DLR_Uni_Summer_School 2026 bringt Studierende aus ganz Deutschland in die Luft Gemeinsam mit Flugversuchsingenieur*innen auf Forschungsflügen
Vom 7. bis 11. September 2026 fand am Forschungsflughafen Braunschweig die neunte Ausgabe der DLR_Uni_Summer_School statt. Das einwöchige Programm des Instituts für Flugführung (IFF) der Technischen Universität Braunschweig und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) gibt Studierenden die Möglichkeit, die Arbeit von Flugversuchsingenieurinnen und -ingenieuren aus nächster Nähe kennenzulernen.

Alle Beteiligten der Summer_School 2026 vor den Forschungsflugzeugen von TU Braunschweig und DLR (li.). Bildnachweis: Kristina Rottig/TU Braunschweig
Von der Vorbereitung über die Durchführung bis hin zur Auswertung eigener Forschungsflüge erhalten die Teilnehmenden einen umfassenden Einblick in die Abläufe von Flugexperimenten.
„Die Summer_School eröffnet Studierenden einen praxisnahen Zugang zur Luft- und Raumfahrt und gibt ihnen wichtige Impulse für ihren weiteren beruflichen Weg“, sagt Professor Hecker, Leiter des Instituts für Flugführung (IFF) der TU Braunschweig.
Rund 40 Studierende mit einem Schwerpunkt in Luft- und Raumfahrttechnik nahmen in diesem Jahr teil. Sie kamen von Universitäten aus ganz Deutschland, darunter der RWTH Aachen und FH Aachen, der TU Berlin, der TU Braunschweig, der TU Darmstadt, der TU Dresden, der TU Hamburg und HAW Hamburg, der TU München und der Universität Stuttgart.
Forschungsflüge als zentraler Programmpunkt
Im Mittelpunkt der Summer_School standen die Forschungsflüge. Alle Teilnehmenden konnten einen Flug mit der Reims Cessna F406 „D-ILAB“ des IFF absolvieren. Zusätzlich erhielten die Gruppen die Gelegenheit, den Simulator des DLR-Forschungshubschraubers EC 135 FHS zu testen.

Vorbereitungsgespräche für die Forschungsflüge. Bildnachweis: Kristina Rottig/TU Braunschweig
Vor dem Einstieg in die praktische Arbeit eigneten sich die Studierenden zunächst die notwendigen theoretischen Grundlagen an. Am ersten Veranstaltungstag stellten sie sich ihr Wissen gegenseitig vor und bereiteten sich gemeinsam auf die Flüge vor. Anschließend sammelten sie im Flugzeug mithilfe von Messkarten und Instrumenten eigene Daten. Diese wurden von den gemischten Gruppen im Anschluss selbstständig ausgewertet. Zum Abschluss präsentierten die Studierenden ihre Ergebnisse und diskutierten ihre Erfahrungen im Plenum.
„Die Studierenden übernehmen wie Flugversuchsingenieurinnen und -ingenieure selbst die Verantwortung für ihre Flugversuche: Sie bereiten diese vor, nehmen ihre Messdaten auf und analysieren anschließend, welche Erkenntnisse daraus gewonnen werden können“, erklärt Maik Angermann, Pilot und wissenschaftlicher Mitarbeiter am IFF.
Forschungsstandort Braunschweig kennenlernen
Neben den Flugexperimenten bot die Summer_School zahlreiche Möglichkeiten, die Forschungs- und Arbeitsbereiche am Standort Braunschweig kennenzulernen. Das DLR organisierte Führungen durch ausgewählte Institute und Einrichtungen. Darüber hinaus besuchten die Studierenden zwei Institute der TU Braunschweig: das Institut für Flugantriebe und Strömungsmaschinen sowie das Institut für Strömungsmechanik.
Auch das Unternehmen Aerodata öffnete seine Hallen für die Teilnehmenden und ermöglichte ihnen einen Blick hinter die Kulissen. Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch des Remote Towers am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg.
Erfolgreiche Veranstaltung mit Perspektive
Die Veranstalter danken allen Organisatorinnen und Organisatoren, Unterstützenden sowie Teilnehmenden, die zum Erfolg der DLR_Uni_Summer_School 2026 beigetragen haben. Auch im kommenden Jahr sollen wieder Studierende aus ganz Deutschland nach Braunschweig eingeladen werden.
„Solche Programme sind die Basis für die nächste Generation von Luft- und Raumfahrtingenieurinnen und -ingenieuren“, betont Professor Hecker. „Wir freuen uns darauf, die Summer_School auch 2027 fortzusetzen und erneut Studierende aus ganz Deutschland begrüßen zu dürfen.“