09.12.2015 | Magazin:

Altpräsident Prof. Dr. Jochen Litterst feiert 70. Geburtstag

Am 9. Dezember 2015 feiert der Altpräsident der Technischen Universität Braunschweig Prof. Dr. Dr. h. c. Jochen Litterst seinen 70. Geburtstag. Litterst leitete vom 01.10.1999 bis zum 31.12.2004 als Präsident die Carolo-Wilhelmina.

Litterst_Jochen_02Zuvor war er nach mehrjähriger Mitgliedschaft im Senat von 1997 bis 1999 Vizepräsident.Während seiner Amtszeit wurden mehr als 100 Millionen Euro für Neubau- und Sanierungen verbaut. Ein Schwerpunkt seiner Amtszeit war die Arbeitsmöglichkeiten der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie der Studierenden zu verbessern. In seine Amtszeit fiel auch das Hochschuloptimierungskonzept, das das Profil der Hochschulen schärfen sollte.
Auf seine Initiative wurde das „Consortium Technicum“, der Vorläufer der Niedersächsischen Technischen Hochschule, gegründet. Ein Verbund mit der TU Clausthal und der Universität Hannover mit dem Ziel, der konzeptionellen Abstimmung zwischen den Universitäten in den technischen Fächern. Außerdem wurde das Zentrum für Mechatronik in seiner Amtszeit gegründet.
Litterst hat der Internationalität seine Aufmerksamkeit gewidmet, insbesondere mit den USA, Brasilien und China. Er hat maßgeblich zur Einführung des Double-Degree-Studiengangs in der Elektrotechnik mit der Partneruniversität in Rio de Janeiro beigetragen.

Prof. Dr. Jochen Litterst wurde in Göggingen (Augsburg) geboren. Er studierte von 1965 bis 1971 Physik an der TH München (Diplomarbeit bei Prof. Mößbauer). Anschließend arbeitete er am Physik-Departement der TU München, promovierte dort 1974 und war bis 1982 am selben Institut wissenschaftlicher Assistent, unterbrochen von verschiedenen mehrmonatigen Gastforscher-Aufenthalten in Moskau, UdSSR, und Straßburg, Frankreich. Nach seiner Habilitation (Experimentalphysik) im Jahr 1983 war er Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Er nahm unter anderem mehrmonatige Gastprofessuren in Rio de Janeiro, Brasilien, wahr und arbeitete als Gastwissenschaftler am Argonne National Laboratory, USA. 1989 wurde Litterst auf eine Fiebiger-Professur am Institut für Metallphysik und Nukleare Festkörperphysik in Braunschweig berufen, lehnte im Mai 1993 den Ruf auf eine C4-Professur für Experimentalphysik an der TU Dresden ab und nahm den Ruf der TU Braunschweig auf eine C4-Professur 1993 an. Hier leitete er ab 1994 das Institut für Metallphysik und Nukleare Festkörperphysik. Neben seinem Amt als Präsident und Vizepräsident war er Mitglied des Senats. 2004 erhielt Prof. Litterst die Ehrendoktorwürde der University of Nebraska, USA. Prof. Litterst war von 2009 bis 2011 Dekan der Fakultät für Elektrotechnik, Informationstechnik, Physik, seit 2011 hat er eine Niedersachsen-Professur, hälftig zugeordnet dem Institut für Physik der Kondensierten Materie und dem Seminar für Philosophie.