiche und Fußbodenheizung  sorgen für eine angenehme Atmosphäre. Für ein gutes Raumklima hat das Institut für Gebäude- und Solartechnik die Planung übernommen.

In Wintersemester geht es auch in die Feinplanung des Betriebs. 24/7: Das Studierendenhaus soll an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr geöffnet sein und so optimale Studienmöglichkeiten und Lernbedingungen bieten. Im Erdgeschoss ist eine Rezeption geplant, an der die Lernplätze vergeben werden sollen, ebenso wird die Möglichkeit der Online-Buchung geprüft.

Interner Architekturwettbewerb

Die beiden Berliner Architekten Gustav Düsing und Max Hacke kennen die TU Braunschweig und die räumlichen Gegebenheiten gut. Sie haben als wissenschaftliche Mitarbeiter an der TU Braunschweig am Institut für Entwerfen und Raumkomposition gearbeitet und 2017 den Wettbewerb, der unter den Assistentinnen und Assistenten der TU-Architektur ausgeschrieben wurde, gewonnen. Zuerst war als Standort für das Studierendenhaus der Innenhof hinter dem Altgebäude vorgesehen.  Da der Baugrund nicht geeignet war, musste ein neuer zentraler Standort gefunden und umgeplant werden. Der jetzige Standort im Baudenkmalbereich zwischen Altgebäude und den denkmalgeschützten Gebäuden um den Universitätsplatz musste mit der Denkmalpflege abgestimmt werden, bevor es mit dem Bau losgehen kann. Insgesamt kostet das barrierefreie Studierendenhaus etwa 3 Millionen Euro, die aus Hochschulpaktmitteln, Mitteln der Fakultät Architektur, Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften und zentralen TU-Mitteln finanziert werden.

Eröffnung 2020 geplant

Ende 2020 sollen sich die Türen des zentralen Studierendenhauses  für die Studentinnen und Studenten öffnen und das Studium attraktiver machen. Ob zum Lernen oder zum Chillen, dann heißt es: „Kommt vorbei, es ist Euer Haus“.