17.05.2018 | Magazin:

„Arbeite ich noch oder schiebe ich schon?“ "Nachtschicht" in der Universitätsbibliothek: Was tun gegen Prokrastination

Für alle, die bei der „Nachtschicht“ in der Universitätsbibliothek nicht die Gelegenheit wahrnehmen konnten, „in die Puschen“ zu kommen, haben wir einige Strategien zusammengestellt, die bei einer „Aufschieberitis“ helfen können.

Am Mittwoch, 16. Mai, hatte die Universitätsbibliothek der Technischen Universität Braunschweig zu ihrer zweiten „Nachtschicht“ eingeladen. Unter dem Motto „Komm in die Puschen!“ gab es im Vortrags- und Workshopprogramm für all diejenigen, die in der nahenden Klausurenphase des Sommersemesters Schreibprojekte wie Haus-, Bachelor- oder Masterarbeiten angehen möchten, praktische Tipps und Tricks.

Die Angebotspalette reichte – wie schon bei der Premiere im vergangenen Jahr – von Literaturrecherche und Zeitmanagement, über das Umgehen mit Schreibblockaden bis hin zu autogenem Training sowie regelmäßigen Mobilisations-, Kräftigungs- und Dehnübungen.

"Komm in die Puschen!" war das Motto der "Nachtschicht" in der Universitätsbibliothek. Bildnachweis: Markus Hörster/TU Braunschweig.

Im Eingangsbereich der Universitätsbibliothek gab es für die Besucherinnen und Besucher der "Nachtschicht" kleine Geschenke. Bildnachweis: Markus Hörster/TU Braunschweig

Anlässlich des 275. Geburtstages der Universitätsbibliothek, konnten die Besucherinnen und Besucher der UB mit einem kreativen Hashtag und Foto gratulieren. Bildnachweis: Markus Hörster/TU Braunschweig

Dr. Sebastian Bernhardt vom Institut für Germanistik sprach darüber, wie man am besten mit Schreibblockaden umgeht. Bildnachweis: Markus Hörster/TU Braunschweig

Cindy Liermann (links) und Kim Salomon (rechts) vom Sportzentrum der TU Braunschweig boten alle 20 Minuten den "Pausen-Express" mit Mobilisations-, Kräftigungs- und Dehnübungen an. Bildnachweis: Markus Hörster/TU Braunschweig

Cindy Liermann (links) und Kim Salomon (rechts) vom Sportzentrum der TU Braunschweig machen mit "Nachtschicht"-Besucherin Tatjana Friedl Entspannungs- und Dehnübungen. Bildnachweis: Markus Hörster/TU Braunschweig

Cindy Liermann (rechts) und Kim Salomon (Mitte) vom Sportzentrum der TU Braunschweig machen mit "Nachtschicht"-Besucherin Tatjana Friedl Entspannungs- und Dehnübungen. Bildnachweis: Markus Hörster/TU Braunschweig

"Komm in die Puschen!". Bildnachweis: Markus Hörster/TU Braunschweig.

Prokrastination oder auch "Aufschieberitis" war das Vortragsthema von Michaela Himstedt von der Psychotherapeutischen Beratungsstelle des Studentenwerks OstNiedersachsen. Bildnachweis: Markus Hörster/TU Braunschweig

Michaela Himstedt von der Psychotherapeutischen Beratungsstelle des Studentenwerks OstNiedersachsen hat in ihrem Vortrag „Arbeite ich noch oder schiebe ich schon?“ über Prokrastination – auch bekannt als „Aufschieberitis“ – gesprochen. Dabei handele es sich um eine komplexe Störung der Handlungskontrolle, an der affektive, kognitive und motivationale Faktoren beteiligt sein können. „Prokrastination führt zu körperlichen und psychischen Beschwerden“, erklärte Himstedt.

Michaela Himstedt von der Psychotherapeutische Beratungsstelle des Studentenwerks OstNiedersachsen sprach über das Thema Prokrastination bzw. „Aufschieberitis“. Bildnachweis: Markus Hörster/TU Braunschweig

Als Strategie empfiehlt Sie:

1. Überprüfen Sie jedes Tun!
Fragen Sie sich: „Will ich das gerade wirklich machen?“

2. Beobachten Sie Ihr Verhalten!
Was tun Sie, wenn Sie eigentlich arbeiten wollen?

3. Sorgen Sie für regelmäßige Entspannung!
Schalten Sie auch mal ab und machen Sie das, was Ihnen Spaß macht.

4. Reduzieren Sie Multitasking!
Beschränken Sie sich auf eine Sache.

5. Seien Sie auch regelmäßig mal „offline“!
Sie müssen nicht immer erreichbar sein.