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Wut in Mutter-Tochter-Beziehungen im zeitgenössischen Hollywood-Kino 24. Januar 2024 | 16:45 Uhr - 18:15 Uhr

“Does mom hate me?” – Wut in Mutter-Tochter-Beziehungen im zeitgenössischen Hollywood-Kino im Rahmen des Seminars „Mutter-Tochter-Beziehungen in der Literatur“

Furien, Zicken, Hausdrachen, Hexen und Biester – wütende Frauen haben in der westlichen Kultur viele negative Zuschreibungen erhalten, wurden entweder für ihre Wut dämonisiert oder verlacht. Wer Wut äußert, hinterfragt Machtstrukturen, demonstriert die eigene Macht und strebt nach der Erfüllung persönlicher Ziele. Sie wirft ein Licht auf unsere inneren Bedürfnisse, zieht Grenzen zwischen Personen, Gruppen und Generationen.
Diese Grenzen sind jedoch endlich und endlos zugleich, wenn die Sozialisierung fernab von gesunden Wutpraktiken geschieht. So auch zwischen Müttern und Töchtern, die sich über Hürden wie Race, soziale Klasse, Identifikation und ihre eigene Prägung navigieren. Dabei entfernen sich die Generationen von Frauen voneinander, gleichen sich an, ähneln oder separieren sich.
Doch wie wird weibliche Wut von Müttern und Töchtern im zeitgenössischen Hollywood-Kino inszeniert? Die Wut welcher weiblicher Personengruppen wird in Filmen sichtbar gemacht? Wer wird repräsentiert? Welche Traditionen und Tabus weiblicher Wut werden gebrochen, reproduziert oder familiär vererbt? Wer wird wirklich im Wutausbruch adressiert?
Diese und weitere Fragen werden exemplarisch unter anderem anhand von Untersuchungen von Greta Gerwigs „Ladybird“(2017), Daniel Kwans „Everything Everywhere All At Once“ (2022) und Craig Gillespies „I, Tonya“ (2017) beantwortet.

Referent*in

Anna Friederike Dajka, Universität Greifswald

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