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Astroherbst 13.11.2017 | 19:00 Uhr - 20:30 Uhr

Antarktis-Gewächshaus EDEN-ISS Vorbereitung für zukünftige Habitate auf Mond und Mars. Der Langzeitaufenthalt von Menschen im Weltraum erfordert die Entwicklung neuer Technologien zur Erhaltung gesunder Umgebungsbedingungen, zur Handhabung von Abfällen sowie zur Bereitstellung von Wasser, Sauerstoff und Lebensmitteln. Zukünftige Forschungsbasen auf dem Mond oder dem Mars werden ohne solche Technologien auf keinen Fall auskommen, und auch in zukünftigen Raumstationen werden Biotechnologien unter Weltraumbedingungen eine Schlüsselrolle spielen. Das internationale Projekt EDEN-ISS ist ein Markstein auf dem Wege dorthin. Landwirtschaftliche Anbausysteme unter vollständig kontrollierten Umgebungsbedingungen („Controlled Environment Agriculture“, CEA) sollen das üppige Gedeihen der Pflanzen auch in der Schwerelosigkeit oder unter reduzierter Schwere ermöglichen, Wasser regenerieren, Sauerstoff durch Photosynthese erzeugen und natürlich Nahrungsmittel erzeugen. Die Pflanzen wurzeln dabei in keinerlei Boden, sondern werden mit einer Nährlösung besprüht. Sie werden am Ende ebenso wie die Astronauten Teil eines geschlossenen regenerativen Systems sein. Als Vorstufe dient ein Forschungsmodul, das „International Standard Payload Rack“ (ISPR) in Verbindung mit einem „Future Exploration Greenhouse“ (FEG). Die Technologie hierfür wird aktuell in einer mobilen Testanlage erprobt, die sich in der hochisolierten, vom Alfred-Wegener-Institut betriebenen Neumayer-Station III in der Antarktis befindet. Ingenieur Daniel Schubert leitet das Team am Institut für Raumfahrtsysteme des DLR in Bremen, das diese Testanlage in der Antarktis betreibt.

Referent/in

Daniel Schubert, Institut für Raumfahrtsysteme, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Bremen

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