Jüdische Friedhöfe in Deutschland – Schändung, Gedenken und Vermittlungsarbeit 26. März 2026 | 17:00 Uhr - 18:30 Uhr
Die mehr als 2000 jüdischen Friedhöfe in Deutschland wurden nicht nur in der Zeit des Nationalsozialsmus schwer verwüstet, sondern waren auch nach 1945 immer wieder von Schändungen und anderen Angriffen bedroht. Angriffe auf Friedhöfe waren in der Vergangenheit häufig aber auch Anlass für ein wachsendes Bewusstsein für das jüdische Erbe vor Ort. Etwa seit den 1960er Jahren entwickelte sich ehrenamtliches Engegement unterschiedlicher Gruppen aber auch vieler einzelner Personen für jüdische Friedhöfe. Der Vortrag stellt diese Entwicklung bis heute vor, die Probleme und Herausforderungen, aber auch die zunehmende Bedeutung jüdischer Friedhöfe für die Erinnerungskultur und Vermittlungsarbeit für unterschiedliche Zielgruppen.
Dr.-Ing. Katrin Keßler ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur, TU Braunschweig, mit Forschungsschwerpunkt jüdische Architekten und Architekturgeschichte und berichtet aus ihrem Projekt „Net Olam. Jüdische Friedhöfe im Fokus von Antisemitismus und Vermittlung“, gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).
Referent*in
Dr.-Ing. Katrin Keßler
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